Freitag, 12. Juli 2013

Besuch bei der lieben Verwandtschaft "janz weit drüüüben"!

Meine Schwiegeroma aus einem weit entfernten Örtchen unweit von Jena in Thüringen hatte am letzten Wochenende zur Geburtstagsfeier eingeladen. Natürlich ließen wir uns nicht lange bitten und freuten uns gleich auf diese paar Tage - Freitag bis Sonntag - "Rauskommen aus dem Alltag".
Wenngleich wir uns auf die fünfstündige Fahrt eher weniger freuten, aber um die kommen wir aufgrund der Entfernung leider nicht herum.

Erfreulicherweise haben wir ein sehr liebes Kind, das weder murrt noch meckert im Auto, geschweige denn, dass mal ein Weinen zu vernehmen wäre. 
Die Madame sitzt einfach geduldig in ihrem Sitz, schaut aus dem Fenster, schiebt vielleicht mal ein kurzes Nickerchen ein, schaut sich ihre Bücher an oder malt, unterhält sich mit uns und ist schlicht (ganz im Gegensatz zur werten Mama *räusper*) die Geduld in Person.

Einquartiert waren wir in einem lauschigen, gutbürgerlichen Hotel mit gemütlichem Innenhof.




Diesen konnten wir prima nutzen, um die Mittagszeit zwischen einem Spaziergang...




...und dem beginnenden Festmahl zum Geburtstag zu überbrücken.





Kurzerhand wurden die Malsachen ausgepackt, und Papa und Töchterlein betätigten sich künstlerisch.
Als Stiftetasche musste übrigens für die Reise ein Waschbeutel von Smithy herhalten, aufgrund der Beschichtung im Inneren ist er auswaschbar und somit auch hervorragend für Stifte aller Art geeignet. Kleine Zweckentfremdung aus der Not heraus, aber Johanna liebt ihre "Ententasche" sowieso und würde sie am liebsten überall mit hinnehmen.

Bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag sah Johanna beinahe aus wie ein "normal" essendes Kleinkind. Der klassische Thüringer Kuchen, den es zu diesen Gelegenheiten "janz weit drüüüben" immer gibt ist aber auch wie gemacht für die Madame. 
Lauter kleine, süße, unglaublich leckere Häppchen.




Auch Plüschkater Tom wollte unbedingt am kulinarischen Gedönse teilnehmen, allerdings erst später am Abend, und irgendwie habe ich auch den Eindruck, er kommt in seinen Vorlieben etwas mehr auf meinen Mann als auf Johanna und mich.




Bevor es am Sonntag wieder nach Hause ging legten wir zunächst rund 120km tiefer in den Osten Deutschlands zurück und landeten bei weiteren Schwiegergroßeltern in Sachsen.
Wenn wir schon mal in der Ecke sind nehmen wir natürlich alles an Verwandtschaft mit, was es dort gibt.




Den Keks hat bei diesem Besuch nicht Kater Tom angeknabbert sondern tatsächlich Johanna angelutscht, aufgeweicht und runtergeschluckt.
Wieder ein Grund für Freude und Stolz.
Sie traut sich immer mehr.

Spät am Abend - gegen 22 Uhr - waren wir dann nach gut sechs Stunden Fahrt müde aber glücklich zurück in der Heimat, und wir freuen uns schon wieder auf den nächsten Besuch... wann auch immer wir den antreten können.

Kommentare:

  1. Kahla!!! Hab ich recht oder hab ich recht? :D

    Wir waren vor ein paar Wochen in demselben Hotel, da meine Schwiegermama ihre 50 in ihrer Heimat gefeiert hat. Leider haben wir was den Service angeht keine guten Erfahrungen gemacht und wurden auch ordentlich (finanziell) über den Tisch gezogen. Schade...Da das Hotel doch sehr gemütlich und sauber war.
    Jeder macht aber natürlich andere Erfahrungen uns schön wenn ihr vollkommen zufrieden wart. Wir würden halt keine Familienfeier dort mehr ausrichten lassen und sie schienen auch "etwas" überfordert das ein Baby an Bord war (speziell die Mahlzeitenzubereitung).


    Viele Grüße Jana

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    1. Jau, Kahla. :)
      Wir haben nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings hatten wir auch nichts mit Bezahlerei und so zu tun. Wir waren ja nur Gast. Über den Service konnten wir uns nicht beklagen.
      Habt ihr auch was vom "Männerchor" von gegenüber mitbekommen? Die Burschenschaft aus dem Haus gegenüber gab Freitagabend/-nacht dunkelbraun eingefärbtes Liedgut zum Besten, ich hab gedacht, ich bin im falschen Film...

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  2. Die Feier an sich haben wir natürlich nicht bezahlt, nur unsere Zimmer aber meine Schwiegermama hat dann ordentlich Dampf bei uns abgelassen. Es wurde halt auch alles nur telefonisch abgewickelt, wäre man persönlich dort gewesen wäre es womöglich anders gelaufen. Ich hab darüber einen kleinen Post verfasst: http://tanzballerina.blogspot.de/2013/05/feste-feiern-wie-sie-fallen.html
    Es haben auch noch weitere Details von der Homepage nicht gestimmt und ich habe auch net alles aufgezählt. Man möchte ja auch nicht beleidigend werden. Ich denke auch wäre unser Kind schon etwas älter und wir auch nur dort um Urlaub zu machen, hätte ich mich nicht beschweren können.

    Wir sind Samstag angereist aber wir wurden schon vorgewarnt dass sich das Örtchen zum "Rückzugsort für Rechtsextreme" entwickelt hat. Daher nicht verwunderlich...leider. Denkt man gar nicht von dem Ort, da er so klein und lauschig ist.


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    1. Prinzipiell kenne ich es, da ich einige Jahre in Jena gelebt und studiert habe, aber derart offen wurde ich selbst in der Zeit nicht mit dem Rechtsextremismus konfrontiert. Man sah regelmäßig die passenden Gestalten, aber so gehört habe ich sie nie. Nun ja, öfter mal was neues... werde mir nun mal deinen Post zu Gemüte führen. :)

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