Dienstag, 28. Mai 2013

[18+6] Menschlicher Siebenschläfer

Ich glaube, ich bin gar nicht schwanger.
Ich bin in einen siebenschläferähnlichen Winterschlaf gefallen.
(Bei dem Wetter ja auch nicht weiter verwunderlich. Heute ausnahmsweise mal Sonne, morgen schon wieder kalt und Regen.)

Ich weiß, das habe ich schon ein paar Mal geschrieben und gesagt, aber trotzdem: Bei Johanna damals hatte ich das nicht.

Ich bin permanent müde. Nicht nur das, richtig körperlich erschöpft.
Meinen Beinen scheinen tonnenschwere Gewichte angehängt worden zu sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass ich sie kaum vom Boden heben kann und mich regelrecht durch die Gegend schleppe.
Nicht erst nachmittags oder gar abends, nein. Das fängt morgens nach dem Aufstehen (bzw. aus-dem-Bett-Quälen) an und hält sich kontinuierlich durch den ganzen Tag.

Wie ein Zombie.
So lange ich nicht wie einer aussehe...

Spätestens um 16 Uhr macht mein Körper Feierabend.
Bin ich unterwegs, halte ich mich noch krampfhafter wach als sowieso schon.
Zu Hause allerdings schlafe ich dann auch gerne einfach mal im Sitzen auf der Couch ein.
Mitten im Geschehen, während ich was-weiß-ich-was mache und eine quirlige Dreieinhalbjährige um mich herumwuselt.
Ich lehne mich nur mal kurz zurück und schon bin ich weg.

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man den erzieherischen Pflichten nachgeht, aber ich komme nicht gegen diese Müdigkeit an.
Zum Glück kann sich Johanna sehr gut alleine beschäftigen und dreht mir auch nicht die Bude auf links.
Meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das auch in Zukunft auf gar keinen Fall passieren wird, würde ich allerdings nicht. Sie ist eben doch nur ein kleines Kind.

Johanna benimmt sich (bisher), ich hingegen baue den Bockmist.

Nahezu schlafwandelnd, aber dennoch schwungvoll setze ich rückwärts aus der Parklücke aus.
"Moment, da stand doch irgendwo noch ein Pöller..." - RUMMS.
"Ach, da isser ja..."

(Anm. d. Red.: Ich fahre seit 15 Jahren Auto. Ich fahre viel, ich fahre gut, ich fahre sicher, und ich fahre zügig.Sowas ist mir noch nie passiert, aber einmal muss ja das erste Mal sein.)




Nun ja. Rücklicht im Eimer, ein schöner Abdruck vom Pöller im Auto, und die Stoßstange hat tatsächlich nen ordentlich Riss abbekommen.
Hat auch nicht jeder.

Übrigens habe ich mich just heute Morgen - VOR dem "Unfall" - mit meiner Hebamme über diese krasse Müdigkeit/Erschöpfung unterhalten. 
Die mich nicht nur heute auch im Straßenverkehr beeinträchtigen könnte, da ich einfach nicht besonders aufmerksam bin (sein kann) zur Zeit. 
Da mein Eisenwert ausgesprochen gut ist hat sie mir nun erst mal Sanddorn-Elixier von Weleda empfohlen. Soll die Lebensgeister wieder wecken.
Sollte sich allerdings rein gar nichts in der Richtung tun, werde ich (auf ihr Anraten hin) bei der nächsten Untersuchung vom Doc in zwei Wochen darum bitten, meinen Vitamin-D-Wert zu überprüfen. 
Vielleicht liegt dort ja der Hase im Pfeffer begraben.

Müde sein ist ok und gehört zur Schwangerschaft im Grunde dazu.
Aber so heftig, dass ich mich kaum zur Arbeit schleppen kann und mich zunehmend unsicher im Straßenverkehr fühle, das ist etwas zu viel des Guten.

Kommentare:

  1. Eigentlich ist Müdigkeit ja normal in der Schwangerschaft aber ich hatte auch sowie du richtig schlimme Müdigkeit einmal Augen zu und ich war weg. Bei mir lag es damals an meiner Schilddrüse die haben eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt.

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  2. Wenigstens hast du ne Ausrede für deinen Autoschaden ...
    Ich schaffe sowas auch ohne SS.... leider, obwohl, seit die Parkpiepser dran sind ist noch nix wieder passiert *schnell auf Holz klopf*
    Vielleicht hilft ja das Sandorn Elixier ;-) Ich drück die Daumen. Nicht das du die schönsten Wochen verpennst ! LG Bibi

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