Dienstag, 5. Februar 2013

Die Angst ist ständiger Begleiter...

Wir kämpfen mit dem Infekt und dem dazugehörigen Fieber.
Auf über 39 Grad ist es heute Morgen wieder angestiegen, Johanna hat noch nicht wirklich etwas gegessen seit gestern Abend, und sie schläft, schläft, schläft.

Natürlich nicht in ihrem Bett, nein, dort könnte man im Ernstfall ja etwas verpassen.
Denn sie mag auch noch so krank sein und noch so tief schlafen, wenn es spannend wird, ist sie schlagartig wieder wach.
Genauso, wenn ich versuche, sie rüber in ihr Bett zu tragen. Da kann ich sie auch mit Samthandschuhen berühren, sie merkt es trotzdem, wird wach, und ich habe nicht die geringste Chance, sie davon zu überzeugen, dass es in ihrem Bett viel bequemer ist.

So hat sie heute Morgen erneut "Papas Sessel" bezogen und seitdem auch nicht mehr verlassen.


Immerhin trinkt sie. Stilles Wasser. Wie immer nichts außer stillem Wasser. Soll mir recht sein.
Allerdings würde ich mich wesentlich besser fühlen, wenn sie noch mehr trinken würde.

Als wir das letzte Mal mit einem derart schweren Infekt zu kämpfen hatten (allerdings hatte Johanna damals nicht ansatzweise so hohes Fieber wie jetzt), sind wir innerhalb von zwei Tagen aufgrund Nahrungs- und Wasserverweigerung im Krankenhaus am Tropf gelandet - und dort auch die ganze Woche hängengeblieben.
Das ist knapp ein Jahr her.

Aber man vergisst es nicht.
Vergisst die Sorge und die Verzweiflung nicht. Wie es sich anfühlt, den regungslosen Körper des eigenen Kindes auf dem Arm zu haben und zu wiegen, während man darauf wartet, dass die Flüssigkeit, die stetig in seinen kleinen Körper tropft, endlich Wirkung zeigt.

Man vergisst auch nicht die Krankenschwestern und selbst Ärzte, die einen anschauen, als sei man völlig bescheuert, wenn man erklärt, dass das Kind bitte Brei zubereitet bekommen müsse, sollte es irgendwann endlich wieder nach etwas Essbarem verlangen. 
Die teilweise verständnislosen, teilweise anklagenden Blicke. 
Was bist du denn für eine Mutter?
Das wird so mancher gedacht haben.

Und die Angst, dass es wieder so kommen könnte, begleitet einen ständig.

Jede kleinste Regung wird registriert und bewertet.
Wie ist sie drauf?
Wirkt sie schlapp? Schlapper als es normal wäre in dem Zustand?
Spricht sie noch?
Wird sie apathisch?

Jede Windel wird untersucht auf Flüssigkeitsgehalt.
Lässt sie noch genug Wasser? Oder bewegen wir uns schon wieder auf tropfbringende Austrocknung hinzu?
Die Windeln könnten voller sein, zumindest ich würde mich dann wesentlich besser fühlen.

Ich hoffe wirklich, wir bekommen dieses Mal ohne Krankenhaus die Kurve.

Kommentare:

  1. Och mensch, gute Besserung an Johanna!
    Hoffe ihr gehts vielleicht schon einen kleinen Tick besser

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  2. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass sie schnell wieder fitter wird... Gute Besserung kleine Maus

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