Mittwoch, 19. März 2014

Von kleinen Kindern und fehlendem Verständnis

An manchen Tagen könnte ich mein Kind - die Madame - wirklich an die Wand klatschen.
Ob nun ein Aufschrei durch die Reihen geht? 
Mal ehrlich - so ziemlich jedes Elternteil könnte doch eines oder mehrere seiner Kinder irgendwann mal an die Wand klatschen. 
Man macht es ja nicht.
Aber man würde gerne!

Johanna ist auf einem Kindergeburtstag eingeladen. "Ohne Mutters!"
Eigentlich alles kein Problem, eingeladen sind nur ihre Freundinnen, die übliche Kindergartenmädels-Clique unter sich, die gastgebende Mama kennt Johanna zu Genüge, war erst letzte Woche alleine ("ohne Mutter(s)"!) mit bei dem Mädel zu Hause, und Geburtstagsfeiern sind eh immer schön.

Denkste!
Die Mutti schleppt sich mit Muppes und Co. (der wird übrigens nicht leichter, je älter er wird!), Johanna freudig schreiend vorweg, die Treppe hinauf in den zweiten (oder dritten?) Stock. Angekommen. Als eine der ersten.
Also alles noch recht entspannt und ruhig.
Trotzdem dauert es nicht lange, bis Johanna an meinem Rock- oder vielmehr Jackenzipfel hängt.
Aus dem eben noch freudig aufgeregten kleinen Mädchen wird zusehends ein immer größer werdendes Häufchen Elend.
Bald steht sie Rotz und Wasser heulend vor mir, klammert sich derart an mein Bein, als wolle sie am liebsten hineinkriechen und mehr als ein triefendes Schluchzen nach Plüschkater Tom ist nicht aus ihr heraus zu bekommen.
Und um das zu verstehen, muss man schon ganz genau hinhören.
Denn wie immer in solchen Situationen nuschelt sie sich zwischen Heulen und Schluchzen einen zurecht, hat den Kopf unglaublich schief gelegt, vermeidet jeglichen Augenkontakt (es sei denn, der Fußboden hat klammheimlich Augen bekommen) und würde am liebsten sowieso überhaupt nicht mehr kommunizieren.

Mir hingegen schwillt der Kamm (wäre ich ein Hahn).
Nachdem wir im Januar schon einmal ein identisches Geburtstagsdrama hatten, verabredeten wir heute vorab: "Kein Theater. Ich bringe dich zur M., und ich komme dich nachher auch wieder abholen. Ganz ohne Theater."
Ihre Antwort: "Versprochen, und wird auch nicht gebrochen."

Ja. Verarscht!
Ich diskutiere eine ganze Weile mit der heulenden Madame rum (soweit das mit einer heulenden Madame überhaupt möglich ist), währenddessen wird nun auch der Muppi recht unleidlich. Verständlicherweise hat er überhaupt keinen Bock, in dem mittlerweile doch erheblich angeschwollenen Lärmpegel in die Babyschale gezwängt herumzuliegen und durch die Gegend zu stieren.
Links heult Jonas, rechts hängt Johanna heulend an meiner Jacke, und in der Mitte stehe ich, die dieses Geklammer der Madame in dem Moment so überhaupt gar nicht ertragen kann.
Nachdem ich es bereits mehrfach angedroht hatte mache ich nun kurzen Prozess, bedeute der Madame, sich ihre Schuhe anzuziehen, entschuldige mich bei Gastgeberin und Geburtstagskind und kratze mit zwei heulenden Kindern im Schlepp die Kurve.
Kurz vorm Explodieren!

Ehrlich, in solch einem Moment muss ich mich ganz, ganz, ganz doll am Riemen reißen, um nicht völlig auszurasten.
Ich hasse dieses Theater der Madame. Dieses völlig unnötige Theater!
Für so einen Scheiss zwänge ich Jonas' Essenszeiten in einen straffen Zeitplan, die Madame und ihre Esserei wird dazugequetscht, ich selber drücke mich auch noch in den Zeitplan, versuche, alles irgendwie gebacken zu bekommen, um pünktlich auf dem Geburtstag zu erscheinen, schleppe mich mit Kind und Kegel ab... und wofür? Um nach zwanzig Minuten mit zwei jaulenden Kindern und einem riesigen, dampfenden, kurz vor der Explosion stehenden Kessel zwischen den Schultern (kurz: Kopf) wieder abzufahren.

Die Madame bekommt eine standesgemäße Ansprache, die bei einer Vierjährigen genauso fruchten wird, wie die Erklärung der Relativitätstheorie bei einer Kuh, aber ich habe mir wenigstens Luft gemacht. Geburtstage gestrichen, so ein Theater mache ich nicht mit, dann will irgendwann gar keiner mehr mit dir spielen und so weiter und so fort. Unheimlich produktiv, wirklich.

Denn seien wir mal ehrlich: 
Natürlich weiß ich, was dort passiert ist. 
Natürlich weiß ich, warum sich Johanna so verhalten hat. Genau so und nicht anders.
Bekannt oder nicht, es waren viele Leute, es war laut, und sie wurde "einfach dort abgestellt", ohne die Situation selber unter Kontrolle zu haben. Dass man genau so etwas nicht mit ihr machen kann, haben wir in den vergangenen Jahren ja nun zu Genüge erfahren.

Doch nach den fulminanten Fortschritten der letzten Wochen und Monate vergesse ich zu gerne ab und zu, dass Johanna eben doch noch dieses manchmal etwas spezielle kleine Mädchen ist, das nicht mit jeder Situation so souverän und selbstverständlich umgehen kann wie andere kleine Mädchen oder Jungs.
Und es fällt mir schwer, in der akuten Szene dann das erforderliche Verständnis aufzubringen. 
Abgesehen davon, dass heute Verständnis herzlich wenig bewirkt hätte. Geheult hätte sie trotzdem, und nach Hause gefahren wären wir so oder so. Das ließ sich unter den gegebenen Umständen so gut wie gar nicht abwenden.
Was hätte ich tun sollen?
Kindergeburtstage laufen so. Die Kinder gehen feiern, und die Mütter spielen lediglich Taxi. Ich möchte, kann und muss mich nicht daneben setzen und Händchen halten. Aber genau das hätte Johanna nun gerne gehabt. 

Erschwerend hinzugekommen ist, dass ich heute morgen den verständnisvollen Teil von mir im Bett vergessen habe. Wenn der Muppes auf einmal nachts wieder im Drei-Stunden-Takt ankommt, dann vergesse ich morgens auch schon mal mehr als nur einen Teil von mir im Bett. Ehrlich, Leute - Muppes! - ich bin zu alt für diesen Scheiss. Ich brauche meinen Schlaf! 

Das sind dann die Tage, an denen ich mich unglaublich ärgere, dass gerade ich dieses Mädchen habe, das nicht einfach jauchzend zu ihren Freundinnen rennt und alles andere um sich herum übers Spiel vergisst, sondern das verunsichert und verängstigt ist und mit der Situation so gar nicht umgehen kann.

Tage, an denen mir schlicht das Verständnis fehlt. 
Oder sich erst viel später einstellt.

Kommentare:

  1. Hallo Rebecca, lass dich mal schnell virtuell drücken!
    Verständnis hin oder her, aber auch hier ist Konsequenz der einzige Weg. Du hast ja schon selbst erkannt das die Diskutiererei nichts bringt, dafür ist Johanna noch zu klein und du ziehst dabei sowieso den kürzeren. Außerdem kommt Johanna jetzt so langsam in das Alter wo sie testet wie weit sie gehen kann, da wird manchmal kaum erkennbar sein ob es bewußt passiert oder auf ihre Gesamtsituation zurück zu führen ist. Ich wünsche dir starke Nerven für beide Kinder!
    LG Regina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Regina,
      danke für den Drücker. Ist mal nötig. ;o)
      Eigentlich habe ich die nötigen Nerven, musste ich mir im Laufe der Jahre zulegen, aber an manchen Tagen... wie oben geschrieben steht. Im Bett vergessen, zusammen mit dem Verständnis.
      Und Trotzphase und Grenzen austesten mag ich gar nicht. Muss aber sein, ja.
      Behalten wir die Nerven und lassen uns, wenn es doch mal wieder nicht klappt, von netten Kommentaren wie deinem wieder aufbauen. :)

      Gruß,
      Rebecca

      Löschen
  2. Das nächste Mal kann es schon wieder ganz anders laufen. Vielleicht hättet Ihr ausmachen können, dass Du ein wenig dabei bleibst im Hintergrund und dann später gehst. Mit 4 sind sie halt doch noch klein. Meist ist nach dem Kuchenessen dann tolles Programm geboten und die Mama SOLL dann aber auch verschwinden. ;-)

    Liebe Grüße
    Nele E.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nele,
      vielleicht hätten wir es so machen sollen oder können, ja. Allerdings spielt Johanna nun schon seit einer ganzen Weile solche und ähnliche Spielchen mit uns, und irgendwann ist auch der längste Geduldsfaden zu Ende. Außerdem lasse ich mich ungerne von einer Vierjährigen dirigieren und/oder kontrollieren. Irgendwann isses auch mal gut. ;o)
      Wir werden sehen, was weiterhin auf uns zukommt.
      Gruß,
      Rebecca

      Löschen
  3. Wie gut ich Dich verstehe! Habe auch einen Vierjährigen zu Hause, der im Moment nichts lieber macht, als Grenzen austesten und Mama auf die Palme bringen... am liebsten morgens zwischen Aufstehen und zum Kindergarten/zur Arbeit fahren, so dass man das erste Mal "auf 180 sein" schon hinter sich hat, während andere noch gemütlich Kaffee trinken und sich den Schlaf aus den Augen reiben.

    Schön, dass Du so ehrlich darüber schreibst - es ist eben nicht immer alles rosarot. Und ja, auch wir Mütter dürfen schlechte Tage haben, schade nur, dass wir uns nicht einfach zum im Bett vergessenen "liebe- und verständnisvollen Teil" von uns kuscheln und den Tag verschlafen können. Statt dessen heißt es oft genug "Augen zu und durch"... und seien wir ehrlich, so abgedroschen wie es klingt: auch an diesen Tagen kommt immer wieder der Moment, wo wir unsere Kinder, die wir eben noch an die Wand klatschen wollten (wie gut ich das kenne!), angucken und sie trotz und gerade deswegen für die Wundervollsten Geschöpfe halten! Weil es unsere Kinder sind... und weil wir uns vielleicht auch immer wieder ein Stück selber in ihnen entdecken.

    Ich hoffe, Euer Tag hat ein versöhnliches Ende gefunden und ihr habt morgen einen sonnigen neuen Tag! Liebe Grüße
    Susanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Susanne,
      du hast so recht. Lange böse sein kann man ihnen nicht. Und das ist auch gut so.
      Meine Mutter sagte übrigens die Tage zu mir, dass sie ganz oft mich in Johanna sieht... na prost Mahlzeit, da steht mir ja noch was bevor! *lach*
      Liebe Grüße,
      Rebecca

      Löschen
  4. Ach herrje.... wie Nervenaufreibend.
    Lass Dich mal ganz feste drücken ^^
    Da muss man wohl durch, als Mama und auch als Kind. *g*
    Es ist oft so schwer den Mittelweg zwischen Konsequenz und endlos liebevollem Verständnis zu finden, noch dazu unter solch erschwerten Schlafmangelbedingungen! Puh....
    Keine Angst, Du machst das trotzdem gut... so ist das Leben, auch das muss Johanna lernen, es gehört dazu mal ein bisschen zu explodieren, die Nerven zu verlieren und nicht perfekt zu sein.
    Wie traurig wäre das Leben ohne diese so lebhafte Gefühlswelt mit all ihren Ausbrüchen!
    So lange sie Deine Liebe spüren, ist alles gut!
    Darf ich kurz ganz ehrlich sein welche Gedankem mir da oft zuerst durch den Kopf gehen?
    Ich frage so vorsichtig weil ich nicht möchte das Du das nun falsch auffasst... dazu mag ich Dich einfach zu gerne,
    Ich denke mir dann immer: Warum will/bekommt man dann ein zweites Kind, was eine solche Situation ja nicht grade leichte rund unexplosiver macht.*g*
    Ich schreib das deshalb weil ich&mein Liebster in meinem Bekannten-Freundeskreis grade wirklich die Einzigsten sind, die KEIN zweites hinterher bekommen, wie alle immer so schön sagen. Mimi wurde im Dez und alle fragen uns ständig wo das zweite bleibt und ich schäme mich schon beinahe für meine Ehrlichkeit zu sagen: "Nö, das möchten wir nicht. Das wäre uns zu stressig, wir möchten uns auf Mimi konzentrieren und geniessen grade die Freiheiten die wir zurückbekommen mit ihrer ständig wachsenden Selbstäsndigkeit." Die Blicke dabei sprechen jedesmal Bände.
    Aber ich bin eben so ehrlich, denn ich erlebe solche Situatioen wie Du sie beschreibst sooo oft grade bei bekannten/Freunden die ähnliche Geschwistersituationen haben. *g*
    Im Grunde denke ich mir immer: Wahnsinn - wie schafft ihr das bloß im Doppelpack mit Baby UND Kleinkind. Also spricht ja Bewunderung aus mir, weil ich das glaub ich nicht könnte und so ehrlich bin ich eben.
    Ich hoffe ich darf es bei Dir sein, ohen Dich zu kränken. ls
    Dennoch denke ich mir: Selbst ausgesucht, also muss man da durch.
    Du bist so eine liebe Mama, ihr seid so liebevolle Eltern und Eure Kinder haben so ein schönes Umfeld und werden so geliebt.
    Da halten die beiden es auch aus wenn Mama mal ein bisschen ausflippt.
    Keiner hat schließlich endlos Nerven.
    DANKE für Deine Ehrlichkeit.
    Ich liebe Deine Art Situationen zu beschreiben, man kann sich da so reinfühlen.
    GLG, MamaMia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der Art, wie du es formulierst, kränkt es mich kein bißchen, liebe MamaMia. :)

      Weil es nur Momentaufnahmen sind, denen tausend mal mehr wundervolle Momente mit meinen beiden Kindern gegenüberstehen.
      Weil Johanna bei all ihren "Macken", die sie so hat (und die jedes Kind mehr oder weniger ausgeprägt, krankhaft oder einfach dem Charakter geschuldet, hat) das wundervollste Mädchen ist, das je in mein Leben hätte treten können, und weil wir persönlich uns, nun da es mit Johanna ja wesentlich leichter geworden ist, mit nur einem Kind nicht komplett gefühlt haben. Jonas hat uns als Familie komplettiert, und das zum für uns genau richtigen Zeitpunkt.
      Mein Bruder ist sechseinhalb Jahre jünger als ich, und das war mir als Abstand zwischen meinen Kindern zu groß, weil ich in meiner Kindheit eben selber die Erfahrung gemacht habe, wie es mit einem derart deutlich jüngeren Geschwisterkind ist: Nervig! ;o) Das ist aber meine persönliche Meinung, und ich kenne viele, die es ähnlich sehen, aber mindestens genauso viele, denen vier Jahre Abstand zwischen den Kindern zu wenig wären.
      Genauso kenne ich Familien, die nur ein Kind wollen, genauso viele aber, die sich - wie wir - mit einem Einzelkind nicht vollständig fühlen.
      Letztendlich muss das ja jeder für sich entscheiden, und egal, was und wie man es macht, es ist
      eh nie 100%ig perfekt, man kann nur versuchen, an seinen Aufgaben zu wachsen, und dazu gehört, auch mal laut "Scheisse!" zu rufen.
      So wie ich heute. ;o)

      Wollt ihr denn irgendwann später noch ein Geschwisterchen für euer Mädel?

      Gruß,
      Rebecca

      Löschen
    2. Ok... das klingt stimmig für mich wenn Du sagst ihr habt Euch einfach nicht vollständig gefühlt und der kleine Muippes ergänzt Euch nun einfach zu einem großen Ganzen. Wie schön ^^
      Also die nächsten Jahre definitiv nicht, aber irgendwie ist da ein Gefühl es könnte mal einen "Nachzügler" bei uns geben. *g*
      Ich merke das für mich die Familienplanung gefühlsmässig noch nicht ganz abgeschlossen ist obwohl ich momentan einfach kein Baby/Kleinkind aushalten würde. *g*
      Ich selbst habe "nur" einen Bruder der 9Jahre jünger ist.
      Und obwohl da nicht diese besondere "Nähe" zwischen uns ist wie bei gleichaltrigeren, störte dieser Altersunterschied nie. Gut, nervig ist jedes Geschwisterchen mal. *ggg*
      Aber lustig, jetzt erst wird mir bewusst das es eben reine gefühlssache ist ob man sich vollständig fühlt oder nicht. Und dafür nimmt man eben vieles liebend gerne in Kauf, trotz Chaos, Gebrüll und schlaflosen Nächten.
      Wie man es eben bei jedem seiner Kinder tut. ^^
      Das hast Du wundervoll beschrieben.
      Ich empfinde dieses Fremdbestimmt sein manchmal als wirklich wirklich arg für mich, obwohl ich unsere Mimi natürlich auch niiie wieder hergeben würde und sie unser Leben erst vervollständigt.
      Aber fremdbestimmt sein mal zwei - Nöööö.... ginge gar nicht.
      Puh, ich bin so froh das Du nicht über meine Worte gekänkt bist!
      Deswegen: Hut ab, das Du so viel Kraft aufbringst.
      LG, MamaMia

      Löschen
  5. Hallo Rebecca, ob das wirklich nur am "speziellen" Mädchen liegt? Bis vor kurzem hätte ich nicht mal sagen können, ob mein Sohn so einfach irgendwo ohne mich bleibt. Aber da hat die Kita die Wendung gebracht (und Mama lernt loszulassen).
    Aber die Situation hätte ich nicht anders gelöst. Ich würde mich dann auch ärgern bzw. eigentlich traurig sein, dass mein Sohn so ein tolles Event verpasst und irgendwo Außenseiter ist. Die anderen haben am nächsten Tag dann was Schönes in der Kita zu erzählen und das eigene Kind hat es sich selber verbockt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, es liegt sicher nicht nur am Speziellen meiner Tochter (ist sie überhaupt noch speziell?), sondern es ist auch schlicht tagesformabhängig. Der Kindergeburtstag Ende Februar war überhaupt kein Problem. Dort blieb sie alleine, ich war sofort vergessen und konnte gehen. Im Januar hingegen das totale Drama so wie gestern auch. Mal so, mal so. Johanna ist leider auch extrem launisch (keine Ahnung, von wem sie das nur haben könnte), und was sowas angeht, ist immer noch jeder Tag ein Glücksspiel. Es kann klappen, muss aber nicht.
      Du hast Recht, in erster Linie habe ich mich geärgert bzw war traurig, dass sich Johanna selber diesen schönen Nachmittag verbockt, denn für sie war es völlig in Ordnung so, wie es gestern gelaufen ist.
      Mit dem Loslassen hatte ich übrigens noch nie Probleme, habe ich auch jetzt nicht. Im Gegenteil, ich bin ja froh, wenn sie sich einen Nachmittag mit ihren Freundinnen vergnügt, ohne dass ich daneben sitzen muss. :)
      Nun ja, der nächste Geburtstag kommt bestimmt, und dann werden wir sehen, wie es läuft.
      Gruß,
      Rebecca

      Löschen
    2. Ja, das ist oft so arg.. Als Erwachsener sieht man wie schön es doch sein könnte oder wie gut.
      Aber Kinder leben eben einfach nur im Moment und sin von Emotionen völlig ausgefüllt. Sie denken einfach nicht an "Möglichkeiten" oder "was wäre wenn"...
      Für sie gibt es nur den Moment und das momentane Gefühl.
      Das ist oft schwer sie trotzem IHREN Weg gehen zu lassen.
      Auch wenns grader ein weinender, oder bockiger ect. ist. hihi
      GLG, MamaMia

      Löschen
  6. Ich habe heute erst Deinen Blog entdeckt und finde dich herrlich ehrlich. Nur selten beschreibt eine Mama dass sie auch mal negative Gefühle ihrem Kind gegenüber hat.

    AntwortenLöschen
  7. Obwohl das aus meiner Sicht völlig normal ist. Ich hatte eine ähnliche Situation letztes Jahr im Schwimmkurs mit meinem 5 jährigem Jungen. Schwimmbad bekannt und ok, Schwimmlehrerin bekannt und sehr beliebt bei ihm, aber Schwimmkurs Katastrophe (45 min heulen), Versprechungen, Belohnungen, nix half. Ich habe abgebrochen und ehrlichgesagt, was habe ich mich geschämt. Totaler Blödsinn, aber so war es. Heute lächel ich drüber. So ist das Leben😍 bleib wie du bist, ab heute hast du einen Fan mehr. Lg Claudia

    AntwortenLöschen