Freitag, 18. Oktober 2013

[39+2] Autsch!

Ich bin wirklich nicht wehleidig.
Jammere nicht, ertrage stillschweigend, was ich zu ertragen habe, habe eine hohe Toleranzgrenze, was Schmerz angeht und und und.
Dolle Lobhudelei, wa?
Ist aber wirklich so.

Doch nun reicht es.
Auf den allerletzten Metern, quasi auf der Zielgeraden, hat mich tatsächlich noch das Karpaltunnelsyndrom (ich vermute einfach mal, dass es das ist) in voller Pracht ereilt.

Seit Wochen habe ich bereits mit einschlafenden Fingern an der rechten Hand zu tun. 
Doof, aber schmerzfrei. Gewöhnt man sich dran.
Zunächst nur nachts, später dann temporär bei bestimmten Aufgaben tagsüber (Essen, Staubsaugen und ähnliches), inzwischen ist der rechte Mittelfinger komplett, Zeigefinger und Ringfinger teilweise permanent taub. Ameisengetrappel in den Fingern. Herrlich.
Beschwere ich mich aber auch nicht drüber.
Hatte ich damals bei Johanna auch, kann halt passieren in ner Schwangerschaft.

Aber diese Nacht war der blanke Horror.
Vernünftigen Schlaf habe ich schon lange abgeschrieben dank stündlichen Toilettengängen, aber diese Nacht schmerzte der Mittelfinger derart, dass ich des öfteren mal nachgeschaut habe, ob er noch die richtige Farbe hat. Ernsthaft. Nicht, dass der mir noch klammheimlich abstirbt und sich schwarz verfärbt.
Sowas habe ich noch nicht erlebt. Und solche Schmerzen hatte ich bisher auch selten.

Ist man gerade mehr oder weniger entspannt in die Welt der Träume entschwunden, steht der Finger in Flammen. Immer wieder.
Um halb fünf hatte ich die sprichwörtliche Schnauze voll und bin aufgestanden. Aufrecht und in Bewegung sind die Finger zwar weiterhin taub, aber es tut immerhin nichts weh.

Um sechs Uhr stand dann auch die Madame auf der Matte (super Zeit!), und somit haben wir uns gemütlich im Dunkeln auf die Couch vor den Fernseher gelümmelt. Benjamin Blümchen.
Das perfekte Wach-Werd-Programm.

Unter diesen Umständen darf der kleine Mann bitte genau jetzt auf die Welt kommen, noch so eine Nacht (oder fünf, wenn er uns bis zum ET warten lässt oder gar noch mehr, wenn er faul ist) kann ich gar nicht gebrauchen. 
Mag ich nicht, will ich nicht, nein, nein, nein.

Und letztendlich erträgt man es doch, denn eine Wahl hat schwangere Frau sowieso nicht, und vergessen ist das alles auch ganz schnell, sobald Zwerg auf der Welt ist.

Das Wunder der Geburt.

Kommentare:

  1. Ohje.... Hast du das auch außerhalb der Schwangerschaft, oder sind das nur gerade die Umstände?
    Mein Freund hat das auch und er meint, man kann sich das ungefähr so vorstellen, wie wenn man nach einer Schneeballschlacht die Finger unter kochend heißes Wasser hält. Er hat sich jetzt dafür entschieden das operieren zu lassen, ist wohl nur ein Routineeingriff, falls dich das öfter mal plagt, ist das vielleicht gar keine schlechte Option.
    Dir alles Gute, für die böse Hand und für die Geburt sowieso.
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Ann-Sophie

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    1. Ich habe das zum Glück nur aufgrund der Schwangerschaft (hoffe ich!). Hatte das auch am Ende meiner ersten Schwangerschaft, aber sonst habe ich nie Last damit. Der Vergleich deines Freundes ist sehr treffend, und wenn man damit generell Probleme hat, würde ich auch die OP in Erwägung ziehen.
      Gruß,
      Rebecca

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