Sonntag, 11. Mai 2014

Was kann es Schöneres geben?

Der Muppi isst.
Jawohl, so richtig. 
Rein in den Mund, abbeißen, kauen, runterschlucken.

"Na und?" wird jetzt so mancher sagen. 
Jonas ist knapp sieben Monate alt, ist doch ganz normal, dass er da Interesse für feste Nahrung entwickelt und hier und da auch schon mal an einem Brötchen rummümmelt.

Das mag stimmen, sicherlich.
Und obwohl die Chance, das Ganze gleich zweimal zu erleben, geringer ist, als den Jackpot im Lotto zu knacken, hat man doch irgendwie immer ein ungutes Gefühl. Angst, dass auch das zweite Kind ein Problem mit dem Essen haben, überempfindlich sein, eine frühkindliche Fütterstörung entwickeln könnte.
Es hat nichts mit den Genen zu tun, ist keine Krankheit (Schrägstrich "Störung"), die von Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden kann, sondern Johannas Problematik ist die Folge einer Reihe unglücklicher Umstände während und nach der Schwangerschaft.

Trotzdem hat man Angst.
Hört die Flöhe husten.
Jonas mag den Gemüsebrei nicht? 
Oh Gott, hoffentlich hat er nicht das Gleiche wie Johanna!
Jonas verzieht angewidert das Gesicht, wenn seinem Mund feste Nahrung zu nah kommt? 
Oh Gott, hoffentlich hat er nicht das Gleiche wie Johanna!
Jonas trinkt seine Flasche nicht richtig bzw. so gut wie gar nicht? (Die ersten Lebenswochen waren echt schlimm.) 
Oh Gott, hoffentlich hat er nicht das Gleiche wie Johanna!
Und so weiter und so fort.

Man macht sich verrückt, selbst, wenn man - wie ich - eigentlich gar nicht der Typ dafür ist.
Nach außen sieht man es nicht, aber in mir arbeitet es die ganze Zeit. 
Oder arbeitete.

Denn nun kann ich erleichtert, hoch erfreut und auch ein bißchen stolz verkünden: Jonas isst. Ganz normal. 
Etwas ganz Neues für uns!
Und es ist herrlich anzusehen.




Auf Brei steht er immer noch nicht sonderlich. Er isst ihn zwar, aber es macht den Eindruck, feste Nahrung gefällt ihm viel, viel besser. 
Vielleicht überspringen wir die Sache mit dem Brei einfach und gehen direkt zum Essen für Fortgeschrittene über? 
Ja, nein, vielleicht...?
Und wenn ja, wie?
Ist das sinnvoll? Gut? Oder doch lieber ganz klassisch der Babybrei?
So viele Fragen... muss mich da mal einlesen, glaube ich...

Oder wie seht ihr das?

Kommentare:

  1. Nee, also für mich gibts nicht schöneres als Essen! *hust* leider...

    Meine Kleinste mochte auch keinen Brei. Sie mochte von Anfang der Beikost an nur recht stückige gequetschte Kartoffeln mit brauner Soße. Sonst nichts. Gläschen brauchte ich gar nicht kaufen. Nur Unmengen von Kartoffeln kochen. Jeden Tag. Alles andere wurde ignoriert. Nudeln hat sie erst mit knapp 3 gemocht. Gemüse heute (mit 5,5 Jahren) findet so langsam einen Platz auf dem Teller. Ganz gaaaaaanz langsam. Mal hier ein Würfel Karotte, und da ein Löffel Spinat. Und bloß keinen Käse! Kann von einem Tag auf den anderen aber passieren, dass sie verkündet, dass sie dieses oder jenes nun mag. Linsensuppe zum Beispiel (*höh* ?!). Da spachtelt sie einen großen Teller und verlangt Nachschlag. Ansonsten puhlt sie immer und überall so lange im Essen rum, bis sie alle Fitzelchen von vermeintlichem Gemüse an den Rand geschafft hat. Ich lasse sie.

    Ansonsten verschlingt sie Obst und Brot und alles. Steht gut im Futter. Mache mir keine Sorgen :)

    Einen schönen Muttertag,
    Sandra

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  2. Wenn er keinen Spass an Brei hat, dann lass ihn doch direkt "normal" essen - er gibt Dir vor, was gut für ihn ist :-)

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    1. Du hast sicherlich Recht. Aber das ist alles komplett neu für mich, obwohl er Nummer Zwei ist. Mit Johanna gab es quasi keine Beikosteinführung. Und nun lässt man sich wieder viel zu sehr verunsichern oder weiß schlicht nicht Bescheid. "Darf" ich einem sieben Monate alten Jungen abends ein Leberwurstbrot geben? Bestimmt...
      Aber ist eben alles totales Neuland für mich... :)

      Gruß,
      Rebecca

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