Freitag, 6. September 2013

[33+2] Dreh dich!

Noch 46 Tage bis zum voraussichtlichen Entbindungstermin (sofern sich Jonas überhaupt so viel Zeit lässt), und der kleine Mann sitzt nach wie vor in meinem Bauch.
Beckenendlage par excellence.

Da sich das bis auf eine einzige Ausnahme bei sämtlichen Untersuchungen der letzten Monate so gezeigt hat, haben mein Doc und ich vorgestern bei der Vorsorge ganz vorsichtig die Option "Kaiserschnitt" angesprochen.
Eigentlich hat mein Doc sie angesprochen, ich habe größtenteils zugehört.
Wie das halt zwischen Arzt und Patient so ist.

Spontane Geburt einer Beckenendlage ist prinzipiell natürlich möglich, man muss aber das Risiko abwägen, und in meinem Fall rät mir mein Doc dringend von dieser Möglichkeit ab, da innen einfach alles zu eng und das Risiko für Komplikationen dadurch sehr hoch sei.

Da bin ich ganz bei ihm.

Johanna ist damals "richtig herum" kaum um die Kurve und durch den Geburtskanal gekommen, bahnte sich über viele, viele Stunden millimeterweise den Weg und musste letztendlich mit Saugglocke, Schnitt und Riss heraus befördert werden, ich mag mir gar nicht vorstellen, was "Hintern voran" passieren würde.

Heute hatte ich dann mal wieder Treffen mit meiner Hebamme, und natürlich haben auch wir beide das Problem erörtert.
Selbstverständlich hat Jonas noch etwas Zeit, sich von alleine zu drehen, und darauf hoffe ich ja.
Aber ein bisschen tricksen kann man ja schon.

Heute gab es eine ganz wunderbare Massage durch meine Hebamme, zum Einen, um die gerne mal (vor allem nachts) einschlafende rechte Hand besser in Fluss zu bekommen, zum Anderen aber auch, um Jonas mehr Platz im Bauch zu verschaffen und mir einfach mal was Gutes zu tun.
Die komplette Rückseite und das Becken waren dran, beim nächsten Termin wird dann die Vorderseite (Bauchmuskeln, Zwerchfell usw.) bearbeitet.

Bis dahin kann ich den Bauch auch selber massieren.
Da ich weiß, wo sich welches Körperteil von Jonas befindet, kann ich in Purzelbaumrichtung massieren und ihm so eventuell den Weg weisen.
Auch die obligatorische Taschenlampe hat mir meine Hebamme genannt (um den Weg nach unten quasi zu leuchten) oder die Spieluhr auf dem Oberschenkel.

Schwimm zum Licht oder zur Musik, kleiner Mann!

Ein bißchen schmunzeln musste ich ja, als mir die Gute sagte, manchmal bringe es auch etwas, mit seinem Kind ins Gespräch zu kommen. Einfach zu sagen: "Pass auf, Jonas, es ist für uns beide viel leichter, wenn du dich in die richtige Geburtsposition drehst."
Ich seh mich schon bei Kaffee und Kuchen mit dem kleinen Mann die Thematik erörtern.

Wir werden mal sehen, was sich die nächsten zwei Wochen so tut.
Vielleicht haben wir Glück, und Jonas dreht sich noch von alleine.
Massage und so etwas werde ich versuchen, und wenn alle Stricke reißen gibt es auch noch die Möglichkeit der "äußeren Wendung".
Ne größere Angelegenheit, zwei Tage Krankenhaus, aber immer noch besser als ein Kaiserschnitt, denke ich.

Warten wirs mal ab...

1 Kommentar:

  1. Hm.... so ein kleien rFaulpelz also. Na, hoffenw ir weiter, dann red mal ein Wörtchen mit ihm!
    Was für liebe Tipps und umsorgungen deienr Hebamme, schön das Du so eine tolle gefunden hast die dir zur Seite steht.
    Denk einfach mal positiv, aber behalte die Optionne im Hinterkopf, kann ja nicht schaden.
    Und letztenendes ist dann acuh egal wie er zur Welt kommt, hauptsache er kann sich dann gesund und munter in Deine Arme kuscheln!
    Alles gute weiterhin, ich drück Euch die Daumen.
    GLG, MamaMia

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