Montag, 30. Dezember 2013

Das neue Jahr sieht mich freundlich an, und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und Wolken ruhig hinter mir. (Johann Wolfgang von Goethe)

Ein Jahr ganz im Zeichen der Kinder auf der einen und der Veränderungen auf der anderen Seite neigt sich dem Ende zu.

Letztes Silvester haben wir beschlossen, dass Johanna ein Geschwisterchen bekommen soll.
Im Januar bereits hat sich der Muppes dann sprichwörtlich bei uns (oder vielmehr bei mir) eingenistet.




Einen Monat später - Ende Februar - bekamen wir dann das erste, kleine Bildchen von unserem Würmchen.
Bereits diese und noch viele folgenden Wochen sollten geprägt sein von sehr unangenehmer, permanenter Übelkeit. Müdigkeit. Kreislauf. 
Der Muppes machte mir die ersten schwangeren Monate nicht gerade leicht.
Und trotzdem genoss ich jede Sekunde, so gut ich konnte.
Nicht immer leicht mit einer kleinen, großen Johanna an der Seite, die die Zeit, die ich in der ersten Schwangerschaft damals noch gut für mich nutzen konnte, nun ohne Rücksicht vollkommen für sich forderte. Nur zu verständlich. Das Mädchen brauchte und braucht immer noch Mama-Zeit.

Dieses kleine Mädchen, das sich während des Jahres so wahnsinnig weiterentwickelt und riesige Entwicklungssprünge auf die Matte gelegt hat.
In diesem Jahr durften wir endlich die Früchte unserer mehr als zwei Jahre langen Therapiearbeit ernten.
Endlich agiert die Madame auf einem Spielplatz wie jedes andere Kind auch.
Endlich machen ihr Menschen- und vor allem Reizmassen so gut wie nichts mehr aus.
Und am allerwichtigsten: Endlich isst sie.
Dieses Jahr 2013 wird uns als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem Johanna das erste Mal in ihrem zu dem Zeitpunkt vierjährigen Leben ihre Zähne zum Kauen benutzt hat. Und seitdem kaut sie! Und kaut und kaut und kaut.
Es kann gar nicht krümelig und bröselig genug sein.
Nahezu alles wird nun gegessen.




Und während die Madame immer mehr reifte, ein größeres, selbständigeres, cleveres, essendes Mädchen wurde, wuchs und wuchs mein Bauch, und der Muppes machte sich immer breiter.
Schon früh konnte ich ihn spüren, und ab dem Zeitpunkt hatte ich kaum eine bauchruhige Minute mehr.
Die Zeit verging wie im Fluge, gestern noch hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand, und auf einmal fand ich mich nach einer trotz Ringelröteln-Infektion sehr schönen, unproblematischen Schwangerschaft am 22. Oktober im Kreißsaal wieder.
Nach sieben Stunden sehr intensiver, toller Geburt lag der Muppes ganz schön verschmiert, aber gesund und munter nicht mehr in sondern auf meinem Bauch.




Seitdem sind wir so richtig zu viert (eigentlich zu fünft, wenn wir Kater Eddy mitrechnen), und das eh schon bunte, turbulente Leben ist noch etwas bunter und turbulenter geworden.

Johanna ist die beste und fürsorglichste, große Schwester, die ich mir hätte wünschen können, und auch für sich selber hat sie einen weiteren tollen Schritt getan: Seit Dezember sind sich Kinderarzt und unsere Therapeuten einig: Johanna braucht keine Therapien mehr. Alles, was nun noch fehlt, schaffen wir alleine. Sagen sie, und davon bin auch ich überzeugt.

Somit schauen wir voller Zuversicht in ein Jahr 2014.
Es ist, wie so oft: Es kann nur besser werden, denn abgesehen von den Kindern ist auch ganz viel eher bescheiden verlaufen, so dass wir das Jahr 2013 von dieser Warte aus eher unter "besser nie geschehen" oder zumindest "zum Glück endlich vorbei" abhaken möchten.




Ich wünsche euch allen einen guten Übergang, und mögen sich eure Wünsche im neuen Jahr erfüllen.
Wir lesen uns nächstes Jahr wieder!

Freitag, 27. Dezember 2013

Zurück zur Natur - das gute, alte Holzspielzeug

Im Juni war ich dank einer Shopvorstellung an die Krabbel- und Erlebnisdecke "Rainforest" von Fisher-Price gekommen.

Ich fand sie schon seit Johanna recht niedlich. 
Ziemlich bunt, ziemlich quietschig und ziemlich künstlich, außerdem mit Licht- und Musikgedudel, das auf Dauer ja durchaus Potential zum Nerven haben kann - aber niedlich.




Nach nun etwas über zwei Monaten Alltagstest mit Jonas bin ich sehr froh, dass der Weihnachtsmann dem kleinen Mann einen ganz klassischen Babytrainer aus Holz gebracht hat.

Mit dieser Erlebnisdecke konnte der Muppes nicht allzu viel anfangen.
Ich glaube, er war einfach erschlagen von den ganzen Farben und dem Gebaumel überall, die Musik- und Lichteffekte fand er nun auch nicht so dolle, deshalb gibt es nicht wirklich ein Foto vom Muppes in Aktion mit dieser Spieldecke. 
Ich als Mutti, die den kleinen Mann hinlegen und wieder aufnehmen muss, finde den Raum unter dem Spielebogen - oder eher Spielekreuz - recht schwer zugänglich, vor allem mit Kind, das den Kopf noch nicht halten kann, das also sehr viel Stütze braucht. 

Für größere Babys ist die Decke sicher geeigneter, für die ganz Kleinen nicht so.

Da ich eh seit jeher ein großer Fan von Holzspielzeug war und bin, finde ich es nun nicht sonderlich tragisch, dass uns der Weihnachtsmann eine Alternative für Jonas gebracht hat.




Sieht auch alles gleich viel freundlicher, ruhiger und nicht so überladen aus.
Jonas freut sich.

Und er konnte auch sofort etwas mit diesem Teil anfangen.




Im ersten Moment hat er große Augen gemacht, aber dann fing er gleich an zu spielen, versuchte, die Holzfiguren zu erreichen, was dank der Möglichkeit, den Babytrainer von der Höhe her anzupassen, auch möglich ist und erfreute sich sichtlich an seinem neuen Spielzeug, aber auch an seinen kleinen Erfolgserlebnissen. 
Stupst er die große Clownsfigur in der Mitte an ertönt ein Glöckchen und löst beim Muppes den ein oder anderen freudestrahlenden Jauchzer aus.




Ich denke, von diesem Babytrainer werden wir noch lange etwas haben. 
Da sich seitlich auf den Stangen bewegliche, bunte Ringe befinden hat sich Jonas sogar schon auf die Seite gelegt, um diese zu erreichen. 
Langsam kommt also Bewegung rein.
Das Glöckchen ist übrigens wesentlich besser zu ertragen als das Konservengedudel der Erlebnisdecke.

Insgesamt war es die richtige Entscheidung, von Plastik wieder umzusteigen auf Holz. 
Ich finde es wesentlich schöner, und Reaktion und Interaktion von Jonas zeigen ebenfalls, dass ihm dieser Babytrainer deutlich mehr Spaß macht als die Erlebnisdecke von Fisher-Price.
Und das ist ja die Hauptsache.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Von glänzenden Kinderaugen und Suppe mit Einlage

"Das Weihnachten der ersten Male."

So oder so ähnlich könnte unser diesjähriges Motto lauten.

Zum ersten Mal sind wir zu viert, auch wenn der Muppes den größten Teil des weihnachtlichen Geschehens verschlafen hat.




Heiligabend trifft sich die Familie jedes Jahr bei meinem Bruder und seiner Freundin.
Es gibt leckeres Essen, zu dem jeder einen Gang beisteuert.
Meine Mama ist für den nachmittäglichen Kuchen zuständig, die Schwiegeroma meines Bruder macht eine hervorragende Hühnersuppe als Vorspeise, und wir bringen das Dessert mit, während sich mein Bruder (bzw. vielmehr seine Freundin) um den Hauptgang kümmert.

Während letztes Jahr mein allerschönstes Weihnachtsgeschenk darin bestand, dass die Madame das erste Mal überhaupt etwas anderes als Brei und Joghurt zu sich genommen hat - sie schlürfte nämlich die Brühe der Hühnersuppe - werden dieses Jahr die Fortschritte, die sie während der letzten zwölf Monate gemacht hat, erst richtig deutlich.

Beim Nachmittagskaffee isst Johanna einen Schokozwieback nach dem anderen...




... und abends landet nicht nur die Brühe der Suppe im Magen, sondern auch die Einlage in Form von Gemüse und Buchstabennudeln.





Den Hauptgang hat sie verschmäht, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. 
Sie isst, wenn sie essen möchte, und da nun inzwischen nahezu alles. Das ist die Hauptsache!





Auch die Bescherung verlief dieses Jahr das erste Mal richtig entspannt.
Kein Weinen beim Anblick der Geschenkeberge, kein Wegdrehen oder gar Weglaufen, kein Blockieren, nur ein lapidares, erfreutes: "Oh! Ist das für mich?"




Und dann machte sich Johanna auch schon über die großen und kleinen Päckchen her.
Auch für ihren Bruder übernahm sie natürlich gerne das Auspacken, denn "der Jonas kann das ja noch gar nicht, der ist ja noch viel zu klein, da muss ich ihm mal helfen."




Herrlich diese Freude, die strahlenden Augen, wenn unter dem Geschenkpapier genau das hervorkommt, was die Madame sich gewünscht hat.
Unter anderem das Starterhaus der Sylvanian Families.
Das Baumhaus, einige kleine Lädchen und ein paar tierische Bewohner besitzen wir schon, nun hatte sich Johanna ein richtiges Häuschen gewünscht und auch bekommen.




Ich bin immer noch begeistert von dem Zeug, und auch Johanna spielt nach wie vor sehr gerne damit.
Über einige der anderen Geschenke werde ich noch gesondert berichten, auch der Muppes ist natürlich nicht zu kurz gekommen, wenngleich er noch nicht so wahnsinnig viel spielen kann. 




Obwohl Weihnachten offiziell noch nicht vorbei ist kann ich jetzt schon sagen, dass es dieses Jahr sehr, sehr schön war und dass wir vieles zum ersten Mal erlebt haben, wovon wir vor einem Jahr allenfalls zu träumen gewagt hätten.
Herrlich!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Nun ist schon wieder Weihnachten!



Johanna heute Morgen: 
"Und nachher kommt der Weihnachtsmann. 
Aber wenn der kommt, dann muss ich dem mal Hallo sagen, weil ich kenne den noch gar, gaaaar nicht!"




Jonas' Weihnachtsgeschenk: 
Nahezu problemloses Einschlafen jederzeit, überall, in jeder Position, fast ganz ohne Weinen. Der erste Tag seit etwa zwei Wochen mit einem viiiiiiel entspannteren Muppes. Herrlich!




Johannas Weihnachtsgeschenk: 
Heute Morgen beim Zähneputzen umarmt sie von ihrem Höckerchen (damit sie besser ans Waschbecken herankommt) aus mit der Zahnbürste im Mund auf einmal mein Bein und nuschelt durch die Zahnpasta hindurch: "Du bist meine beste Mami der Welt."
Sprachs und putzte weiter, während die Mami den Kloß im Hals herunterschluckte und ein "Und du bist meine beste Johanna." herausbrachte.




In diesem Sinne: Frohes Fest euch allen!

Sonntag, 22. Dezember 2013

In der Weihnachtsbäckerei... herrscht Zeitdruck!

Sonntagmorgen, 6.30 Uhr.
Der Muppes brüllt, früher oder später wird auch Madame Stuppes davon wach und steht um 7.00 Uhr auf der Matte.
Die Mama - also ich - steht zu dem Zeitpunkt bereits in der Küche und räumt die Spülmaschine aus, weil an Schlaf nicht mehr zu denken ist. Der Papa kümmert sich in der Zeit um den Muppes.

Was macht man also Sonntagmorgen um 7.00 Uhr? Vierter Advent, wohlgemerkt.
Genau, man räumt den Backschrank aus, heizt den Backofen vor und stellt sich mit der Madame in die Küche und backt Plätzchen.
Das erste Mal in diesem Jahr.




Die Besinnlichkeit, die man der Adventszeit so nachsagt, ist an uns bisher gänzlich vorbeigegangen.
Wir haben keinen Weihnachtsmarkt besucht außer dem, auf dem wir aus Versehen gelandet waren. Das war "Thema Weihnachtsmarkt" für dieses Jahr.
Wir haben keinen Adventssonntag zelebriert.
Wir haben bisher keine Plätzchen gebacken.
Selbst unseren Weihnachtsbaum haben wir erst vorgestern Abend zwischen Nachhausekommen und Zubettgehen mal eben schnell hingestellt, gestern Morgen habe ich ihn mit Johanna geschmückt, immer die Muppes-Uhr im Nacken.

Der Muppes an sich fordert natürlich viel Zeit.
Somit fordert auch die Madame viel Zeit.
Meine Mutter zieht zum ersten Januar vom Haus in eine Wohnung - fordert auch viel Zeit.
Und und und.

Zeit ist Luxus im Moment. Familienzeit ebenfalls.
Also backt man eben morgens um Sieben. 
Die gegebene Zeit nutzen lautet die Devise.




Wir haben einfache Butterplätzchen gemacht.

500g Mehl
250g Butter
200g Zucker
2 Eier
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver

Alles wird zu einem schönen Teig verknetet (besser, wenn die Butter dafür weich ist) und anschließend unter Einsatz von ordentlich Mehl dünn ausgerollt.
Plätzchen ausstechen, aufs Backblech backen, ca. 10 Minuten bei 170°C im vorgeheizten Ofen backen. Fertig.





Nachdem die Plätzchen fertig gebacken und etwas abgekühlt sind können sie nach Herzenslust dekoriert werden.
Das hat sich letztes Jahr übrigens viel einfacher gestaltet, Johanna hat damals nämlich nicht dauernd irgendwas vom Dekomaterial "probieren müssen".
Dieses Jahr landeten mehr Schokotropfen und Zuckerstreusel im Mund als auf den Plätzchen, glaube ich.





Trotzdem sind wir fertig geworden.
Unter enormem Zeitdruck mal wieder, denn um 11 Uhr stand die Oma auf der Matte, um das Hüten der Kinder zu übernehmen, damit wir wiederum in Omas zukünftiger Wohnung die Renovierung vorantreiben konnten.

Zeit ist Luxus dieses Jahr.
Umso mehr freue ich mich auf zweieinhalb komplett freie Tage ohne Arbeit, ohne frühes Aufstehen (abgesehen von den Fütterungen des Muppes natürlich), ohne Renovierung, ohne Kistenpacken, Dinge erledigen, Termine wahrnehmen und so weiter und so fort.

Familienzeit, leckeres Essen, leuchtende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum, gute, entspannte, unterhaltsame Gespräche, zweieinhalb Tage ohne Stress und Sorgen.
Ich freue mich drauf.
Aber vorher geht es morgen früh erst mal in den Baumarkt, nachdem ich die Madame auf einem Kindergeburtstag abgeliefert habe, Großeinkauf für Omas Wohnung tätigen, dann steht noch der Weihnachtseinkauf an, die Bude muss auf Vordermann gebracht werden und und und und und und und...

Besinnlichkeit, wo biste nur hin...?
Wir sehen uns vielleicht nächstes Jahr...!



Freitag, 20. Dezember 2013

Herbstlicher Winterspaziergang mit dem besten aller Kinderwagen

Man sollte nicht meinen, dass in vier Tagen Heiligabend ist, wenn man so aus dem Fenster schaut.
Strahlender Sonnenschein, nachdem es die letzten Tage doch etwas mehr geregnet hatte, und milde, viel zu milde Temperaturen beinahe im zweistelligen Bereich.




Das ist doch kein Winter!
Winter muss weiß sein. Eisig kalt und weiß. 

Nichtsdestotrotz: Welche Temperaturen auch immer herrschen, ist es trocken und scheint im besten Fall auch noch die Sonne dazu, zieht es mich gerne mal raus in den Wald.
So auch heute. 
Jonas natürlich im Gepäck. 
Oder vielmehr im Kinderwagen.





Wir waren damals in der Schwangerschaft in einen großen Babymarkt gegangen und hatten uns die unterschiedlichsten Kinderwagen angeschaut. 
Vorher schon hatten wir uns im Grunde auf Hartan festgelegt.
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her finden wir diesen Hersteller einfach am überzeugendsten.

Thomas ist im Laden dann ziemlich schnell zu diesem Modell gestürzt, er wurde sofort vom Design angezogen. 
Der Name tat sein übriges. 
Klingt nach Rennauto, klingt sportlich, klingt maskulin.
Perfekt für den werdenden Papa.

Nachdem die werdende Mama - diejenige, die das Ding tagtäglich würde fahren müssen - so ziemlich jedes auch nur annähernd in Frage kommende Gefährt probegefahren hatte, landete auch sie beim Renngefährt von Hartan.
Somit wurde er unser.

Nun ist der Muppes beinahe neun Wochen alt, und der Kinderwagen hat schon so manchen Alltagstest durchlaufen müssen.
Es wurde Zeit für den Härtetest: Wald, unbefestigte Wege, tonnenweise Laub, und darunter hinterlistig verborgen Matsch!




Es gab Stellen, an denen ich bereits heimlich für mich dachte: 
"Wenn du jetzt hier im Morast stecken bleibst, dann wird das ne ganz schön peinliche Nummer für dich." 
Ich sah schon den Traktor angerumpelt kommen, um uns aus dem Matsch zu ziehen.

Unseren Kinderwagen allerdings beeindruckte der Schlamm überhaupt nicht. 
Völlig problemlos ließ sich das Teil auch durch die tiefsten Morastpfützen schieben. 
Nicht ganz unschuldig daran sind sicherlich die Einzelschwenkräder (die man natürlich auch mit einem einzigen Dreh feststellen kann, wenn man das möchte), dank denen unser treues Gefährt tatsächlich für beinahe jedes Terrain geeignet ist.
Das leichte Gewicht tut sein Übriges.

Vom Handling auf Asphalt bin ich schon lange begeistert. 
Mit zwei Fingern lässt sich der Racer GT ganz problemlos lenken. Nicht nur stupide geradeaus, sondern auch durch jede Kurve und um die eckigste Ecke. So kann ich ganz bequem Johanna an die Hand nehmen und habe trotzdem auch mit nur einer Hand volle Kontrolle über den Kinderwagen.

Nun hat er uns auch querfeldein voll und ganz überzeugt.




Hätte der Hartan Racer GT nun auch noch eine Selbstreinigungsfunktion, die genau dann automatisch aktiviert wird, wenn sich der Kofferraum des Autos öffnet, dann wäre er wirklich rundum perfekt.
Bis diese Zukunftsmusik Realität wird (wenn überhaupt) muss man beim Verladen nach einem matschigen Waldspaziergang eben ein bißchen auf die Klamotte aufpassen.
Das allerdings fällt gar nicht so schwer, denn der Kinderwagen lässt sich relativ platzsparend und wirklich sehr einfach zusammenlegen und kommt beinahe als Federgewicht daher, somit hat man gar nicht so viel Mühe damit, ihn in den Kofferraum zu heben oder herauszuholen.

Ich bin überglücklich mit dem Teil, und seit ich Jonas darin durch die Gegend schieben kann, macht jeder Spaziergang noch mal doppelt so viel Spaß.

Wenn sich nun auch noch demnächst irgendwann der Schnee blicken lässt (bitte, bitte!), dann ist kein Wunsch mehr offen!

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Schlafen ist was für Anfänger

Und das in jeder Hinsicht.

Der Muppes ist nun etwas mehr als acht Wochen alt, und so wach, wie man mittlerweile ist, wenn man wach ist...




... so wach möchte man auch sein, wenn man eigentlich schlafen sollte.

Vor allem abends macht sich das die letzten Tage ganz extrem bemerkbar. 
Da wird stundenlang gebrüllt, bevor man endlich in den Schlaf gefunden hat. Im schlimmsten Fall.
Es gibt natürlich auch Tage zwischendurch, da klappt es ganz problemlos. 
Gestern zum Beispiel. 
Und... gestern. 
Gestern auch.
Aber ansonsten... bis auf gestern echt schlimm die letzten Tage.

Es ist zwar erst vier Jahre her, aber ich hatte glatt vergessen, wie sehr diese permanente, durchaus nicht leise Geräuschkulisse (so möchte ich es mal liebevoll nennen) an die Nerven gehen kann.
Hat man dann noch eine kleine, trotzende Madame dabei, die anfängt zu heulen, wenn sie die Fliege (oder im Winter eher die sehnlichst herbeigewünschte Schneeflocke) an der Wand stört, könnte man schon mal aus der Haut fahren.
Vor allem, wenn der Muppes schon seit zwei oder drei Stunden gegen das Einschlafen kämpft.
(Gefühl für Raum und Zeit verschwimmt leicht, wenn man kontinuierlich angebrüllt wird.)
Hat man selber dann auch noch in der Nacht vielleicht vier Stunden geschlafen, wenn es hochkommt, weil entweder der Muppes oder aber die Madame oder die eigene Blase irgendetwas von einem wollte, dann ist es ganz vorbei.
Die Belastbarkeit der Nerven nimmt proportional zum wachsenden Schlafdefizit ab. Und man kann gar nichts dagegen tun.

Irgendwann muss dann selbst die liebevollste und aufopfernste Mutti der Welt (die ich sicherlich nicht bin, es gibt bessere Mamas als mich) schon mal in die Küche stürmen und eine Tasse anschreien. Oder einen Teller. Oder was sonst gerade greifbar ist.
Anschließend geht es dann frisch gestärkt und mit ner extra großen Portion Oropax (jedenfalls hätte ich das Zeug gerne hier!) in die nächste Runde.

Im Kopf immer dabei das Mama-Mantra: Es ist alles nur eine Phase!



Die Kinderuhr bekommt ein neues Zuhause!

Johanna hat ihre Pflicht erfüllt, und der Gewinner der schönen Kinderuhr steht fest.




Ori Gami, bitte schicke mir deine Adresse an lebens-nah@gmx.de!
Herzlichen Glückwunsch!

Derzeit gibt es noch bis zum Ende des Jahres ein weiteres Give-away
Diese schöne dottybag von kjomizo!



Versucht euer Glück!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

In eigener Sache...

Lange habe ich überlegt.

Wozu eigentlich?
Ist das nötig?
Muss das sein?
Geht es nicht auch ohne?

Weiß ich nicht.
Nicht unbedingt.
Eigentlich nicht.
Bestimmt.

Trotzdem habe ich es getan.
Hat sich ein Gedanke oder eine Idee - und sei er oder sie noch so hypothetisch- erst einmal eingenistet, wird er oder sie früher oder später in die Tat umgesetzt.

Daher: Nötig oder nicht, uns gibt es nun auch auf Facebook!



Schnipselei 2.0

Als ich damals im November 2012 diesen Blog hier begonnen habe, berichtete ich relativ bald von Johannas Vorliebe für Papier, Taschentücher, Küchenrolle und dergleichen, und dass sie schon seit sie sitzen kann öfter mal als lebendiger Schredder auftrat und -tritt, da sie diese stereotype Verhaltensweise - konzentriertes Zerreißen von Papier - zum Kompensieren benutzt.
Konnte sie irgendetwas nicht verarbeiten oder wurde ihr eine Situation in irgendeiner Form zuviel, dann zog sie sich für Stunden zurück, und nicht selten fand ich danach wahre Schnipselberge in ihrem Zimmer.

Doch man entwickelt sich weiter.
Aus dem unbeholfenen Kleinkind von damals ist inzwischen eine gereifte Kindergartendame geworden, die - ganz nebenbei - schon lange hervorragend mit einer Schere umgehen kann.

Und so begab es sich heute Morgen, dass ich eine arme, malträtierte Puppe in Johannas Zimmer vorfand.





Der eigentlich so pflegeleichte Jonas war gestern Abend extrem unruhig und hat etwa zwei Stunden bitterlich geweint (gebrüllt), bevor er endlich in den Schlaf gefunden hat.
Ich hatte irgendwann bemerkt, dass Johanna sich in ihr Zimmer zurückgezogen hatte, aber dabei gedacht habe ich mir nichts. Jedenfalls habe ich nicht mit einer derartigen Form ihrer Schnipselei gerechnet.

Obwohl ich mich im ersten Moment des Entdeckens sehr geärgert habe und Johanna gegenüber mein Missfallen deutlich geäußert habe, kann man ihr nicht wirklich böse sein.
Zum Einen weiß ich, warum sie so etwas macht, und dass sie sich derart weiterentwickelt hat, dass sie eine Schere nahezu in Perfektion beherrschen kann, hat ja auch etwas Positives.
Zum Anderen ist ihre Erklärung zu süß.




"Damit dem Baby nicht kalt wird am Hals habe ich ihm einen Schal gemacht."

Was soll man da noch sagen?

Und dann ist da auch noch die Tatsache, dass wir heute den allerersten Tag überhaupt ganz ohne Brei und Joghurt über die Bühne gebracht haben. 
Den allerersten Tag!

Zum Frühstück gab es "Brot mit Schoki ohne Kante".
Im Kindergarten hat sich die Madame am Frühstücksbuffet durchgeknabbert.
Zum Mittag gab es "Brot mit Schoki ohne Kante".
Zwischendurch hat sie Cracker schnabuliert.
Zum Abendessen hat Johanna ein Viertel einer Salamipizza (aber ohne Salami) gegessen, und damit der Tag nicht völlig ungesund endet konnte ich ihr sogar noch eine Birne schmackhaft machen. 
Eine ganze Birne!
Und "Brot mit Käse ohne Kante" landete auch noch im Bauch.

Was für ein Tag!
Herrlich.

Soll sie schnipseln. 
Wenn Johanna dafür solche Fortschritte macht, dann soll sie gerne weiterschnipseln.
Aber die Schere nimmt sie erst mal nicht mehr mit in ihr Zimmer!