Samstag, 14. September 2013

Geduld ist eine Tugend

Manchmal besteht die größte Herausforderung darin, geduldig zu sein.

Heutiges Mittagessen: Kartoffel-Möhrengemüse (selber gestampft und somit kein Brei, sondern recht stückig) mit gebratenem Leberkäse mit Zwiebeln.

Johanna hat es gegessen.




Einige Löffel Gemüse (mit Kauen), ein kleines Eckchen vom Leberkäse hat sie abgeknabbert, und zwei Zwiebelstückchen sind ebenfalls kleingekaut verschwunden.
Dann war es offensichtlich genug, und sie wollte lieber Brei essen.

Manchmal fällt es mir schwer zu verstehen, warum sie nun nicht richtig reinhaut, wenn sie etwas, was ihr laut eigener Aussage schmeckt, vor sich stehen hat. Warum sie es nicht so verputzt wie sie ihren Brei verputzt.
Ich muss mir immer mal wieder vor Augen führen, dass das alles neu für sie ist, dass sich Johanna Schritt für Schritt an diese unbekannte Erlebnis- und Geschmackswelt herantastet, und dass das eben seine Zeit braucht.

Und mal ehrlich: Die vormittägliche Zwischenmahlzeit konnten wir heute ersetzen. Statt Brei oder Vanillequark gab es ein trockenes Brötchen, und die Madame hat sich damit zufrieden gegeben. 
Im Kindergarten hat sie in den letzten zwei Wochen - seit die Ferien zu Ende sind - noch nicht ein einziges Mal Brei essen wollen, statt dessen mümmelt sie sich durchs ganz normale Frühstücksbuffet.
Und beim Mittagessen probiert sie nun erst einmal unser Essen, bevor sie dann auf ihren Brei umschwenkt.

Das ist doch großartig, oder?

Muss sich die Mama ab und zu selber sagen...

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