Donnerstag, 26. September 2013

[36+1] Versackt.

Eigentlich eher ordentlich abgesackt.
Den Bauch meine ich.
Der hängt mir bald auf den Knien.

Ich möchte mich ja nicht beschweren.
Ich bin froh, dass Jonas den Weg gefunden hat, dass er sich mit seinem Kopf in meinem Becken scheinbar so wohl fühlt, dass er immer tiefer wandert, dass ich wieder atmen und essen kann, ohne permanent Luftnot und Sodbrennen zu haben.
Dafür kann ich seit zwei Wochen oder so keinen Schritt mehr schmerzfrei tun, weil der kleine Mann ordentlich aufs Schambein drückt. Oder irgendetwas drückt. Kettenreaktion durch den kleinen Mann. Jedenfalls tut es weh.
Außerdem verspüre ich öfter mal spontan den Reflex, die Hand zwischen die Beine halten zu wollen, damit Jonas nicht rausplumpst.
Sieht ein bisschen doof aus, wenn man da grad in der Stadt oder sonstwo unterwegs ist.

Denn unterwegs bin ich trotz schmerzhafter Fortbewegung nach wie vor. Geht ja auch nicht anders mit Kind und so. Ich bin auch nicht wirklich der Jammertyp, ändern kann ich es eh nicht, und bald ist es ja auch wieder vorbei. 
Trotzdem werde ich den Kindergarten-Waldspaziergang am Sonntag wohl eher nicht mitmachen.
Man muss es ja nicht übertreiben.
Ich möchte auch nicht die sensiblen Waldtierchen irritieren: Ne dicke, menschliche Mama, die wie ein zu groß geratener Pinguin breitbeinig im typischen Schwangerengang durch den Wald watschelt. Nee, nee.

Heute beim Ringelröteln-Kontrolldoppler zeigte sich übrigens, dass Jonas die 3kg-Marke geknackt hat. 
3017 Gramm und knapp über 51cm Körpergröße. 
Plusminus, wie das halt mit den möglichen Schwankungen so ist.
"Perfektes Kind", nannte Frau Doc ihn. 

In meinem Blut ist die Ringelröteln-Infektion immer noch nachweisbar, obwohl sie mittlerweile rund 8 Wochen zurückliegt. Schon spannend, und umso erfreulicher, dass Jonas tatsächlich nichts davon abbekommen hat. Trotzdem soll ich die Entbindungsklinik darauf hinweisen, dass sie nach der Geburt etwas Blut von ihm ins Labor schicken, damit es daraufhin untersucht werden wird.
Werde ich natürlich tun.
Ich bin sowieso nun eingedeckt mit Berichten und Laborbefunden, damit ich beim gemütlichen Kennenlernen nächste Woche bereits einiges vorlegen kann.

Nun sitze ich hier bei meinem Tässchen Himbeerblätter-Tee - der schmeckt mit Honig gesüßt übrigens erstaunlich gut, ganz im Gegenteil zu dem, was mir die meisten anderen Mamis erzählt haben - und überlege, wie lange wir wohl noch haben.
Ob die Korrektur des Entbindungstermins zutreffen oder ob Jonas doch um den ursprünglichen Termin acht Tage früher zur Welt kommen wird.

Meinetwegen muss er sich nicht bis zum letzten Tag Zeit lassen. Ich bin neugierig.
Außerdem nerven die Schmerzen beim Laufen etwas.

Aber lassen wir uns überraschen.
Wie ich öfter mal sage und schreibe: Et kütt eh, wie et kütt.

1 Kommentar:

  1. Ach Gott, wenn ich zurückdenke... die letzten Wochen sind wirklich nicht mehr so lustig und oft eine Plage. Die Natur richtet es schon so ein das man sich sogar auf so etwas schmerzliches wie die Geburt richtig freut und es irgendwann einfach kaum mehr erarten kann diesen neuen Menschen in den armen halten zu dürfen - ist auch gut so nicht? Ach, ich bin soooo gespannt, es ist so aufregend und ich fieber ja sooo mit mit Euch.... *hibbel&rumhüpf*
    Ich bin froh das er sich noch so gut gedreht hat und wünsche Euch wirklich eine schöne, intensive und vor allem natürliche Geburtserfahrung. ^^ Das hatte ich leider nicht...
    Alles alles gute noch....
    MamaMia

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