Montag, 27. Januar 2014

Ein Herz für Blogger

Ich weiß nicht mehr, wie. 
Ich weiß nicht mehr, wann. 
Ich weiß nicht mehr, woher und warum.
Aber ich war auf meiner Reise durchs große, weite Internet beim Bloggerherz gelandet und sofort gefangen und begeistert.
Eine Art Community von Bloggern für Blogger, in der es beinahe nur um eins geht: Das Bloggen.
Perfekt!

Und so setzte ich mich hin und versuchte, einen passenden, einzigartigen Text auf die Beine zu stellen, mit dem ich mich beim Bloggerherz als Autorin bewerben könnte, wurde aber immer wieder von mindestens einem meiner Kinder unterbrochen.
Spielen, Essen, Stinkewindel wechseln, Füttern, noch mehr spielen, schon wieder Stinkewindel (wie viel kann so ein kleiner Mensch in die Buchs drücken?), zwischendurch auch mal selber etwas essen oder die Toilette frequentieren. 
Eigentlich alles wie immer. 
Kaum zwei Minuten am Stück, in denen ich mich einmal ungestört meiner Schreiberei widmen konnte.

Und genau das kann man dort - beim Bloggerherz - nun nachlesen. 
Wie schafft man den Spagat zwischen vollgepupsten Windeln und Spielzwang auf der einen und der eigenen Kreativität, die darauf drängt, in Form von Worten ans Tageslicht zu kommen auf der anderen Seite?
Mein eigener Text, veröffentlicht unter meinem eigenen Namen. 
Kein Pseudonym, keine Abkürzungen.
Ich finde es großartig und bin nun, nachdem ich so freudig in den Kreis der Autoren aufgenommen worden bin, wirklich froh, es gewagt zu haben.

Habt ihr Lust, euch meinen geistigen Erguss zu Gemüte zu führen, dann geht es dorthin: 
Kreativ auf Knopfdruck.

Freitag, 24. Januar 2014

Trotz Kopf...

... oder wider besseren Wissens.

Wider besseren Wissens deshalb, weil Johanna eigentlich ziemlich genau weiß, dass sie mit bestimmtem Verhalten bei mir nicht durchkommt.
Aber von vorne.

Gut gelaunt machen Jonas und ich uns nachmittags kurz vor zwei auf den Weg zum Kindergarten, um die große Madame abzuholen.
Manchmal erinnert es an eines dieser schillernden Werbeversprechen: Man erwartet etwas ganz Tolles, bekommt aber im besseren Fall etwas gar nicht ganz so Tolles oder im schlimmsten aller Fälle etwas, was man gar nicht bestellt hat.
Diese Johanna habe ich definitiv nicht bestellt!

Zunächst werden wir von einer fröhlichen Madame empfangen, die freudig und überschwänglich ihren kleinen Bruder begrüßt.
Als es jedoch daran geht, Schuhe und Jacke anzuziehen, muss ich unbemerkt an einen gut versteckten Schalter irgendwo am Körper der Madame gekommen sein, denn schlagartig kippt die Laune. Das gerade noch lachende Kind legt den Kopf so schief, dass er das Ohr einklemmend auf der Schulter ruht (macht Johanna immer, wenn sie schlechte Laune hat oder irgendetwas nicht will) und zieht eine Flunsch wie sieben Tage Regenwetter. 
Ach! Was rede ich... sieben  M o n a t e  Regenwetter.
Gleichzeitig geht die Sirene an.
Jaulendes Klagegejammer, durch das irgendwelche Worte genuschelt werden, die ich beim besten Willen nicht verstehen kann (macht sie auch immer, wenn sie schlechte Laune hat oder irgendetwas nicht will).
Dem mütterlichen Instinkt folgend schließe ich daraus, dass es irgendetwas mit dem Anziehen der Schuhe und/oder der Jacke zu tun haben muss. Das verweigert Johanna nämlich während des Theaters konsequent.
Meine zu diesem Zeitpunkt noch relativ freundlich vorgebrachte Drohung, dass die Madame dann leider barfuß und im Pulli zum Auto laufen muss, wird prompt mit wütendem Gestampfe begleitet von kreischendem Geschrei quittiert.

Ich versuche ein paar Mal, Johanna dazu zu bewegen, sich nun endlich anzuziehen.
Mit Bitten, mit recht deutlichen Aufforderungen, mit Überredungsversuchen nach dem Motto "wenn du das machst, dann darfst du auch..." und mit der Androhung, sie dann leider im Kindergarten stehen lassen zu müssen, wenn sie sich partout weigert, sich anzuziehen, anziehen zu lassen oder wenigstens unangezogen mitzukommen.
Egal was, ich ernte nur Geheule, unzählige gejaulte "Neins", Geschrei, wütendes Stampfen und einen schiefen Kopf mit der dazugehörigen Fluppe. Bewege ich mich tatsächlich einige Schritte von ihr weg, schreit sie auf und hängt sich an mein Bein oder meine Jacke.
Der Muppes unterdessen wird langsam unruhig, da sich der Hunger meldet.

Man stelle sich diesen Zeter und Mordio schreienden laufenden Meter Mädchen vor, der quängelnde Muppes in der Babyschale dazu, und die dicke Mutti, der langsam der Rauch aus den Ohren pfeift. 
Ein Bild für die Götter, schätze ich. 
Jedenfalls scheint so mancher recht amüsiert.
Vielleicht ist es nur die Erleichterung, dass auch andere solche Probleme mit dem Nachwuchs haben. Oder doch Schadenfreude?

Was soll man nun tun?
Die Madame verweigert konsequent jegliche Kooperation, die Kommunikation wurde bis auf Schreien und "Nein!" - gerne auch kombiniert - eingestellt, und die Mutti steht ratlos davor und kratzt sich am Kopf.

Aus einigen Muttertiergesichtern - sie sind definitiv in der Minderheit, aber sie sind da! - springt mich pure Verständnislosigkeit an.
Das sind wahrscheinlich die Mütter, die nun mit ihrem derart trotzenden Kind in den Dialog treten und die Angelegenheit ruhig und gediegen bei einer Tasse Tee und einem Keks ausdiskutieren würden.
Oder es sind die Mütter, deren Kinder  n i e m a l s  i m  g a n z e n  L e b e n  ein Widerwort geben geschweige denn derart die Luzie machen würden.

Wie auch immer, ich war noch nie gut darin, so etwas auszudiskutieren, schon gar nicht ruhig, bin nicht der diplomatischste Mensch unter der Sonne, und zum Diskutieren bleibt sowieso noch genug Zeit, wenn Johanna an der Pubertät kratzt, somit reagiere ich zunächst leicht angesäuert. Dieser Zustand ändert sich mit fortschreitender Zeit, unruhiger werdendem Muppes und weiter kreischender und trampelnder Johanna bis ich kurz davor bin, zu platzen.

Natürlich beherrsche ich mich, doch darf Johanna ruhig deutlich spüren, dass ich mit derartigem Verhalten ganz und gar nicht einverstanden bin. Und das bespreche ich mit ihr nicht bei Tee und Keksen, sondern ich finde deutliche Worte.

Es funktioniert zumindest soweit, dass irgendwie Schuhe und Jacke am Kindskörper gelandet sind und wir den Weg zum Auto antreten können. Heulend, schreiend, stampfend. Aber es geht vorwärts. Am Tor dann kurz ein letztes Aufbäumen derart, dass sich die Madame wie die Ertrinkende an ein Stück Holz am Zaun festklammert, den Widerstand gibt sie aber zum Glück relativ schnell wieder auf.

Noch habe ich den dickeren Kopf und die besseren Argumente - rede ich mir jedenfalls ein.
Die Madame hingegen stört überhaupt nicht, dass das nachmittägliche Tanzen aufgrund ihres vorgezogenen Furientänzchens ausfällt. Vielmehr schneide ich mir damit natürlich ins eigene Fleisch, muss ich nun doch zwei Kinder zu Hause bespaßen und nicht nur eins.

An der richtigen Taktik gilt es definitiv noch zu feilen, ich schätze aber, es wird dafür auch noch mehr als genug Gelegenheiten geben. Schließlich ist sie erst vier, und wir haben noch ganz viele gemeinsame Jahre vor uns. Ich freue mich!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Ich habe Geburtstag...

... und ihr sollt auch etwas davon haben!

Daher gibt es spontan ein kleines Give-away für euch, vor allem für die Beauty-People:




Ich werde nicht alles im Einzelnen aufzählen, das Meiste ist zu erkennen, und ansonsten dürft ihr euch überraschen lassen.
Jedenfalls kommt alles, was auf dem Foto zu sehen ist, zum Gewinner nach Hause, und selbstverständlich ist jedes Produkt neu und unbenutzt!

Die Kiste ist bereits gepackt und wartet nur darauf, versendet zu werden.




Möchtet ihr diese prall gefüllte Box gewinnen, dann sendet mir einfach eine Mail mit dem Betreff "Geburtstagskiste" an lebens-nah@gmx.de.

Ihr solltet regelmäßiger Leser dieses Blogs sein (via GFC, G+, BlogConnect oder Bloglovin).

Auch über ein Like unserer Facebookseite würde ich mich sehr freuen.

Über 18 solltet ihr sein (ansonsten wird die Einverständniserklärung der Eltern benötigt) und euren Wohnsitz in Deutschland haben.

Das Gewinnspiel endet mit Ablauf des 31.1.2014, und die Madame wird im Anschluss wie immer den glücklichen Gewinner ziehen.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr das Gewinnspiel auf Facebook teilt oder auf eurem Blog (sofern vorhanden) darüber berichtet! Dies dürft ihr hier dann gerne per Kommentar bekanntgeben und dafür dann ein weiteres Mal in den Lostopf hüpfen (oder auch zwei weitere Male, falls ihr beides erfüllt).

Und nun viel Glück!

Mittwoch, 22. Januar 2014

3 Monate oder 13 Wochen und 1 Tag...

... so alt ist Jonas nun.

Somit stand heute das Rundum-Sorglos-Paket an: U4, Rotaviren-Impfung, Sechsfach-Impfung.
Armer Muppes.

Insgesamt ist der Doc zufrieden mit seiner Entwicklung, lediglich an ein paar Stellschrauben fürs Fein-Tuning muss gedreht werden.

63cm lang.
5845g schwer. Oder eher leicht.

Lang und dünn ist der kleine Mann.
Gott sei Dank (oder wem auch immer ich dafür danken muss) hat nach Johanna nun scheinbar auch der kleine Muppes Figur und Stoffwechsel meines Spargelmannes geerbt.

Da Jonas ein ziemlicher Spucki ist - ehrlich, der Spaß hört auf, wenn man ihn das achte Mal des Tages dann doch nicht mehr umziehen kann, weil akuter Bekleidungs-Notstand ausgebrochen ist - sind wir auf Anraten des Docs auf AR-Nahrung umgestiegen. 
Vielmehr: Ich habe das reine Andickungsmittel gekauft, damit ich unser Milchpulver nun nicht in die Tonne schmeißen muss. Keine Ahnung, ob es das damals bei Johanna auch schon gegeben hat, bei ihr musste ich nach so etwas nicht Ausschau halten, aber als ich heute vor dem riesigen Regal mit Babynahrung stand war ich freudig überrascht, das Andickungsmittel pur dort stehen zu sehen.

Außerdem schaut der kleine Mann lieber nach links als nach rechts. Inzwischen sieht man es am Hinterkopf, somit dürfen wir uns ein paar Sitzungen Physiotherapie für die Motorik zu Gemüte führen.
Mit Johannas Gedöns sind wir durch, nun fangen wir mit dem Muppes an. Herrlich.
Aber angeblich ist diese Sache recht zügig behoben.
Lassen wir uns mal überraschen.

Ansonsten alles prima. 
Aufgeweckter, brabbelnder, laut lachender Muppi (sogar beim und mit dem Arzt - bis die fiesen Spritzen kamen), der während der Untersuchung gleich ausgiebig sein Revier markiert hat: Spucki und Pieselmann haben zugeschlagen. Nahezu gleichzeitig. Und trotzdem habe ich es geschafft, an allen Fronten gleichermaßen zu kämpfen. Ein Hoch auf Babydecken, Spuck- und Feuchttücher.



Montag, 20. Januar 2014

Vom Älterwerden

Am Donnerstag werde ich 34 Jahre alt.
Vier. Und. Dreißig!
Du gehst hart auf die 40 zu, sagt meine Mama halb im Spaß, halb ernsthaft.

Alt geworden. Bin ich das?

Abends gehe ich schon lange nicht mehr auf die Piste, stattdessen liege ich lieber beizeiten im warmen, gemütlichen Bett. Ich brauche meinen Schlaf. Und "vorschlafen" lautet die Devise. Kraft tanken, Akku aufladen, wann immer es geht.
Von der nächtlichen Party in den morgendlichen Hörsaal. Auf direktem Weg. Ohne Zwischenstopp im heimischen Bett, das war einmal.
Heute finde ich mit Mühe und Not den direkten Weg in die Küche zum Kaffeeautomaten, und das, nachdem ich (mehr oder weniger) ausreichend geschlafen habe.

Gehe ich shoppen in der Stadt komme ich nicht mit drei neuen Outfits nach Hause. Jedenfalls nicht für mich. Die Kinder hingegen, die sind beide neu eingekleidet.

Im Kühlschrank fristen nicht nur ein schrumpeliger Apfel, eine Packung vereinsamter Käse und ein paar Flaschen Wasser ihr Dasein, wie anno dazumal zu meinen besten Studentenzeiten, sondern im Ernstfall könnte ich spontan ein Drei-Gänge-Menü auf den Tisch zaubern. Ein Gesundes.

"Früher war alles besser!" und "Als ich jung war...", das sind Schlachtrufe, bei denen ich damals mit den Augen gerollt habe, heute ertappe ich mich immer öfter selber dabei, wie ich mich wehmütig an die gute, alte Zeit erinnere. 
"Zu meiner Zeit" gab es keine Handys, geschweige denn Smartphones. Wollte man sich mit Spielkameraden verabreden, ging man einfach hin und klingelte an der Tür. Entweder machte jemand auf oder nicht. Wir spielten draußen. Kletterten auf Bäume, bauten riesige Traumhäuser in Kornfelder (die Bauern werden sich gefreut haben), gingen Schwimmen oder fuhren Fahrrad. Einfach so. Es gab keine Videospiele, PCs und Konsolen, vor bzw. hinter denen man sich verschanzte, Kommunikation fand direkt statt, von Angesicht zu Angesicht, nicht per Kommentarfunktion, Email oder Whatsapp.

Ich habe mich immer ein wenig lustig gemacht, wenn meine Oma wieder einmal am Fenster stand und sich darüber informierte, was in der Nachbarschaft so los war. Heute bin ich immer öfter meine Oma! Stehe am Fenster und schaue, was in der Nachbarschaft so los ist. Man muss ja informiert sein.

Unser Auto soll familientauglich sein. Funktionell, großes Raumangebot. Cooles Design und Pferdestärken spielen keine Rolle mehr. Fast.
Ähnlich halte ich es mit den Klamotten. Dem neuesten Schrei laufe ich schon lange nicht mehr hinterher - falls ich das überhaupt jemals getan habe. Bequem muss es sein, und praktisch, und es muss mir gefallen. Alles andere ist wurscht.

Ja, ich bin alt geworden. Meine Kindheit ist definitiv vorbei, nicht einmal mehr Teenager bin ich. Und jetzt, mit eigenen Kindern, altere ich noch viel schneller, habe ich das Gefühl. Nicht aufzuhalten.
Aber das ist auch gar nicht schlimm.
Meine Kindheit ist zwar Geschichte (eine schöne Geschichte, ganz nebenbei), doch ich sehe nun meine eigenen Kinder ihr Leben entdecken und genießen. Ich sehe sie aufwachsen, ihre Erfahrungen machen, ich werde dabei sein, wenn sie zu jungen Erwachsenen heranreifen, und im besten Fall erlebe ich auch noch meine Kindeskinder.
Es gibt noch so viel zu erleben, unzählige Orte zu bereisen, die ich noch nicht kenne (machen wir doch, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, ne Schatz?), es gilt, Momente und Erinnerungen einzufangen, die erst noch kommen werden.

Meine Kindheit ist Geschichte, aber mein Leben noch lange nicht. Die Geschichte meines Lebens will erst noch geschrieben werden. Und wenn ich mir das vor Augen führe, freue ich mich ganz plötzlich darauf, noch ein wenig älter zu werden.

Sonntag, 19. Januar 2014

Super-Mom. Nicht. Oder doch?

Oft scheitere ich an meinen mir selbst viel zu hoch gesteckten Ansprüchen.
Oft scheitere ich an naturgegebenen Umständen.

Wie gerne hätte ich acht Arme wie ein Tintenfisch, um Johanna ihr Knäckebrot schmieren zu können, während ich Jonas füttere, schon längst überfällige Telefonate erledige, dem Kater seine wohl verdienten Streicheleinheiten verpasse, die sehnlichst auf Fertigstellung wartende Einkaufsliste vollende und mich ganz nebenbei an der juckenden Nase kratze, ohne ein deshalb vor Hunger schreiendes Kind (welches auch immer) vor mir sitzen oder liegen zu haben.

Wie gerne hätte ich acht Beine wie eine Spinne, um blitzschnell hierhin und dorthin laufen zu können, am besten in alle Richtungen gleichzeitig, wo immer ich gerade gebraucht werde.

Wie gerne möchte ich die Zeit anhalten oder zumindest entschleunigen können, um mir nicht dauernd Gedanken machen zu müssen, ob ich dieses oder jenes noch rechtzeitig schaffe, ob ich die Termine wirklich so legen kann, wie es mir auf den ersten Blick sinnvoll erscheint. Bevor mir wieder einfällt, dass da noch ein Muppes mit einem relativ festen Zeit- bzw. Essensplan und eine Madame mit fixen Kindergarten- und Nachmittagsveranstaltungszeiten ist.

Wie gerne möchte ich überall gleichzeitig sein und meinen Kopf in alle Richtungen freimachen können, um staubsaugen und -wischen, die treue Spülmaschine ent- und wieder beladen, die Böden reinigen, den ungeliebten Papierkram erledigen, die Wäsche machen, mit Johanna und Jonas spielen und mich ab und zu auch mal um mich selber kümmern zu können.

Wie gerne würde ich ohne Schlaf auskommen können, um nachts all das zu erledigen, was ich tagsüber gerne liegen lassen würde den Kindern zuliebe. Um niemals müde zu sein, nicht den Drang zu verspüren, den Sonntag einfach mal gammelnd auf der Couch zu verbringen, anstatt sich eine neue, tolle Freizeitbeschäftigung für den Nachwuchs auszudenken. 

Überhaupt dieses Denken andauernd. Würde mir doch einfach alles zufliegen. Ohne Kopfanstrengung.

Wie gerne möchte ich Nerven wie Drahtseile haben, um stundenlanges Gebrüll mit einem Lächeln im Gesicht ertragen zu können. Um auch nach der elften Wiedergabe von kindlichem "Laterne, Laterne" nach einem zwölften Mal zu verlangen. Um immer freudig und gut gelaunt mit den Kindern umgehen zu können, egal, was vorher war und nachher noch kommt.


Ich habe nur zwei Beine und zwei Arme, ich kann die Zeit nicht anhalten, ich kann nicht überall gleichzeitig sein, ich brauche Ruhe, Regeneration und im besten Fall ganz viel Schlaf, und meine Nerven sind viel zu oft zum Zerreißen gespannt.

Im Haushalt bleibt viel zu oft so manches liegen, weil ich mich nicht teilen kann. Unangemeldeter Besuch könnte eine böse Überraschung erleben.

Johanna muss viel zu oft warten, zurückstecken, sich mit sich selbst beschäftigen, weil ich mich nicht teilen kann. Und weil Jonas noch nicht versteht und nicht warten kann, wenn sich der Hunger meldet, der Bauch zwickt, die bleierne Müdigkeit nicht dem erlösenden Schlaf Platz machen möchte oder was solch einen Dreimonatszwerg sonst noch plagen kann.

Viel zu oft schaffen wir es sonntags gerade noch raus vor die Tür auf den Spielplatz - wenn überhaupt. Weil der Kopf sich keine spektakuläre Freizeitaktivität mehr ausdenken möchte, weil die Beine mich nicht mehr tragen wollen, und weil mein ganzer Körper vehement nach der Couch oder zumindest den heimischen vier Wänden verlangt. Ungestylt. Im Gammel-Look.

Ich kann mich nicht teilen, doch genau das würde ich gerne. 
Überall gleichzeitig sein, um allen und allem gerecht werden zu können.
Ich gebe mein Bestes, auch wenn es in den seltensten Fällen nur zur Perfektion reicht. Versuche, alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen, aber manchmal muss dieser Hut ganz schön groß sein. Zu groß. 

Doch zumindest eines habe ich: Unendlich viel Liebe für meine Kinder. Für meine Familie. Liebe, die diejenigen nicht teilen müssen, denn davon habe ich mehr als genug. Im Überfluss. Und ich gebe sie gerne. Liebend gerne. Ist das nicht alles, was zählt?

Die Sache mit dem Schlafen

Es ist kaum zu glauben, wie sehr ein solch kleiner Zwerg gegen das Einschlafen kämpfen kann.
Anstatt dass die Äuglein einfach zugemacht werden, wenn man müde ist, werden sie ein ums andere Mal wieder aufgerissen, obwohl man gerade schon auf dem Weg ins Traumland war.

Die Lider werden schwerer und schwerer, die Augen kleiner und kleiner, der Atem ruhiger und tiefer, und gerade, als die Pupillen nach oben wegkippen wollen, weil sich der Muppes einfach der bleiernen Müdigkeit ergeben muss... *pling*: Muppes is back! Augen wieder riesengroß.
Dann geht die Schaukelei, Tragerei, Zurederei von vorne los. Im schlimmsten Fall durchlaufen wir diese Phasen des Einschlafens bzw. Nicht-Einschlafen-Wollens mehrere Male, bis es dann endlich geklappt hat.

Allerdings nicht nachts, wohlgemerkt.
Nach der Abendmahlzeit landet der Muppes im Schlafsack im Bett und schläft. Meistens sofort ohne großes Gemecker. Immerhin.

Seit seiner Geburt vor etwas über 12 Wochen haben Jonas und ich verschiedene Einschlaf-Rituale bzw. -Notwendigkeiten durchlaufen. Im Krankenhaus und die ersten Tage zu Hause schlief er ausschließlich auf meinem Bauch ein. Ich habe die Nächte im Bett sitzend mit Muppes auf der Brust verbracht.
Vor allem die ersten Tage bzw. Nächte nach der Geburt im Krankenhaus hat mich das ziemlich geschlaucht und auch ein wenig genervt, wenn ich ehrlich bin.




Trotzdem ist das Gefühl des friedlich und warm schlummernden Babies auf der Brust natürlich unbezahlbar und Schleusenöffner an den Tränendrüsen der Glückseligkeit.

Nach ein paar Tagen und stetigen Versuchen, ihm sein eigenes Bett schmackhaft zu machen klappte es dann aber. Seitdem verbringt Jonas brav Nacht für Nacht in seinem eigenen Bett. Ohne Gemopper, ohne Stress.

Dafür schläft er tagsüber nur sehr, sehr schlecht ein. Ein Drama.
Es kam die Phase, in der er ausschließlich durch stetiges durch-die-Gegend-getragen-und-gewiegt-werden in den Schlaf fand. Danach konnte man ihn dann allerdings recht problemlos im Laufstall ablegen. Auf dem Bauch allerdings. Auf dem Rücken ist er innerhalb von Minuten wieder aufgewacht, egal, wie weggetreten er vorher war. Das allerdings fand ich nicht schlimm. Johanna war die ersten Lebensmonate auch Bauchschläferin.
Diese Trage-Phase hielt ziemlich lange an und wurde dann - sehr schleichend, wie ich nun im Nachhinein feststellen muss - abgelöst durch eine ganz andere, ziemlich doofe Phase.

Jonas schläft seit einigen Tagen ausschließlich im Maxi-Cosi.
Wir haben alles versucht, infolgedessen stundenlanges Müdigkeitsgebrüll (sehr entnervt) ertragen, Laufstall war irgendwann abgeschrieben, Bett klappt tagsüber sowieso gar nicht, Arm auch nicht mehr, Wippe nicht, Boden (Spieldecke) nicht, nicht, nicht, nicht...
Setzt man Jonas allerdings in den Maxi-Cosi, schlägt ihn in seine Decke ein, klappt das Verdeck hoch und schaukelt ihn ein wenig, ist er in der Regel innerhalb von wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen.

Die besorgte Mutter ihn mir redet regelmäßig auf mich ein: Kannst du doch nicht machen. Das arme Kind! Der Rücken! Diese Haltung. Und was ist, wenn er dann nur noch im Cosi schläft? Das geht gar nicht!

Die vom Gebrüll entnervte Mutter in mir kontert recht kaltschnäuzig: Scheiss drauf, Hauptsache er schläft. Nachts liegt er ja in seinem Bett, und er sitzt auch nicht den ganzen Tag im Cosi. Würdest du jeden Tag wer weiß wohin mit dem Auto pendeln müssen, säße Jonas auch im Cosi.

Schönreden kann man sich alles.

Genau deshalb gebe ich natürlich nicht auf. Jedes Kind kann lernen, in seinem Bett zu schlafen. Die Einen brauchen weniger Hilfe dabei (Johanna), die Anderen eben mehr (Jonas).
Somit versuche ich immer wieder, ihm sein Bett auch tagsüber gefällig zu machen.
Und gestern dann der allererste kleine Erfolg.




Das Männlein ist tatsächlich vormittags in seinem Bett eingeschlafen.
Es hat zwar eine halbe Stunde, während der er kontinuierlich geweint hat, gedauert, und das Nickerchen seinerseits war ebenfalls nur von einer halben Stunde Dauer, aber das ist ein Anfang. Und es zeigt, dass es geht.
Heute Mittag ist er erneut am richtigen Ort eingeschlafen, schon mit viel weniger Weinen, allerdings wieder nur für eine halbe Stunde.

Wir arbeiten uns weiter vor.
Bis er tags und nachts gleichermaßen zufrieden und problemlos in seinem Bett Ruhe findet.

Es wäre ja auch langweilig, wenn alles auf Anhieb funktionieren würde.
Wo bliebe da die Herausforderung?


Wie ist das denn bei euren Kleinen?

Alles super oder auch irgendwelche Schlafmarotten, mit denen man gut leben kann oder die es noch auszutreiben gilt?

Donnerstag, 16. Januar 2014

Johanna - unser kleines Wunder

Als Johanna im November 2009 auf die Welt kam, war sie unser ganzes Glück.
(Das hat sich natürlich bis heute nicht geändert... und wird es auch nicht!)




Ein zuckersüßes Baby, von dem es nur ganz, ganz wenig Bilder mit Schnuller gibt, weil sie den bereits nach ein paar Wochen ausspuckte und nicht mehr in den Mund genommen hat. 
Wie so vieles andere auch, aber damals haben wir uns dabei überhaupt gar nichts gedacht.




Sie wuchs und gedieh, und die erste Beikosteinführung stellte kein großes Problem dar
Im Gegenteil, Möhre und vor allem Kürbis liebte sie. Auch später kombiniert mit Kartoffel und noch später die kompletten Menüs schmeckten ihr (zunächst) sehr gut.




Johanna entwickelte sich prächtig, war ein neugieriges, aufgewecktes Baby, das die Welt erkundete...




... und bald schon auf eigenen Füßen stand.




Motorisch, vor allem in der Feinmotorik, sprachlich, kognitiv war sie immer ganz weit vorne mit dabei bzw. ihrer Zeit teilweise um ein ganzes Jahr voraus (wie wir später bei der ergotherapeutischen Diagnostik erfahren sollten), nur die Esserei kam nicht recht in Gang.

Es blieb bei der breiigen Konsistenz, alles andere wurde postwendend wieder auf den Tisch erbrochen, wenn man es überhaupt in sie reinbekam. Einher ging dieser ganze Fütterungsprozess natürlich mit viel Geschrei, Weinen, Essensverweigerung, Erbrechen, sich-mit-Händen-und-Füßen-wehren (wörtlich gemeint) und so weiter und so fort. Das alles über viele Monate, in denen wir zwar vom Kinderarzt betreut wurden, aber immer wieder zu hören bekamen, dass Johanna einfach etwas später dran sei als der Rest, und dass sich das schon noch legen werde.

Irgendwann kam der Punkt, an dem jegliche Nahrung verweigert wurde. Alles außer Grießbrei und (damals noch) Fruchtzwerge (diese wurden kurz danach durch Vanillejoghurt bzw. -quark ersetzt).
Johanna war zu dem Zeitpunkt etwa 18 Monate alt, und so langsam wurde auch unser Kinderarzt unruhig und verschrieb uns Logopädie.
August 2011 waren wir das erste mal bei unserer Logopädin, die uns die nächsten fast zweieinhalb Jahre begleiten sollte.




Endlich waren wir an einen Menschen geraten, der wusste, wovon wir sprachen, wenn wir von unseren Essensproblemen berichteten.
Bis dahin waren wir nämlich hauptsächlich auf Unverständnis, Vorwürfe (das kann ja nur die Schuld der Eltern sein) und obstruse Ratschläge getroffen (das Kind mal richtig hungern lassen und ähnliches).

Im März 2012 eskalierte die ganze Esserei, Johanna verweigerte über Tage Essen und Trinken komplett, und wir landeten ziemlich schnell in der Kinderklinik am Tropf.




Für mich als Mutter der absolute Horror, mein lebloses, apathisches Kind im Arm zu halten und darauf zu warten, dass es endlich wieder ansprechbar ist und im besten Fall sogar wieder isst oder wenigstens trinkt. Viele Tränen sind geflossen, nicht erst im Krankenhaus, auch vorher schon, aber dort besonders.
Eine Woche waren wir dort, dann durften wir endlich nach Hause (und Mutti hatte nen deftigen Norovirus im Gepäck, na vielen Dank auch!).

Konsequenz: Unser Kinderarzt wurde endlich richtig aktiv, und einen Monat später checkten wir in die Uniklinik Köln ein.




Wieder eine Woche Krankenhaus, während der Johanna umfassend auf den Kopf gestellt wurde. Körperliche Ursachen wurden ausgeschlossen, und dann bekamen wir im SPZ endlich eine Diagnose, das erste Mal überhaupt, dass uns gesagt wurde, was unser Kind eigentlich hat: 
Eine Wahrnehmungsstörung
Sensorische Integrationsstörung. 
Taktile Hypersensibilität. 
Daraus resultierend die Interaktionsstörung mit dem Schwerpunkt auf dem Essen.

April 2012, Johanna ist 2 1/2 Jahre alt, und nach knapp zwei Jahren, während der wir mit der Zeit immer deutlicher gemerkt haben, dass unser Kind anders ist, während der wir viel geweint, geschrien, getobt haben und verzweifelt sind, haben wir endlich eine Diagnose!
Endlich sagt uns jemand: Ihr Kind hat dies und das, und Sie können da überhaupt nichts für. Da sind einfach einige widrige Umstände zusammengekommen, und das ist nun das Resultat.

Eine riesige Last wurde mir damit von den Schultern genommen, ich fühlte mich nicht mehr schuldig, ich hatte eine Erklärung, und ich hatte etwas, womit und woran ich arbeiten konnte.
Und endlich machte alles einen Sinn, was uns bisher einfach nur sehr seltsam vorkam: Dass die Madame keinerlei unbekannte Substanzen auf oder am Körper ertragen konnte. Sand, Krümel, Matsche, Wasser, alles und noch mehr ein riesiges Drama. Dass sie keine orale Phase hatte, dass sie nie kuscheln wollte bzw. konnte (der Körperkontakt war einfach nichts für sie), und letztendlich natürlich die Sache mit dem Essen.

Fortan fuhren wir einmal pro Woche nach Köln, zusätzlich zu unserem wöchentlichen Donnerstags-Termin bei der Logopädin.
Wir wurden betreut von einer ganz lieben Kinderpsychologin, die auch mir viele Strategien für den täglichen Essenskampf mit auf den Weg gegeben hat, und wir wurden betreut von einer tollen Kinderkrankenschwester, die sich auf Essstörungen bei Kleinkindern spezialisiert hat.

Natürlich verfuhren wir jede Menge Sprit und Zeit, 60km hin, 60km zurück, aber das nimmt man gerne in Kauf, nachdem man solch eine Zeit durchlebt hat.

Drei Monate später, im Spätsommer zeigten sich endlich erste Therapieerfolge:
Johanna das erste Mal mit nackten Füßen im Sand...




... und mit dem ganzen Körper im Wasser. Ohne Geschrei!




Da wir aber dennoch trotz Logopädie und Köln auch Monate später noch beim Ablecken von diversen Lebensmitteln stecken blieben (von Abbeißen oder gar Kauen keine Spur), wurde Johanna ergotherapeutisch auf den Kopf gestellt (umfassende Diagnostik) mit dem Ergebnis, dass wir Ende 2012 eine spezielle Ergotherapie (SI-Therapie) verschrieben bekamen.

Nun fuhren wir nicht nur nach Köln und donnerstags zur Logopädin, sondern auch dienstags zur Ergo. Dafür aber Köln nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch monatlich. Immerhin.

Zwischenzeitlich war Johanna auch noch in den Kindergarten gekommen, und allesamt - Ärzte, Therapeuten und nicht zuletzt wir - hofften auf den positiven Effekt der Gruppendynamik. Gemeinsames Essen und so. Stellte sich aber ebenfalls nicht ein, sondern auf einmal saßen alle Kinderchen am Tisch und leckten die Lebensmittel ab, anstatt sie zu essen. Verkehrte Welt.




Die Kombination aus Logo und Ergo brachte uns endlich weiter, und 2013 wurde dann unser Jahr. Oder vielmehr Johannas Jahr.
Auf einmal machte sie riesige Fortschritte, bewegte sich auf einem Spielplatz wie jedes andere Kind auch (denn Schaukeln, Karussell, Klettern, Rutschen - eben alles, was die Wahrnehmung sehr fordert - war bis dato nichts für Johanna)...




... und im Laufe des Jahres erreichten wir tatsächlich, worauf wir nun eine gefühlte Ewigkeit hingearbeitet hatten. Johanna fängt an zu essen!




Plötzlich ist nichts mehr vor ihr sicher. Alles wird probiert, und mit unbändiger Freude und beinahe platzend vor Stolz beobachten wir unser Kind ungläubig beim Kauen. Wie surreal! Jahre haben wir darauf gewartet, und auf einmal überwindet sich Johanna. 
Und hat auch noch Spaß daran.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist für mich, dass sie an dem Tag, an dem sie vier Jahre alt geworden ist, tatsächlich das erste Mal selber von ihrem Geburtstagskuchen gegessen hat.
Wie sehr ich mir das gewünscht hatte. Und Johanna hat mir den Wunsch erfüllt.




Nun ist 2014, und seit beinahe zwei Wochen sind wir den ollen Brei gänzlich los. Auch Joghurt hat Johanna seitdem nicht mehr gegessen, sie ernährt sich komplett fest. Alles noch nicht perfekt, definitiv verbesserungswürdig, aber wer will da kleinlich sein?

Natürlich sind die Tage nun nicht schlagartig einfach, sie kompensiert zum Beispiel durch einen ausgeprägten Kontrolltick (darauf werde ich die Tage noch mal eingehen) und übertriebene Pingeligkeit, aber da müssen wir durch.
Abgesehen davon isst Johanna dennoch lange nicht alles, vor allem nur sehr, sehr wenig Gesundes. Und wir müssen stark aufpassen, dass aus "Brei" nun nicht "Knäcke" wird, denn im Moment würde sie am liebsten morgens, mittags, abends nur Knäckebrot essen.

Doch wir haben es bis hierhin geschafft, also schaffen wir den Rest doch auch noch.

Alles im flow?

Diese Frage kann ich derzeit mit einem klaren Jein beantworten.

Manche Tage flowen so vor sich hin, und es gibt keinen Grund für Beanstandungen.
An anderen Tagen holpere und stolpere ich über den Weg des Lebens, immer kurz davor, auf der Nase zu landen.
Leider sind diese anderen Tage viel, viel häufiger gesät als die flowigen Tage.

Zum Glück gibt es aber nun endlich das perfekte Magazin, um wenigstens irgendwas irgendwie in Fluss zu bekommen.




Darauf habe ich unwissentlich die letzten Jahre sehnlichst gewartet.
Eine Frauenzeitschrift, die eben nicht die typische Frauenzeitschrift ist.
Selbermachen, Inspirationen, weibliche (und sonstwie geartete) Psychologie, tolle Texte, und das alles mit einer Liebe zu Papier, die man auf jeder Seite wortwörtlich spüren kann.
Allein das Cover ist in meinen Augen ein Traum. Und der Inhalt erst.
Love it!

Jedenfalls nach einem ersten Überfliegen, zu mehr war bisher keine Zeit.
Die muss ich mir nun irgendwie freischaufeln.

Auch dazu hat Flow die passende Seite parat.




Wie wahr, wie wahr.
Und wenn ich mir die Zeit während der Toiletten-Sessions nehme.
Dieses Teil will jedenfalls gelesen werden!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Auf die Schnelle...

... haben wir Pfannkuchen gemacht.

Vor ein paar Tagen noch hatte ich überlegt, in welchen Mengen genau man die Zutaten benötigt, ich war mir nicht mehr sicher, und nachdem ich dann heute Morgen über das Rezept bei Neko gestolpert war, beherrschte mich der Jieper auf Pfannkuchen.

Da Johanna und ich wirklich keine 10 bis 15 Pfannkuchen aufbekommen, habe ich die Mengen entsprechend angepasst.

200g Mehl
400ml Milch
5 Eier
50g Zucker
1 Prise Salz

Alles schön zusammengerührt, und nach und nach ab in die geölte Pfanne damit.
Um der Madame wenigstens irgendwie etwas Vitaminartiges unterzujubeln (sie ist diesbezüglich ja noch seeeeehr verhalten), habe ich einen geraspelten Apfel im Teig versteckt.

Aus der genannten Menge habe ich vier große Pfannkuchen bekommen, wobei der letzte sehr dick war (ich habe alles in die Pfanne gekippt, was noch da war). 
Fürs nächste Mal werde ich die Menge nur für Johanna und mich also noch etwas reduzieren.

Die Schokosauce habe ich von Neko übernommen: 100ml Wasser, 100g Zucker und 100g Kakaopulver im Topf erhitzt und eindicken lassen. Hat super geklappt und schmeckt klasse. Schokosauce eben. (Damit wäre der gesunde Apfel auch wieder relativiert.)




Superlecker, und echt schnell gemacht. 
Vor allem hat man die Zutaten eigentlich immer im Haus.

Johanna hat die Pfannkuchen übrigens auf ihre ganz eigene Weise bearbeitet. 
Mit Ausstechförmchen.





Gegessen hat sie nur die "Kekse" (wie sie sagte), irgendwie kam sie bei zwei übrig gebliebenen Pfannkuchengerippen aber dennoch auf einen ganzen gegessenen Pfannkuchen. Ohne Schokosauce, dafür aber mit Apfel. Perfekt.

Somit haben wir übrigens Tag 12 ohne Brei hinter uns gebracht.
Johanna fragt zwar ab und zu noch, ob wir denn endlich wieder Brei gekauft haben (auf wundersame Weise ist der seit knapp zwei Wochen überall ausverkauft... kaum zu glauben), sie akzeptiert aber auch sofort, dass dem nicht so ist.

Wir scheinen tatsächlich breifrei zu sein.
Unglaublich!