Mittwoch, 30. April 2014

6 Monate Muppes

Verspätet nachreichen möchte ich natürlich noch ein Muppi-Update.
Vorige Woche Dienstag ist der kleine Mann sechs Monate alt geworden, und einen Tag später haben wir die U5 mitsamt letzter rundum-Impfung hinter uns gebracht.

Die trockenen Eckdaten:
71cm lang, 7970g schwer, der Kopfumfang beträgt 43cm.
Ein großes, schlankes Kind.

Wie auch schon seine Schwester.
Dabei war Johanna bei ihrer U5 damals ganze 4cm kleiner und rund 800g leichter. Der Dickschädel war auch (noch) nicht ganz so ausgeprägt, 42cm waren es, um genau zu sein. 
Mädchen halt. 

Mit seinen sechs Monaten ist vor dem kleinen Mann nichts mehr sicher. Er dreht sich vor und zurück, in sämtliche Richtungen, und irgendwie schiebt er sich auch durch die Gegend. Jedenfalls durchquert er von einer auf die andere Minute - munter rollend oder sich rückwärts schiebend - das Wohnzimmer. Manchmal hat er auch Schlagseite und rollt im Kreis. 
Am liebsten liegt er auf dem Bauch und beäugt höchst interessiert seine Umgebung. 




Selbst beim Schlafen ist die Rückenlage mittlerweile immer öfter verpönt. Geschlafen wird viel lieber auf der Seite oder halb auf dem Bauch. Jonas legt sich alleine so hin, wohlgemerkt. Ich bette ihn brav in Rückenlage. Aber wenn er lieber so schläft... ganz der Papa.




Vor zwei Wochen haben wir einen erneuten Beikostversuch gestartet, und dieses Mal läuft alles wie geschmiert. Keine Bauchschmerzen, keine Blähungen, kein gar nichts.
Jonas isst mit Genuss inzwischen Kartoffel-Gemüse-Brei zu Mittag, braucht allerdings immer noch die Flasche hinterher (mit mehr oder weniger großem Zeitabstand), und Fleisch oder gar weitere Breimahlzeiten haben wir bisher auch nicht eingeführt. Wir haben Zeit.

Mit fester Nahrung spielt er, alles andere ist im suspekt.
Aber Spielen ist ja wichtig für die Entwicklung.




Ansonsten ist Jonas nach wie vor das wunderbarste Strahlemännlein, das man sich vorstellen kann. Immer mal wieder werde ich erstaunt gefragt, ob er tatsächlich immer so gut drauf sei.
Ja! Das ist er!
Er lacht morgens, er lacht mittags, er lacht abends, er lacht sogar im Schlaf.
Um ihn mal weinend zu sehen, muss wirklich etwas ganz Gravierendes passieren.
Unmenschlicher Hunger, eklig nasse oder volle Hose, Schmerz, sowas halt. Der übliche Babykram.
Ansonsten die Ausgeglichenheit und Fröhlichkeit in Person.

Apropos Schlaf: Wer mich nicht schon ganz furchtbar findet wegen meines pflegeleichten Kindes wird spätestens jetzt dazu übergehen: Der Muppes schläft immer noch - wie schon seit Monaten - durch. Spätestens acht Uhr abends ist er im Bett, und morgens gegen sieben Uhr weckt er uns mit seinem Gebrabbel und Geblubber.
Das macht er nämlich wirklich gerne: Blubbern. Mit Blubberbläschen. Sehr niedlich, aber auch sehr feuchte Aussprache. Laut Doc hat Jonas bereits einen sehr ausgeprägten "Wortschatz" bzw. die Palette an Lauten, die er benutzt, sei schon sehr umfassend. Wird er etwa auch so eine Laberbacke wie seine große Schwester?

Zwei Zähnchen blitzen unten hervor, die beiden Schneidezähne, und weitere sind unterwegs, da sind wir uns sicher. Es wird gesabbert und geknabbert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Insgesamt ist unser Doc extrem zufrieden mit Jonas' Entwicklung, vor allem nach unseren anfänglichen Startschwierigkeiten in den ersten Lebenswochen. Genau wegen dieser möchte er uns jedoch nicht erst zur U6 in einem halben Jahr wiedersehen, sondern bereits zur Halbzeit in drei Monaten. Einfach eine etwas engmaschigere Kontrolle.
Schätze, er ist da auch etwas vorsichtiger wegen der ganzen Geschichte mit der großen Schwester.
Mir soll es recht sein.

So kann es weitergehen...

Wertvolle Familienzeit

Diesen Monat war es ruhig hier, zugegeben. Das ist auch mir nicht entgangen, und wohl am allerwenigsten euch.

Es gab andere Dinge, die mich mehr beschäftigt haben. Gedanklich.
Erkennt man eine Krise, wenn man in ihr steckt?
Oder steht man wie das Reh in den Scheinwerfern des heranbrausenden Autos und wartet erstarrt auf den Aufprall?

Ich bin kein Reh. Ich warte nicht. Ich poltere.

Unsere Familienkonstellation ist - eigentlich - mehr oder weniger klassisch.
Papa, Mama, Kind, Baby, Kater. 
Großer, schwarzer Kater. Mit vielen langen Haaren.



Darf ich vorstellen? Kater Eddy.


Doch gerne scherze ich herum, dass ich alleinerziehend mit drei Kindern (und einem großen, schwarzen Kater) sei. Dabei ist das viel zu oft gar nicht scherzhaft gemeint.
Zum Einen, weil sich mein Göttergatte - wie vermutlich 99% der Väter - des öfteren recht unbeholfen anstellt, wenn es darum geht, sich mit um die Kinderangelegenheiten zu kümmern (ich glaube, denen fehlt da einfach irgendein Gen - das Mama-Gen, oder so), zum Anderen, weil ich tatsächlich die meiste Zeit mit den Kindern alleine bin.
Arbeit sei Dank.

Ehrlich: Ich bin sehr, sehr froh, dass ich keine faule Couchpotato zum Mann habe, sondern dass er jemand ist, der für seine Familie wirklich viel und hart und gerne (viel zu gerne!) arbeiten geht. Damit wir uns ein Leben leisten können, wie wir es uns vorstellen. Früher oder später.
Aber man kann es auch übertreiben. Und wir würden nicht gleich am Hungertuch nagen, wenn mein Mann abends wenigstens zum Abendessen zu Hause wär. Damit meine ich ein Abendessen, das VOR 20.30 Uhr stattfindet. Die Kinder - in erster Linie die Große, die morgens früh raus muss für den Kindergarten - müssen ja irgendwann im Bett sein. Und wollen im besten Fall vorher wenigstens noch ein ganz klein wenig Papazeit haben.

Am Wochendende wird ebenfalls meist gearbeitet, so dass wir - mit Glück - ein bißchen Samstag und einen Sonntag für die Familie haben. Allerdings ist mein Göttergatte von der vielen Arbeiterei natürlich so müde, dass er tagsüber im Sitzen im Sessel einschläft. Unter der Woche abends (das eine Stündchen, das wir haben könnten) findet quasi sowieso keine Partnerschaft statt, weil er auch da recht zeitnah nach dem Essen wegpennt. 

Man kann sagen, dass ich unzufrieden bin. Sehr unzufrieden und unglücklich.
Fehlendes Miteinander übersteht keine Partnerschaft. Und alleinerziehend wollte ich auch nie sein. Habe ich vor den Schwangerschaften und währenddessen deutlich kommuniziert und bin es nun doch.

Aber wie gesagt: Ich bin kein Reh. Ich haue auf den Tisch. Kampflos nehme ich das alles hier so nicht hin. Ich bin nicht bereit, diese Familie aufzugeben, und ich hoffe stark, mein Mann sieht das ähnlich und fängt endlich an, sich zu bemühen.
Nicht nur zu reden (das kann er nämlich gut), sondern es auch tatsächlich umzusetzen!

Wie gelegen kam uns daher nun der Urlaub, den er nehmen musste. Immerhin eine Woche Zeit. Eine ganze Woche, in der man mal etwas unternehmen konnte mit den Kindern. Nichts Wildes, aber wir sind ja schon mit Kleinigkeiten zufrieden.
Der helle Wahnsinn!

Und so verbrachten wir einen Tag im Zoo. Der erste Zoobesuch überhaupt für den Muppes.



Der kleine Mann hatte Spaß.




Und auch die Große genoss die Papa-Zeit sehr.




Irgendwann hat's den Muppi einfach umgehauen. Mit dabei natürlich wie immer weltbeste Wickeltasche von Pink Lining, in die so, so viel hineinpasst. Und noch mehr!


Und dann haben wir noch einen Tag in unserem Lieblingstiergarten verbracht. 
Lieblings- deshalb, weil man dort viele Tiere füttern kann, er schön klein und übersichtlich ist (perfekt für spontane Nachmittagsbesuche, wenn man mal eben etwas Zeit totschlagen möchte) und über zwei schöne Spielplätze (einer drinnen, einer davor) verfügt.

Besonders angetan hat es Johanna die Meerschweinchen-Wiese.




Hier verbringen wir immer viel Zeit mit Anschauen, Füttern und Streicheln.


Aber auch die diversen Rehe und Ziegen kommen immer auf ihre Kosten.




Fütterungszeit.


Der Muppes hatte ebenfalls sichtlich Spaß. 
Schon der zweite tierische Tag in seinem Leben, so kurz hintereinander.



Spaß-Muppi.


Und dann war da noch die Sache mit dem Hahn...



O-Ton Johanna: Kommen da die Eier raus?


Selbstverständlich haben wir auch noch den ein oder anderen Abstecher zu unseren niederländischen Nachbarn gemacht. Kaffee shoppen und so.

Und ansonsten einfach mal ganz viel Zeit miteinander als Familie verbracht. 
Diese Zeit ist so wichtig. Ich will mehr davon. 
Natürlich muss die Kasse stimmen. Ohne Moos nix los. 
Aber es muss Zeit für was anderes bleiben. Für uns. Für die Kinder, die ihren Papa brauchen. Öfter, als nur ein halbes Stündchen am Abend (wenn überhaupt) und sonntags.
Und auch für mich. Ich bin auch noch da. Ich bin nicht nur das Weib, das den Haushalt und die Kinder versorgt.
Manch einer würde vielleicht sagen: "Sei doch froh. Kannst machen, was du willst. Keiner guckt dir auf die Finger. Niemand da, für den das Essen auf dem Tisch stehen muss oder der fragt, wo du nun schon wieder hinfährst."
Und, und, und...

Aber nein. Ich bin nicht froh. 
Ich habe nicht geheiratet und eine Familie gegründet, um damit alleine zu sein.
Punkt.

Dienstag, 29. April 2014

Mutti im Shoppingwahn

Wenn sie einmal losgelassen...

Kinder wachsen. Das haben sie so an sich.
Kleine Kinder wachsen schneller.
Ganz, ganz kleine Kinder wachsen schneller, als du gucken kannst.
Das haben sie so an sich.

Pünktlich zum Saisonwechsel (da muss ich meinen Kindern an dieser Stelle echt mal ein Lob aussprechen - super Timing!) sind sowohl die Madame als auch der Muppes über Nacht ihrer Kleidergröße entwachsen. Die Madame hat in allen Hosen, Leggings, Strumpfhosen - kurz: Beinkleidern - Hochwasser, und die meisten ihrer Oberteile sehen aus, als habe ich sie - die Madame - reingeschossen.

Und der Muppi, der wächst wie Unkraut. 74/80 haben wir nun schlagartig erreicht.

Welch glücklicher Umstand, dass wir uns an einem nicht allzu weit entfernt gelegenen Mexx-Outlet erfreuen dürfen. Ich mag die Klamotte von Mexx. Vor allem die Kinderklamotte. 

Und so fuhr ich dieser Tage morgens mit meiner Mama (weltbeste Shoppingberaterin) und dem Muppi im Schlepp zu eben jenem Outlet und ließ das ein oder andere Teil ins Einkaufstäschchen wandern.
Um einige Teile reicher saßen wir schließlich nachmittags bei Kaffee und Kuchen bei meiner Mutter, und ich bin mir nicht sicher, ob mein Göttergatte sich darüber klar war, was er damit auslösen würde, jedenfalls erreichte mein Handy eine Nachricht mit folgendem Wortlaut: "Traritrara, der Bescheid ist da."
(Anm. d. Red.: Gemeint ist der Steuerbescheid.)

Naaaa... wenn das so ist, dann können wir ja eigentlich noch mal los, oder?

Gesagt, getan.

Und somit saßen wir abends um noch einige weitere Teile reicher zu Hause und erfreuten uns an unserer Beute. Vor allem ich.




Muppes: Endlich mal wieder ne Hose, die lang genug ist. Und nette, extrem reduzierte Langarm-Oberteile. Kann man ja immer brauchen.




Muppes: Buchs und T-Shirts. Soll ja irgendwann mal richtig warm werden, habe ich mir sagen lassen.




Muppes: Coole Sweatjacke und Lätzchen, die viel zu schade sind, um Bekanntschaft mit Karotte und Co. zu machen. Haben sie aber natürlich trotzdem schon.




Madame: Kleider- und Blusenmädchen. Mit Sonnenhut natürlich.




Beide: Noch ne coole bequeme Buchs für den Muppes und zwei Capri-Leggings für die Madame. In Hoffnung auf den Sommer.




Und zu guter Letzt die Madame im "outfit of that day", wann auch immer der war, ich weiß es nicht mehr. Niedliches oben-Jeans-unten-was-anderes-Kleidchen mit passender Leggings drunter und Jeansjacke drüber. Ist ja doch noch frisch dieser Tage.


Da hat sich die Mutti richtig ausgetobt.
Natürlich wie immer für die Kinder. 
Für mich selber shoppe ich sehr, sehr selten mittlerweile. Obwohl es mal wieder dringend nötig wäre. Für Kleiderschrank und Seele.

Mal schauen...

Samstag, 26. April 2014

[Rezension] Das Los


Titel: Das Los

Autor: Tibor Rode

Verlag: Lübbe

Seiten: 636

Erscheinungsform: Hardcover, E-Book

Erscheinungsdatum: März 2014

ISBN: 978-3-431-03893-4

Preis: 19,99 EUR (Hardcover), 15,99 EUR (E-Book)





Das kann man auf der Verlagsseite (nämlich genau hier) über den Inhalt lesen:

Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen? Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert - die Erfüllung all ihrer Träume. Alle vier lassen sich auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord, und die Teilnehmer erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist...


Und das sage ich:

Das Cover sprach mich sofort an, und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt ganz lesen wollte. 
Mit über 600 Seiten kommt es recht üppig daher und bedurfte daher so mancher ausgedehnteren Sitzung auf der Toilette (und natürlich auch anderswo), bevor ich es endlich bewältigt hatte, doch ich wurde wahrlich nicht enttäuscht.

Die fünf Handlungsstränge - die der vier Charaktere in der jetzigen Zeit und die Geschichte um die Entstehung der Lotterie im 18. Jahrhundert - sind derart bunt, lebendig, plastisch beschrieben, dass es für mich nie ein Problem war, mich in den aktuellen Charakter einzufinden, da augenblicklich das Kopfkino eingeschaltet wurde.

Ob nun der Knacki Henri, der in Santa Fu in Hamburg einsitzt, die professionelle Poker-Spielerin Trisha, die schon ihre Eltern belügen musste, um an Geld zu kommen, der skrupellose und betrügerische Finanzmakler Carter, der das Geld seiner Klienten verspekuliert oder der Inder Pradeep, der sein gesamtes Vermögen in der Wohnungslotterie eingesetzt hat, und auch die Geschichte im 18. Jahrhundert rund um di Calzabigi, der die Lotterie erfand und entwickelte - nach jedem Sprung ist man sofort drin im Geschehen, hat keine Schwierigkeiten, den Anschluss zu finden, weil das Ganze schön flüssig, stimmig und vor allem lebendig geschrieben ist.
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so mitgenommen hat, dass ich mich wie in einem Film gefühlt habe.

Ich würde dieses Werk allerdings nicht unbedingt als "Thriller" bezeichnen. 
Wenn man sich an dieser Titulierung hochzieht könnte man enttäuscht werden. 
Das Buch braucht eine Weile, bis es in Fahrt kommt, und vor allem die Passagen, die in der Vergangenheit angelegt sind und die Entstehung der Lotterie behandeln sind manchmal etwas langatmig. 
Doch es lohnt sich, weiterzulesen. 
Vor allem in der zweiten Hälfte nimmt das Werk an Fahrt auf und die Auflösung weiß auch zu befriedigen.
Insgesamt ein tolles Buch mit einer stimmigen Handlung, somit absolute Leseempfehlung!

Das Buch findet ihr hier.

Vielen Dank an Blogg dein Buch!

Mittwoch, 16. April 2014

Mit ganz vielen Wischs ist alles wieder weg!

Eigentlich wollte ich nur einen Kuchen backen.

Ha! Die perfekte Gelegenheit, dachte ich.
Die perfekte Gelegenheit, diesen neuen Küchenrollenhalter, den wir im Rahmen eines trnd-Projektes testen dürfen, in Aktion zu erleben. 




Zewa Wisch&Weg Easypull: Der mobile Papierspender ermöglicht das Abreißen von Papier mit einer Hand.

So wird es versprochen.

Noch viel besser: Dank Haft-Pad an der Unterseite hat der Spender nicht nur perfekten Halt auf den meisten glatten Oberflächen, man kann ihn auch kopfüber, zum Beispiel an der Unterseite eines Hängeschrankes, anbringen.

So wird es versprochen.

Da wir in unserer Küche relativ wenig Stellfläche haben bzw. der freie Raum bereits von diversen Gerätschaften belagert wird, freute ich mich über dieses Gimmick besonders.

Dort sollte er hin:




Ich hatte die Fläche ordnungsgemäß gereinigt (angeblich lagert sich in der Küche ja doch hier und da Fett ab), und ich hatte auch den Easypull fachgerecht angebracht.

Allerdings war der schneller wieder unten, als ich die Kamera zücken konnte.




Da standen ursprünglich zwei Weinflaschen.

Natürlich hätte ich die Fläche freiräumen können, bevor ich diesen wagemutigen Test ausführe, aber Fehler Nummer Eins des Otto-Normal-Konsumenten: Die blumigen Werbe- und Marketingversprechen werden blind für bare Münze genommen. 
Außerdem wäre das ja langweilig gewesen.




Somit konnte ich mich nicht nur davon überzeugen, dass das Haft-Pad nicht ganz so gut hält wie versprochen, sondern ich konnte auch noch überprüfen, wie saugfähig diese neuen Küchentücher der Kompakt-Rolle von Zewa wirklich sind.
Die sind nämlich laut blumigem Werbe- und Marketingversprechen reißfester als die Tücher der herkömmlichen Wisch&Weg-Rolle und sehr saugstark. 

Für einen Liter lieblichen Rotwein benötigt man etwa eine halbe Rolle.

Da diese Kompakt-Rolle etwa viermal so lang ist wie die herkömmliche Zewa Wisch&Weg Küchenrolle, erscheint mir das gar nicht so wahnsinnig wenig.
Allerdings ist die Menge von einem Liter Flüssigkeit auch nicht zu unterschätzen.
Ob das insgesamt jetzt gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen.
Ich hätte nun die zweite Weinflasche auch noch hinschmeißen und mit herkömmlichen Zewa-Küchentüchern aufwischen können - zum Vergleich. 
Als konsequenter Produkttester wäre man vermutlich sogar verpflichtet gewesen, das zu tun, ich allerdings trinke den (verbliebenen) Wein lieber abends vor dem Fernseher.

Positiv zu bemerken: 
Dem Papierspender machten die diversen Stürze (ich habe das Überkopf-Pappen natürlich mehrfach versucht an unterschiedlichen Stellen mit Säuberung zwischendurch und ohne) überhaupt gar nichts aus. Sehr robust also, das Teil.

Die Küchentücher sind wirklich sehr reißfest, deutlich reißfester als gewohnt, und fühlen sich sehr angenehm an. Allerdings sind sie etwas kleiner als herkömmliche Küchentücher.
Wenn man den Dreh einmal raus hat ist das einhändige Abreißen tatsächlich überhaupt kein Problem, und aufrecht stehend hält der Spender auf Arbeits- oder Tischplatte bombenfest.
In der Hinsicht konnte er also voll und ganz überzeugen.

Ob der Easypull den Preis von 10,99 € (UVP inkl. Kompakt-Rolle) wert ist, muss man sich überlegen. Auch das Nachfüllen ist nicht ganz so günstig, denn eine Kompakt-Rolle im Nachfüllpack kostet 2,49 € (UVP).

Den Kuchen habe ich übrigens nicht mehr gebacken.
Nachdem ich etwa eine Stunde damit beschäftigt war, die Küche zu putzen, schloss sich schlagartig das Zeitfenster wieder, das mir der schlafende Muppi beschert hatte. 
Sehr lautstark und sehr hungrig schloss es sich wieder.

Einen neuen Kuchenbackversuch werde ich voraussichtlich morgen starten. 
Mit einer ganz tollen Backform, aber ohne über Kopf angepappten Papierspender!

Freitag, 4. April 2014

Der Muppi und die Beikost

Jonas ist nun 5 1/2 Monate (plus-minus) alt, daher hatten wir vor wenigen Wochen mal langsam die Sache mit den ersten Möhrchen getestet.

Nach anfänglichen, minimalen Startschwierigkeiten...



Was wollt ihr mir denn da andrehen?


... war der kleine Mann zunehmend begeistert, es schmeckte ihm wirklich gut, und er hat langsam aber stetig seine Dosis erhöht.



Zufrieden.


Leider hat er von dem Zeug unsägliche Puperei bekommen!
Kürbis war noch schlimmer als Möhrchen, der hat noch beim Füttern zu Blähungen mit fiesen Bauchschmerzen geführt. Bei den Möhrchen kam es wenigstens ordentlich zeitverzögert.

Somit haben wir nach wenigen Tagen entschieden, die ganze Sache noch eine Weile ruhen zu lassen.

Fiese, signalfarbene Möhrchenflecken hatten wir natürlich trotzdem zu Hauf in der Klamotte, da traf es sich dann ganz gut, dass wir dank der Probierpioniere die Möglichkeit bekommen hatten, das neue, speziell für Babyflecken entwickelte Vorwaschspray von Frosch zu testen.




Vor der Wäsche einfach auf den Fleck aufsprühen, ca. 10 Minuten einwirken lassen und wie gewohnt, unter Zugabe von Waschmittel, in der Waschmaschine waschen. 
So einfach ist es laut Aufdruck des Herstellers auf der Flasche.

Viel falsch machen kann man ja nicht, daher schließe ich Anwendungsfehler einfach mal aus. Auf der Homepage des Herstellers wird sogar darauf hingewiesen, dass auch bereits eingetrocknete Flecken behandelt werden können, ich kann mich also auch nicht zu spät um die Möhrchen in den Klamotten gekümmert haben. Natürlich habe ich das Spray sowieso sowohl an frischen als auch an getrockneten Flecken getestet. Das Ergebnis war leider dasselbe: Das Vorwaschspray hat im Angesicht der orangenen Flecke kalte Füße bekommen und seinen Dienst versagt.



Beispiel für Überreste nach dem Waschen.


Kacka-Flecken in den Bodies vom Muppi, Schokoflecken auf Johannas Oberteilen (oder auch Hosen... Unterwäsche... irgendwie landen die ja überall!), sonstige Baby- und Kinderflecken aller Art: Kein Problem. Allerdings habe ich die auch vorher schon ohne das Vorwaschspray herausbekommen. 
Speziell wegen der nun spannenden Beikostzeit hatte ich mich über diesen Test gefreut, aber da ist dieses Mittel leider nicht wirklich hilfreich.

Somit werden wir demnächst einen neuen Versuch mit Frühkarotte oder Kürbis oder was auch immer starten und weiterhin die Flecken in der Kleidung hinnehmen müssen.
Tatsächlich war ich zu Hause schnell dazu übergegangen, den Muppes nur im Billig-Body vom Discounter mit dem ungewohnten Essen zu konfrontieren, da ärgert man sich dann nicht, wenn die Flecken nicht mehr rausgehen. Nun kommt ja mit riesigen Schritten der Sommer, da ist das auch temperaturtechnisch kein Problem.
Oder dann nackt...? Nur in der Windel...? 
Kind nach dem Essen in die Badewanne, fertig.
Man wird sehen...