Sonntag, 22. Dezember 2013

In der Weihnachtsbäckerei... herrscht Zeitdruck!

Sonntagmorgen, 6.30 Uhr.
Der Muppes brüllt, früher oder später wird auch Madame Stuppes davon wach und steht um 7.00 Uhr auf der Matte.
Die Mama - also ich - steht zu dem Zeitpunkt bereits in der Küche und räumt die Spülmaschine aus, weil an Schlaf nicht mehr zu denken ist. Der Papa kümmert sich in der Zeit um den Muppes.

Was macht man also Sonntagmorgen um 7.00 Uhr? Vierter Advent, wohlgemerkt.
Genau, man räumt den Backschrank aus, heizt den Backofen vor und stellt sich mit der Madame in die Küche und backt Plätzchen.
Das erste Mal in diesem Jahr.




Die Besinnlichkeit, die man der Adventszeit so nachsagt, ist an uns bisher gänzlich vorbeigegangen.
Wir haben keinen Weihnachtsmarkt besucht außer dem, auf dem wir aus Versehen gelandet waren. Das war "Thema Weihnachtsmarkt" für dieses Jahr.
Wir haben keinen Adventssonntag zelebriert.
Wir haben bisher keine Plätzchen gebacken.
Selbst unseren Weihnachtsbaum haben wir erst vorgestern Abend zwischen Nachhausekommen und Zubettgehen mal eben schnell hingestellt, gestern Morgen habe ich ihn mit Johanna geschmückt, immer die Muppes-Uhr im Nacken.

Der Muppes an sich fordert natürlich viel Zeit.
Somit fordert auch die Madame viel Zeit.
Meine Mutter zieht zum ersten Januar vom Haus in eine Wohnung - fordert auch viel Zeit.
Und und und.

Zeit ist Luxus im Moment. Familienzeit ebenfalls.
Also backt man eben morgens um Sieben. 
Die gegebene Zeit nutzen lautet die Devise.




Wir haben einfache Butterplätzchen gemacht.

500g Mehl
250g Butter
200g Zucker
2 Eier
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver

Alles wird zu einem schönen Teig verknetet (besser, wenn die Butter dafür weich ist) und anschließend unter Einsatz von ordentlich Mehl dünn ausgerollt.
Plätzchen ausstechen, aufs Backblech backen, ca. 10 Minuten bei 170°C im vorgeheizten Ofen backen. Fertig.





Nachdem die Plätzchen fertig gebacken und etwas abgekühlt sind können sie nach Herzenslust dekoriert werden.
Das hat sich letztes Jahr übrigens viel einfacher gestaltet, Johanna hat damals nämlich nicht dauernd irgendwas vom Dekomaterial "probieren müssen".
Dieses Jahr landeten mehr Schokotropfen und Zuckerstreusel im Mund als auf den Plätzchen, glaube ich.





Trotzdem sind wir fertig geworden.
Unter enormem Zeitdruck mal wieder, denn um 11 Uhr stand die Oma auf der Matte, um das Hüten der Kinder zu übernehmen, damit wir wiederum in Omas zukünftiger Wohnung die Renovierung vorantreiben konnten.

Zeit ist Luxus dieses Jahr.
Umso mehr freue ich mich auf zweieinhalb komplett freie Tage ohne Arbeit, ohne frühes Aufstehen (abgesehen von den Fütterungen des Muppes natürlich), ohne Renovierung, ohne Kistenpacken, Dinge erledigen, Termine wahrnehmen und so weiter und so fort.

Familienzeit, leckeres Essen, leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, gute, entspannte, unterhaltsame Gespräche, zweieinhalb Tage ohne Stress und Sorgen.
Ich freue mich drauf.
Aber vorher geht es morgen früh erst mal in den Baumarkt, nachdem ich die Madame auf einem Kindergeburtstag abgeliefert habe, Großeinkauf für Omas Wohnung tätigen, dann steht noch der Weihnachtseinkauf an, die Bude muss auf Vordermann gebracht werden und und und und und und und...

Besinnlichkeit, wo biste nur hin...?
Wir sehen uns vielleicht nächstes Jahr...!



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