Montag, 9. September 2013

Shopping am Sonntag

Samstagabend, viel zu spät, als dass man an der Situation noch was hätte ändern können - hauptsächlich der Bequemlichkeit wegen, weil niemand mehr Lust hatte, noch zu real.- zu fahren und Getränke zu holen - stellten wir fest, dass wir nur noch wenige Flaschen Wasser im Kühlschrank stehen hatten.

"Lass doch dann morgen einfach mal wieder nach Venlo fahren."
Gute Idee, Schatz.

Dort gibt es ein großes Einkaufszentrum - Lebensmittel - und viel anderes drumherum, das praktischerweise sieben Tage pro Woche geöffnet hat.

Somit verschlug es uns Sonntag nach dem Frühstück auf die Autobahn Richtung Niederlande.




Natürlich war das "Tref" voll wie immer, sonntags vor allem von Deutschen frequentiert, aber bei der Grenznähe auch kein Wunder. 
Das Shoppingtier "Mensch" muss eben auch am heiligen Sonntag dem Konsum frönen - notfalls im Ausland. 
Wir sind da keine Ausnahme.




Zu unserem Glück sind dort derzeit "Hamsterweken" (Hamsterwochen) - Rabatte, Rabatte, Rabatte!
Also luden wir uns die Karre mit allem möglichen Zeug voll, das man eben in den Niederlanden so kauft: Kaffee, Kleinkuchengedöns, Heineken, Vla (!) und auch das ein oder andere Produkt, das wir tatsächlich akut benötigten.
Nur kein Wasser.
Natürlich nicht.
Dafür noch ganz viel anderes.





Auf diese weichen Pappbrötchen da in der Mitte vom Bild steht Thomas übrigens. 
Ich reiße mich nicht unbedingt darum, aber soll er sie essen.

Das sind so die Momente, in denen ich die Nähe zum Ausland echt zu schätzen weiß.
Ohne großen Aufwand - 30km bis nach Venlo sind wirklich keine Strecke - kann man sich ein bißchen Urlaubs-Exotik-Feeling in den Kühlschrank und den Vorratsschrank holen: Man packt sich die Bude voll mit Lebensmitteln, auf deren Verpackung alles nur in fremdländisch steht, und schon fühlt man sich, als wär man auf Reisen. Super!

Ist man schon mal "drüben", darf die obligatorische Stärkung natürlich nicht fehlen: Frikandel mit Fritten.




Ich habe die Portion übrigens nicht geschafft. Jonas nimmt einfach zu viel Raum ein, und da er nach wie vor im Bauch sitzt drückt er eh ganz schön viel vom Magen zusammen, weg, was auch immer. Sodbrennen lässt grüßen, obwohl sowieso schon gar nicht mehr viel Nahrung in mich reinpasst.

Johanna hatte ihren ganz eigenen Spaß.
Gefährte jeglicher Art, in die man sich reinsetzen kann, ziehen sie an wie die sprichwörtlichen Exkremente die Fliegen.
Nur bewegen dürfen sich die Gefährte nicht, da ist sie immer noch sehr empfindlich. Ich finde das nun allerdings nicht so wahnsinnig tragisch, das schont nämlich den familiären Geldbeutel.




Alles in allem ein gelungener sonntäglicher Shoppingausflug, in dessen Zuge wir auch noch relativ erfolglos durch einen Babymarkt und ein Möbelhaus stromerten - aber Spaß gemacht hat es trotzdem.

Nur die Übungswehen, die ich nach drei Stunden Lauferei passenderweise genau vor dem Babymarkt dann bekommen habe, die haben nicht so viel Spaß gemacht. Zwangen mich eher dazu, mich hinzusetzen, so unangenehm fühlten die sich an. Auch später zu Hause noch hatte ich den ganzen Abend Spaß mit dem harten Bauch und dem Ziehen.
Mein Körper sagt mir mittlerweile recht deutlich, wenn er genug hat.
Erschreckend deutlich.

Aber das war es wert.
Schöner Tag.

Kommentare:

  1. Das sind halt die Vorteile wenn man so grenznah wohnt, könnte ich direkt neidisch werden.

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  2. Wenn wir nach Venlo fahren, fahren wir immer in die Innenstadt zu den zwei Brüdern ^^ Auch ein super Laden, wo man Lebensmittel relativ günstig kaufen kann :D

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    1. Bei den zwei Brüdern bezahlt man - je nachdem, was man kauft - aber den Touri-Bonus mit. ;o) Deshalb kaufen wir Lebensmittelgedöns außerhalb, und durch Venlo selber wird nur gebummelt und "richtig" geshopped.

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