Montag, 19. Mai 2014

[Rezension] Ein Mann wie Holm



Titel: Ein Mann wie Holm

Autor: Matthias Keidtel

Verlag: dotbooks

Seiten: ca. 379

Erscheinungsform: Neuausgabe

Erscheinungsdatum: April 2014

ISBN: 978-3-95520-526-3

Format: ePUB oder MOBI

Preis: 4,99 EUR



Das kann man auf der Verlagsseite (nämlich genau hier) über den Inhalt lesen:

Holm wusste überhaupt sehr wenig über das Freizeitverhalten seiner Altersgenossen. Seit dem Ende seiner Schulzeit hatte er kaum noch mit ihnen zu tun gehabt. Was taten diese Menschen nach Einbruch der Dunkelheit?

Holm ist Ende 30, lebt bei seiner Tante, die eine Vorliebe für Eierlikör hat, und war noch nie mit einer Frau zusammen. Vielleicht ist das nicht normal, aber ein Mann wie Holm braucht auch keine Abenteuer. Schließlich ist es aufregend genug, auf der Suche nach Toilettenpapier die Abteilung für Intimpflege eines Supermarktes zu durchforsten. Aber dann lernt Holm eine Frau kennen – und das ist schon für normale Menschen ein Ereignis, das zu Komplikationen führen kann. Ist es Liebe? Und wenn ja, woran erkennt man das?


Und das sage ich:

Das ewige Muttersöhnchen, das sein Leben mit Ende 30 auf dem Sofa seiner Tante fristet und mit einem durch und durch naiv-logischen Verständnis durch die Weltgeschichte marschiert, das Ganze noch recht humorvoll verpackt - das klingt erst einmal ziemlich ansprechend. 
Somit macht ich mich frohen Mutes daran, Holm durch diese rund 380 Seiten zu begleiten.

Vielleicht hätte ich stutzig werden sollen, dass gerade arte das Werk als "gelungene Humoreske" bezeichnet, ist arte nun nicht gerade ein Synonym für seichte Unterhaltung, jedoch habe ich mir dabei nicht viel gedacht. Ein Fehler!

Die Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe, kann ich wortwörtlich an einer Hand abzählen, und ich habe mir in meinen mittlerweile rund 25 Lesejahren eine Menge Bücher reingezogen, aber dieses Werk habe ich tatsächlich nach nicht einmal der Hälfte weggelegt - und seitdem nicht mehr angerührt.

Was am Anfang wirklich amüsant rüberkommt, schlägt schnell ins Langweilige oder gar Nervige um.
Im Grunde sitzt man als Leser in Holms Kopf und bekommt jeden noch so profanen Gedanken ungefiltert vorgesetzt, dabei habe ich mich sehr schnell gefragt, ob der gute Mann zurückgeblieben oder gar Autist oder etwas ähnliches ist (leider wird es mir nicht möglich sein, diese Frage zu meiner Zufriedenheit zu beantworten, denn ich kann dieses Buch beim besten Willen nicht zu Ende lesen). 
Der Schreibstil stellt sich bedauerlicherweise nicht ganz so humorvoll und pfiffig dar, wie erhofft, vielmehr liest sich das Werk recht zäh, und zumindest ich quälte mich irgendwann von Seite zu Seite.

Möglicherweise entspreche ich einfach nicht der Zielgruppe (ob Männer mit dem Ding mehr anfangen können?), oder es liegt an mir persönlich, dass ich keinen Zugang zu Holm gefunden habe, jedenfalls kann ich "Ein Mann wie Holm" nicht weiter empfehlen.


Natürlich sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, und das geht mit dieser Leseprobe wunderbar.
Das Buch gibt es hier.

Vielen Dank an Blogg dein Buch!

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