Samstag, 26. April 2014

[Rezension] Das Los


Titel: Das Los

Autor: Tibor Rode

Verlag: Lübbe

Seiten: 636

Erscheinungsform: Hardcover, E-Book

Erscheinungsdatum: März 2014

ISBN: 978-3-431-03893-4

Preis: 19,99 EUR (Hardcover), 15,99 EUR (E-Book)





Das kann man auf der Verlagsseite (nämlich genau hier) über den Inhalt lesen:

Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen? Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert - die Erfüllung all ihrer Träume. Alle vier lassen sich auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord, und die Teilnehmer erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist...


Und das sage ich:

Das Cover sprach mich sofort an, und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt ganz lesen wollte. 
Mit über 600 Seiten kommt es recht üppig daher und bedurfte daher so mancher ausgedehnteren Sitzung auf der Toilette (und natürlich auch anderswo), bevor ich es endlich bewältigt hatte, doch ich wurde wahrlich nicht enttäuscht.

Die fünf Handlungsstränge - die der vier Charaktere in der jetzigen Zeit und die Geschichte um die Entstehung der Lotterie im 18. Jahrhundert - sind derart bunt, lebendig, plastisch beschrieben, dass es für mich nie ein Problem war, mich in den aktuellen Charakter einzufinden, da augenblicklich das Kopfkino eingeschaltet wurde.

Ob nun der Knacki Henri, der in Santa Fu in Hamburg einsitzt, die professionelle Poker-Spielerin Trisha, die schon ihre Eltern belügen musste, um an Geld zu kommen, der skrupellose und betrügerische Finanzmakler Carter, der das Geld seiner Klienten verspekuliert oder der Inder Pradeep, der sein gesamtes Vermögen in der Wohnungslotterie eingesetzt hat, und auch die Geschichte im 18. Jahrhundert rund um di Calzabigi, der die Lotterie erfand und entwickelte - nach jedem Sprung ist man sofort drin im Geschehen, hat keine Schwierigkeiten, den Anschluss zu finden, weil das Ganze schön flüssig, stimmig und vor allem lebendig geschrieben ist.
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so mitgenommen hat, dass ich mich wie in einem Film gefühlt habe.

Ich würde dieses Werk allerdings nicht unbedingt als "Thriller" bezeichnen. 
Wenn man sich an dieser Titulierung hochzieht könnte man enttäuscht werden. 
Das Buch braucht eine Weile, bis es in Fahrt kommt, und vor allem die Passagen, die in der Vergangenheit angelegt sind und die Entstehung der Lotterie behandeln sind manchmal etwas langatmig. 
Doch es lohnt sich, weiterzulesen. 
Vor allem in der zweiten Hälfte nimmt das Werk an Fahrt auf und die Auflösung weiß auch zu befriedigen.
Insgesamt ein tolles Buch mit einer stimmigen Handlung, somit absolute Leseempfehlung!

Das Buch findet ihr hier.

Vielen Dank an Blogg dein Buch!

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