Freitag, 11. Juli 2014

JWD - Janz weit drüben - Teil 3

Viel zu früh, bereits am Sonntag, ging es zurück in die Heimat.

Diese zweieinhalb Tage rundum-Füße-hoch-Versorgung im Hotel hat uns gezeigt, dass wir schwer urlaubsreif sind und durchaus noch mindestens eine Woche hätten dranhängen können.

Half aber alles nichts, nach einem erneut sehr guten Frühstück und einem kleinen Abschiedsbesuch bei Oma Jena mussten wir uns leider auf die Socken machen.
Sechs Stunden Fahrt, zum Glück nicht ganz so heiß und nicht ganz so verkehrsreich wie auf der Hintour.



Unter 30°C, und der Verkehr rollt. So muss das sein.


Die Madame haben wir übrigens am Wochenende so richtig kaputt bekommen. Dass sie im Auto schläft kommt nur noch ganz, ganz selten vor, und dieses Mal befand sie sich sogar über Stunden im Land der Träume.




Wir hatten zum Glück eine sehr entspannte Rückfahrt mit einem Halt am "güldenen M" fürs Magenfüllen und Windelnwechseln etwa zur Halbzeit.





Je näher wir der Heimat kamen, desto dichter wurde die Bewölkung, und mit ihr nahm diese eklige Schwüle zu. Pünktlich im Ruhrgebiet angekommen begann es zu regnen, und wir saßen plötzlich mitten in einer riesigen Sauna. Großartig.



Fast zu Hause.


Leicht klebrig am Körper kamen wir nach sechs Stunden Fahrt glücklich, aber ziemlich müde zu Hause an.
Die Kinder haben sich das ganze Wochenende inklusive der Fahrten vorbildlich verhalten. Ein Träumchen.

Und wir müssen jetzt mal schauen, ob wir nicht doch noch irgendwann, irgendwie ein paar Tage Urlaub einbauen können.

Donnerstag, 10. Juli 2014

JWD - Janz weit drüben - Teil 2

Im Waldhotel Linzmühle gibt es nicht nur keinen Handyempfang, sondern auch das Babyphone verrichtet nur Notdienst. Heißt, einer von uns musste bis zum Treppenaufgang zu den Zimmern marschieren, um Empfang zu bekommen.

Das hat uns jedoch natürlich nicht daran gehindert, unseren ersten baby- und kinderfreien Abend seit langem im urigen Biergarten des Hotels zu genießen.
Jonas ging anstandslos gegen 19 Uhr in sein Reisebettchen und schlief beinahe augenblicklich ein. 
Nachdem Johanna gegen 19.30 Uhr fragte, ob sie nun ins Bett dürfe (!! - der Tag war scheinbar wirklich anstrengend) und ebenfalls ganz problemlos ihr Nachtlager bezog, ließen Mama und Papa den Feierabend bei nem kühlen Bierchen und leckerem Essen ausklingen.



Da war Johanna noch fit und erkundete den Spielplatz neben dem Biergarten.



Biergarten mit Muppi-Fuß.


Am nächsten Morgen nach einer sehr angenehmen Nacht (beide Kinder schliefen durch) kam gleich unser mobiles Hochstühlchen zum Einsatz. Das Teil ist wirklich Gold wert!
Einfach auf nahezu jeden beliebigen Stuhl schnallen, Gurte festzurren. Fertig. Und das Tischchen ist abnehmbar. Außerdem alles abwaschbar - sehr gut und sehr wichtig derzeit. Jonas ist ein Schweinchen.



Frühstück um halb sieben.



Der Blick aus unserem Hotelzimmer. Nur grün. Und ein wenig rot.


Nachdem Jonas gesättigt war, machten wir uns tageslichttauglich. Duschen, anziehen usw. Währenddessen wurde der kleine Mann wieder müde und wir konnten ihn zu seinem Morgenschläfchen hinlegen.

Anschließend suchten wir das reichhaltige Frühstücksbuffet auf und ließen es uns richtig gut gehen.




Der erste "Urlaub", bei dem Johanna keine Extrawurst bekommt. Kein Brei. Sie isst ganz normal vom Tisch mit. Zwar sehr ausgewählt nur, die Madame ist immer noch ganz extrem wählerisch, aber was solls? Letztes Jahr um diese Zeit noch haben wir ihr Brei angerührt, damit sie überhaupt irgendetwas isst. Wer wird sich da nun beschweren?

Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück ließen wir uns im Biergarten nieder, während die Madame den Spielplatz unsicher machte. 



Biergarten links, Spielplatz rechts, Zugang zum Wald ganz rechts.




Vor dem Hoteleingang steht diese riesige, imposante Kastanie, und nachdem Jonas sein Schläfchen beendet hatte bezogen wir Position unter ihr.
Der Rest der Familie sollte erst gegen 14 Uhr eintrudeln, somit hatten wir noch ein paar Stündchen Zeit für uns, die es zu füllen galt.




Jonas beim Erstkontakt mit Sand, Gras, Moos und ähnlichem. Er war noch ein wenig skeptisch. Und für die Madame hatten wir natürlich ihr Laufrad mitgenommen. Round and round um die Kastanie ging es.

Schließlich entschieden wir uns doch, eine Runde durch den Wald zu drehen, obwohl es schon relativ warm war. Der Schatten lockte.





Da die Hitze zu- und der Schatten parallel abnahm, fiel der Spaziergang recht kurz aus, und wir bezogen wieder Stellung im - tadadadaaa - Biergarten.





Das Hotel ist für einen Trip mit Kindern wirklich großartig. 
Am Allerwertesten der Welt gelegen, mitten im Wald, kann man die Kinder einfach spielen lassen, ohne dauernd in Sorge wegen Autos oder sonstiger Gefährte zu sein.




Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der Familie mit besonderem Augenmerk auf Oma Jena natürlich.
Da man sich aufgrund der Entfernung nur wenige Male im Jahr sehen kann (wenn es überhaupt mehrere Male im Jahr sind), ist so ein Treffen jedes Mal ein Ereignis.

Mittags lecker Kaffee und Kuchen, und abends Essen à la carte.
Der Muppi dank mobilem Stühlen mitten unter uns. Bemerkenswert: Als alle etwas zu Essen hatten protestierte er vehement, weil er nichts hatte. Abendbrei verweigerte er, und erst mit Gurkenscheiben war er zufrieden.




Wir haben definitiv keine zweite Johanna.
Doch auch die hat sich natürlich sehr gemacht. Pommes mit Hühnchen am ersten Tag, Hefeklößchen mit Vanillesauce und Nudeln in Sahnesauce am zweiten Tag, dazu Frühstück vom Buffet.
Ein fast normales Essverhalten.


to be continued...

JWD - Janz weit drüben - Teil 1

Das erste Juliwochenende ist grundsätzlich für einen Besuch bei der lieben Verwandtschaft im weit entfernten Thüringen reserviert, denn "Oma Jena" hat Geburtstag und versammelt die Familie um sich. 
Bereits letztes Jahr berichtete ich über unser Wochenende mit der speziellen akustischen Untermalung am Abend.

So begab es sich, dass wir uns am Morgen des 4. Juli aufmachten Richtung Thüringen, das zweite Mal zu viert, aber das erste Mal, dass die vierte Person - der Muppi - auch richtig sichtbar ist. Sein erster großer Trip, und ich war gespannt, wie er die lange Fahrt und das Wochenende in fremder Umgebung wegstecken würde. 
Von Johanna weiß ich ja, dass sie da sehr unproblematisch ist, und ich darf vorwegnehmen: Erfreulicherweise steht ihr ihr Brüderchen in nichts nach. 

Selbst Stau und Hitze haben den Kinder nichts ausgemacht, ganz im Gegensatz zur auf dem Beifahrersitz langsam vor sich hinbrutzelnden Frau Mama.




Das ist doch das Zeichen, dass man auf der Autobahn unbedingt zu Gesicht bekommen möchte.




Und somit zeigte sich öfter mal dieses unschöne Bild: 0 km/h bei 32°C (später auch noch 34°C) Außentemperatur.
Unnötig, zu erwähnen, dass unsere Klima den Geist aufgegeben hat, oder?

Gut durch (jedenfalls die Mutti auf der rechten, der Sonnenseite) erreichten wir nach rund sechs Stunden endlich unser Ziel.




Natürlich nicht ohne eine Pause zwischendurch, die wir für umfassenden Nahrungs- und Windelservice nutzten. Der Muppi machte sich schon einmal mit dem Geruch nach Asphalt und Gummi vertraut und hatte sichtlich Spaß dabei.




Nach einem kurzen "Hallo" bei Oma Jena machten wir uns erneut auf die Socken (bzw. Reifen) und durften feststellen, dass unser Hotel seinem Namen - "Waldhotel Linzmühle" - wirklich alle Ehre macht.




Schon hunderte Meter vor Erreichen des Ziels versagen die Handys ihre Dienste - kein Empfang mehr - und man sieht wirklich nur noch schönstes Grün um sich herum.
Möchte man absolute Ruhe haben, dann sollte man hierher fahren.




Schönes Hotel mit ansprechenden Zimmern. Unseres war sehr groß, denn Bett für Johanna und Reisebett für Jonas waren auch schon perfekt vorbereitet. 
Netter Service, leckere Küche, Spielplatz und der Wald direkt vor der Tür.
Dazu zwei tiefenentspannte, liebreizende Kinder... auf ins Wochenende!


to be continued...