Mittwoch, 11. Dezember 2013

Tanzmariechen

Johanna liebt Bewegung.
Vor allem jetzt, seitdem sie sich (fast) alles traut, noch viel mehr.

Von den Spielplätzen dieser Welt bekommt man sie nur mit viel Überredungskunst wieder herunter, wenn man einmal dort gelandet ist - wenngleich die großen Rutschen immer noch nicht so ganz ihr Ding sind. 

Zu Hause turnt sie stundenlang herum und zeigt mir ganz stolz, was sie schon alles kann.
"Guck mal, Mami!"
Ab in den Vierfüßlerstand, Po in die Luft, ein Bein in die Höhe.
"Jaaa... ganz toll, Maus." 
Insgeheim denkt man "Hää?", aber als gute Mutter, die man natürlich ist, lobt man einfach überschwänglich, was für komische Verrenkungen auch immer das Kind präsentieren mag.

Eine andere Leidenschaft ist das Tanzen.
Bereits im Sitzen hat sie damals immer zur Musik mitgewippt, als Johanna dann stehen und laufen konnte, ging es richtig los.




Sobald Musik erklang, war sie in Bewegung.

Nicht verwunderlich also, dass sie nun, wo sie das entsprechende Alter erreicht hat, zweimal in der Woche zum Tanzen gehen darf.
Montags das "alte Tanzen", denn dieses war zuerst da.
Mittwochs das "neue Tanzen", das wir einige Wochen später entdeckt haben.
Johanna fragt auch jedes Mal: "Gehen wir heute zum alten oder zum neuen Tanzen?"

Beides sehr unterschiedlich, das eine eher frühkindliches Ballett, das andere moderner Kindertanz mit fetziger Musik, Choreografien und viel Action. 
Früher oder später soll sich Johanna entscheiden, im Moment lassen wir beides noch parallel laufen und schauen, in welche Richtung sich die Madame eher entwickelt.

Wie das vor Weihnachten so ist: Überall werden Aufführungen einstudiert, um den Eltern zu präsentieren, was man so gelernt hat.
Montag war das "alte Tanzen" dran.

Auf dem Weg dorthin präsentierte Johanna bereits stolz eine neu erworbene Fähigkeit: Das Schieben des großen Kinderwagens.




Viel zu groß.
Die Madame muss an den Seiten vorbeischauen, um zu sehen, wo es langgeht. Das hindert sie aber nicht daran, dennoch konsequent und stur die Fahrerin des Gefährtes zu bleiben.

Die Vorführung selber war wie erwartet herzallerliebst.





Es ist toll, zu sehen, wie sich Johanna dafür begeistern kann
Wie viel Spaß sie an der Gruppe und an der Bewegung hat. 
Nicht nur einmal trieben mir die immer noch vorhandenen ollen Schwangerschaftshormone (es muss einfach daran liegen, ich bin ja sonst auch nicht so eine Heulsuse) beinahe Tränen des Stolzes, der Rührung und der Freude in die Augen. 
Aber nur beinahe.




Nun bin ich ganz gespannt auf die Präsentation beim "neuen Tanzen", die folgt nächste Woche, glaube ich.

Und wie immer: Der Muppes währenddessen ganz entspannt.



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