Dienstag, 12. Februar 2013

Serienjunkie

Ja, ich bin ein Junkie.

Ich brauche meine Droge wie die Luft zum Atmen. 
Gerate in atemlose Verzückung, verliere mich gefesselt in Spannung oder gelangweilt in Enttäuschung. Alles ist möglich. 
Bekomme ich meine regelmäßige Dosis nicht werde ich unausstehlich. Gereizt, zitternd, schweißausbrechend dürstet es mich nach meiner Droge.

Ja, ich bin ein Serienjunkie.

Man möge mich aber verschonen mit Schmonzetten und zu viel Geschwafel. 
Diese "typischen" Hausfrauenserien sind ebenfalls nicht mein Ding. Ich bin keine desperate Housewife, und auch Grey's Anatomy, Private Practice und Konsorten ringen mir nur ein müdes Lächeln ab.

Dexter hingegen, der ringt mir aktuell ein extrem verzücktes Lächeln ab.
Dessen Staffeln verspeisen wir derzeit abends als lecker Dessert häppchenweise.
Da das Fernsehprogramm sowieso zu vergessen ist, verpassen wir nicht einmal etwas. Im Gegenteil. Wir bereichern unseren Fernsehabend.

Es darf gerne blutig sein, abgedreht, strange, durchgeknallt, aber bitte mit Humor, Sarkasmus, Zynismus oder ähnlichem. Und ein bißchen Intelligenz schadet auch nicht. 
Es darf anders sein, gerne auch weniger bekannt. Muss kein Mainstream sein.

Schon lange habe ich sämtliche (bis dato veröffentlichten) Staffeln von Supernatural verspeist, mittlerweile müsste ich mich wieder auf den neuesten Stand bringen. Warehouse 13 steht ebenso auf der Speisekarte wie American Horror Story, Haven oder The Walking Dead
Aber auch Person of Interest und natürlich der unvergessene House wussten und wissen immer noch zu begeistern.

Ich könnte noch ewig weitermachen. Es gibt so viele, tolle Serien, die tage- ach was wochenlanges Fernsehvergnügen versprechen.
Ganz im Gegensatz zu dem, was sonst so in der Glotze läuft.
Tagsüber kaum einschaltbar, es sei denn, man möchte sein Gehirn gezielt ausschalten. 
Dann empfiehlt sich durchaus ein Blick in irgendeine der unzähligen Hartz-IV-TV-Sendungen. Manchmal tatsächlich belustigend, aber meistens schlicht nicht ertragbar.
Und abends... abends war alles auch schon einmal besser.

Da loben wir uns unsere Serienstaffeln. So hat man immer was zu schauen.
Zum Glück ist mein Mann da genauso gestrickt wie ich.
Wir müssen abends nicht überlegen, was wir gucken können, sondern bei welcher Folge wir stehen geblieben waren.

Selbst Johanna tritt bereits in unsere Fußstapfen. 
Manchmal. Und sehr wohl dosiert. 
Lange interessiert sie sich zum Glück aber eh noch nicht für die Flimmerkiste, da muss ich gar nicht groß intervenieren.




Und wenn sie doch mal etwas sehen möchte, dann kommt der bärige, gelbe Freund immer sehr gelegen. Wunderbar kindlich aufbereitete 15 Minuten Zeichentrick-Unterhaltung für die Kleinen. 
Und Mama guckt es manchmal auch noch ganz gerne.

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