Donnerstag, 28. Februar 2013

[7+2 oder 6+3] Übel, übel, übel!

Ich bin gespannt, auf welche Schwangerschaftswoche wir uns beim nächsten Termin festlegen werden, und bis dahin muss ich wohl weiterhin mit dieser permanenten Übelkeit zurecht kommen.

Ich werde nachts wach, weil die Toilette ruft, und mir ist übel.
Ich wache morgens auf, weil die Toilette erneut ruft oder die Madame oder der Wecker, und mir ist übel.
Ich schleppe mich durch den Morgen (entweder zu Hause oder auf Arbeit), und mir ist übel.
Ich erledige, was zu erledigen ist, und mir ist übel.
Am Nachmittag ist mir übel.
Am Abend ist mir übel.
In der Nacht ist mir übel.

Nur übergeben muss ich mich nicht.
Großartiger Trost.

Noch viel besser: Ich habe gelesen, dass Frauen, die unter Schwangerschaftsübelkeit leiden, ein deutlich geringeres Risiko für einen Frühabort haben.
Wenns danach geht ist das Kind so gut wie auf der Welt.
Ist zwar ein netter Gedanke, hilft mir aber nicht so wirklich. Die Übelkeit nervt mich enorm. Manchmal könnte ich wirklich heulen. 
Was durchaus auch mit den Hormonen zusammenhängen könnte (Happy End im Hartz-IV-TV? Das geht auf die Tränendrüse!), aber nein, es liegt an der Übelkeit. 
Ich weiß ja, wofür ich das auf mich nehme, aber ehrlich, es nervt inzwischen trotzdem ungemein!

Seit zwei Wochen oder so ist mir nun quasi permanent speiübel.
Total aufmunternd sind auch die Reaktionen meines Umfeldes. Ich werde gefragt, wie es mir geht, ich antworte, dass mir - wie immer - schlecht ist, und ich ernte eine Mischung aus Lächeln und Lachen (kennt ihr sicherlich).
Was bitte ist denn daran so lustig? Mein Mann lacht dauernd, meine Mama lacht, alle lachen. Ja, es ist ein schöner Grund, der mir diesen Ausnahmezustand beschert, keine Frage, aber trotzdem... Lachen ist doch doof!

Nun versuche ich mir auf Anraten meines Arztes hin mit Nux vomica D6 zu behelfen. Globuli. 
Momentan pfeife ich mir alle halbe Stunde acht Kügelchen rein (Dosierungsanleitung der Apothekerin) und hoffe auf baldige Linderung.

Immerhin ärgert mich mein Kreislauf nicht mehr (nur morgens ab und zu), und auch sonst ist alles bestens, aber diese Übelkeit! 

Mir ist übrigens nicht schlecht, wenn ich esse oder gerade gegessen habe.
Aber - und da sind mein Arzt und ich absolut einer Meinung - gerade ich sollte nun nicht dazu übergehen, den ganzen Tag zu essen.
Aber ich habe umgestellt auf mehrere kleine Mahlzeiten anstelle von drei Großen. Das hilft auch schon ein wenig.

Und ansonsten warte ich nun auf die Wunderheilung durch die Globulis.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Endlich!

Darf ich vorstellen:




Unser Bauchbewohner.

Nur ein kleines Krümelchen, noch so winzig, aber das Herzchen schlägt schon kräftig im Takt.
Als ich den ersten Blick erhaschen durfte, hatte ich schlagartig einen dicken Kloß im Hals.
Was für ein Wunder!
Da wächst ein kleines Baby in mir heran.

Zum zweiten Mal, aber trotzdem so neu, so aufregend, so faszinierend und wunderbar.

Gar nicht aufregend, faszinierend und wunderbar allerdings ist die Tatsache, dass seit der Schwangerschaft mit Johanna scheinbar einiges verändert worden ist.

"Der Ultraschall zur Schwangerschaftsfeststellung kostet aber leider 21 Euro. Das übernehmen die Kassen nicht mehr."

Äh, wat?
Was machen Menschen, für die 21 Euro viel Geld sind? 
Schwangerschaft unfestgestellt laufen lassen?
Merkwürdig.

15 Euro für die Toxoplasmosegeschichte, abgesehen davon kommt auch noch die Rechnung vom Labor direkt zu mir nach Hause, Bescheinigung für den Arbeitgeber kostet natürlich auch Geld, und die Medikamente gegen die alles überdauernde Übelkeit und eine Infektion, die ich mir zugezogen habe (geht das schon wieder los?!) muss man natürlich auch selber finanzieren.
Jede Menge Knete weg, und der Nachwuchs ist gerade mal knapp 7 Bauchwochen alt... oder so.

Positiv hingegen ist der Arzt. Nicht nur der, sondern auch die gesamte Praxis. 
Ich bin schwer begeistert. 
Eine Schwangerschaft ist ja im Grunde nicht unbedingt der beste Zeitpunkt, einen unbekannten Arzt aufzusuchen, auf der anderen Seite nahm dieser die Sache sehr locker: 
"Was für ein schöner Grund, um sich kennenzulernen."
So kann man es auch sehen.

In der Schwangerschaft mit Johanna sind ein paar Dinge nicht ganz rund gelaufen, weshalb ich nicht mehr zu meiner damaligen Frauenärztin gehen mag, bisher hatte ich es aber versäumt, mir einen neuen Arzt zu suchen.
Nun musste ich, und ich habe meine Wahl nicht bereut.
Dort fühle ich mich wohl.

Auch die Sache mit meinen überflüssigen Pfunden (um nicht zu sagen: Kilos) nahm er sehr gelassen. "Machen Sie sich mal nicht so viele Sorgen. Das machen wir schon. Und mal ganz im Vertrauen: Sie sind auch nicht die einzige kräftige Frau, die ein Baby zur Welt bringt." 
Mit einem Augenzwinkern. Sehr sympathisch.

In zwei Wochen sehen wir uns schon wieder, da aufgrund meines nicht ganz regelmäßigen Zyklus (28 bis 31 Tage) nicht definitiv zu sagen war, wie weit wir nun eigentlich sind. 
Rechnerisch 7+1, laut Ultraschall 6+2.
Beim nächsten Termin sehen wir dann vermutlich eine sicherere Tendenz.

Das Wichtigste: Es sieht alles gut aus, es ist alles bestens, und das Herz schlägt kräftig und gleichmäßig. 
Ich habs gesehen!

Samstag, 23. Februar 2013

Lesekater

Auch der Kater weiß guten Lesestoff zu schätzen.



Decoupage für Anfänger

Irgendwann vor Ewigkeiten hatte ich irgendwo im Fernsehen in irgendeiner Sendung mal etwas von Decoupage gehört bzw. gesehen. 
Ihr merkt, ich weiß noch ganz genau, wann und wo das war.

Aus dem Kopf gegangen ist mir diese Basteltechnik seitdem nicht mehr, und ich wollte es immer mal ausprobieren.

Eine sehr einfache Spielerei, mit der man Dekogegenstände, Möbel, was auch immer individuell verändern oder gar verschönern kann. 

Papier zerreißen (oder ausschneiden), kleben, fertig.

Perfekt auch für Basteldummies, da man quasi nichts falsch machen kann.

Als Anfänger habe ich zu speziellem Decoupage-Papier und passendem Kleber gegriffen, wenngleich man wohl jegliches Papier verwenden kann.
Bei dem zu verschönernden Objekt handelte es sich um eine günstige, unbehandelte Minikommode vom schwedischen Möbelgiganten, perfekter Aufbewahrungsort für unsere Bastelutensilien.




Das Papier wird wild in Stücke gerissen - Johanna hatte jede Menge Spaß, während sie mich dabei tatkräftig unterstützte.
Anschließend pinselt man die zu beklebende Oberfläche mit dem Kleber ein, pappt das Papier drauf und pinselt es mit noch etwas mehr Kleber fest.
Kreuz und quer, wüst durcheinander, wie man will setzt man Papierchen an und auf Papierchen, bis kein Fleckchen mehr frei ist.
Trocknen lassen.
Fertig.

Unser Ergebnis sieht so aus:




Passend zum Wohnzimmer Korpus braun und Schubladen grün.
Ich bin total begeistert vom Ergebnis, und das war sicherlich nicht der letzte Gegenstand, der mit Kleber und Papier verschönert worden ist.
Den Sprühlack, den ihr auf dem ersten Bild sehen konntet, brauchte ich übrigens gar nicht. 
Der Kleber selber bildet eine wunderbare, wasserabweisende Oberfläche, wenn er ausgehärtet ist.





Die Materialien habe ich übrigens im idee.creativmarkt erstanden.
Und wer noch ein bißchen mehr über Decoupage erfahren möchte, kann hier mal schauen.

Freitag, 22. Februar 2013

Schwangerschaftswehwehchen

Ich bin irgendwo in der 7ten Woche.
Alles noch so frisch.
Noch so vergänglich.

Bei jedem Gang zur Toilette ist die Angst Begleiter. Bitte kein Blut.
Hatte man schon mal einen Frühabort ist man vermutlich noch ängstlicher als sowieso schon.

Aber: Es geht mir so schlecht, ich bin so schwanger, es kann eigentlich nur gut gehen.

Morgens muss ich irgendwann zwischen halb sechs und sechs auf Toilette.
Nachts natürlich auch ein paar Mal, aber ab dem Toilettengang morgens ist mir kotzübel. Nicht wortwörtlich, ich muss mich nicht übergeben, aber mir ist sowas von schlecht. 
Um sieben Uhr klingelt normalerweise der Wecker, somit schlafe ich zwischen sechs und sieben nicht mehr, sondern döse vor mich hin.
Und warte darauf, dass mir das Essen hochkommt, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu mir genommen habe. 
Bisher nicht geschehen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Die Übelkeit bleibt bis zum Frühstück, dann geht sie meistens erst mal.
Aber nur, um mittags ähnlich vehement zurückzukommen.
Zwischendurch macht sie wieder Päuschen, nachmittags/abends ist sie zurück und bleibt, bis ich ins Bett gehe.

Herrlich!
Ich bin schwer begeistert.

Von der Müdigkeit, dem Karussell im Kopf, den Rückenschmerzen (jetzt schon??), der unglaublichen Gereiztheit (sorry, Schatz) und allem, was man sich sonst noch so zu einer Frühschwangerschaft vorstellt, fange ich gar nicht erst an.

Das kenne ich alles nicht.
Bei Johanna damals hatte ich nichts. Gar nichts.
Und jetzt?
Alles anders.

Und das Hosenbund nervt mich auch schon gewaltig. Kann ja eigentlich gar nicht sein. Ist aber so.

Bekomme ich am Mittwoch beim Doc ein schönes Foto, nachdem ich ein "Herzlichen Glückwunsch!" gehört habe, dann weiß ich, wofür ich das in Kauf nehme und renne gerne auch noch ein paar Wochen mit diesen Zipperlein rum.

Bis dahin heißt es weiter hoffen und sich durch den Tag schleppen...

Mittwoch, 20. Februar 2013

Maggi Würzbouillon im Test

Für die Konsumgöttinnen dürfen wir den Würzbouillon von Maggi testen. 
Zwei Sorten haben wir bekommen: Gemüse und Asia.

Heute habe ich ein bißchen was in die Pfanne geschmissen und den Würzbouillon Gemüse hinzugegeben.




Konkret sah das Ganze so aus:

eine Packung Maultaschen (diese Fertigen aus der Kühlung)
rote und grüne Paprika (in Streifen geschnitten)
Lauch (in Ringe geschnitten)
Champignons (in Scheiben geschnitten)
Maggi Würzbouillon Gemüse
Salz, Pfeffer und Curry




Die Maultaschen habe ich in Streifen geschnitten und in etwas Öl angebraten, anschließend das ganze kleingeschnittene Gemüse hinzu (Menge frei Schnauze), alles schön anbraten, auf diese Menge dann zwei Töpfchen von dem Würzbouillon, mit Salz und Pfeffer abschmecken, abgerundet wird das Ganze dann mit etwas Curry (Menge nach Geschmack).

Sehr einfach, extrem lecker.
Ich bin schwer begeistert.

Auch der Würzbouillon gefällt mir sehr gut. 
Der Geschmack des Gemüses wird unterstrichen, hervorgehoben, ohne von diesem typischen "Brühegeschmack" überdeckt zu werden.

Als nächstes werde ich etwas Asiatisches ausprobieren.
Dazu demnächst mehr hier.




Neuigkeiten!

Wenn es so aussieht, sich so anfühlt, so riecht und schmeckt, dann ist es das meist auch.

Sämtliche Familienzweige wissen Bescheid, heute habe ich Chef und Kolleginnen eingeweiht, nun kann ich auch hier die Bombe platzen lassen:

Wenn alles gut geht (und ich hoffe einfach mal, dass dem so sein wird), dann wird Johanna Mitte Oktober große Schwester.
Ich bin schwanger.




Beim Arzt war ich bisher nicht, eine ewig lange Woche muss ich noch auf den ersten Termin warten, aber beide Schwangerschaftstests, die ich im Laufe der Tage so gemacht habe, waren deutlich positiv, und nach der letzten Periode bin ich nun irgendwo in der siebten Woche. 
Die kritische Zeit ist noch nicht vorbei, aber nun ja... ich bin ein positiv denkender Mensch, außerdem bin ich sowas von schwanger, das kann eigentlich nur gut gehen. 
Wehe, wenn nicht!

Hatte ich bei Johanna damals gar nichts, nehme ich nun das volle Programm mit.
Pünktlich am Tag, als die Periode hätte kommen müssen, rasselte der Kreislauf in den Keller (und dort blieb er auch bis jetzt), Übelkeit stellte sich ein (ohne Übergeben zwar, dafür aber stetig den ganzen Tag... sehr angenehm), Rückenschmerzen vor allem Nähe Steißbein piesacken mich auch schon, und dann diese Müdigkeit!
Würde sich nicht langsam der Frühling einstellen - ich weiß, vielerorts sieht es immer noch nicht danach aus, aber rein kalendarisch bewegen wir uns hart auf den Frühling zu - könnte man meinen, ich falle augenblicklich in den Winterschlaf. Jedenfalls fühle ich mich so.

Eigentlich wußte ich schon kurz nach dem Eisprung, dass es geklappt haben muss.
Hatte ich Frauen, die mir erzählen wollten, sie hätten die Einnistung gespürt, bisher immer ein wunderbar ausgebildetes Einbildungsvermögen attestiert, fühlte es sich die Woche nach dem wahrscheinlichen Eisprung an, als würde es mir die Eierstöcke aus dem Körper ziehen. Ehrlich, sowas habe ich noch nie erlebt. Nicht geglaubt, dass es das gibt. Aber bereits da begrüßte ich den Neuling, der irgendwo nahe der Gürtellinie sein Lager aufgeschlagen haben musste.

Die Tatsache an sich, die Schwangerschaft, ist eigentlich unglaublich. Beziehungsweise der Zeitpunkt.
Silvester haben wir uns entschieden, Johanna ein Geschwisterchen schenken zu wollen, und zack: Schwanger!
Keine Überei, keine Aufwärmung, jeder Schuss ein Treffer.
Wie in bisher jeder Schwangerschaft.
Glückwunsch, Schatz, du scheinst hervorragend zu mir zu passen.

Nun hangel ich mich irgendwie durch die Tage, teilweise mehr schlafend als wach, immer hoffend, dass mir nicht doch noch irgendein Essen hochkommt, und ich hoffe, nächste Woche Mittwoch bekomme ich dann offiziell bestätigt, dass alles da ist, wo es hingehört und das Herzchen kräftig schlägt. 

Bitte, bitte, bitte...

Sonntag, 17. Februar 2013

Wolliges Spinnentier

Ich habe in meiner Kindheit bereits solche Kugeltierchen aus Wolle gebastelt, heute nun habe ich für Johanna ein flauschiges Spinnentier hergestellt.

Und fühlte mich bei all der Wickelei prompt in meine Grundschulzeit zurückversetzt.

Man braucht etwas Wolle (für die Spinne habe ich ein Knäuel, also 50g, verwendet), zwei Pappringe, die man sich entsprechend groß selber ausschneidet (in diesem Fall äußerer Durchmesser 7cm, innerer Durchmesser 3cm), vier schwarze Pfeifendrähte als Beine und zwei Wackelaugen.




Hat man sich die Pappringe entsprechend zurechtgeschnitten wickelt man, was das Zeug hält. 
Ich habe immer acht Fäden (á 2m etwa) gleichzeitig um die Pappringe gewickelt.
Man wickelt und wickelt, bis in der Mitte nur noch so gerade die Beinchen durchpassen.

Wolle aufschneiden, verknoten, Pappringe entfernen, überflüssige Zotteln abschneiden, dem guten Stück also eine passable Frisur verpassen, zwei Augen dazu und die Beine in die richtige Richtung biegen. 
Fertig.

Nun krabbelt dieses wollige Spinnentier durch unsere Wohnung.




Eine genaue Anleitung zu den Wolltieren gibt es übrigens hier.
Und noch viele, viele andere Bastelideen.

Samstag, 16. Februar 2013

Armer gelber Mann!

Heute hatte der gute Herr Paketzusteller so manches Päckchen zu schleppen.
Zu uns!

Ich liebe diese Testerei.

So sind heute drei neue Teesorten bei uns eingezogen. Von Meßmer. 
Alles drei Früchtetees, also perfekt! Ich liebe Früchtetees, habe derzeit eh mal wieder eine Teephase.


Beiliegend ein Fragebogen, mit dessen Ausfüllen wir zur Wahl von Meßmers "Tee des Jahres" beitragen werden. Ich bin schon sehr gespannt auf die drei Sorten!

Passend zum Tee fand ein riesiges Kekspaket von Leibniz zu uns.


Acht Tüten. Damit hatte ich nun wahrlich nicht gerechnet. 
Mein Mann hat natürlich sofort die erste Tüte aufgerissen. Unten lecker Keks, oben drauf quasi ein Stück Schokomüsliriegel. Sind die lecker! Zum Reinlegen, ehrlich. 

Und für die Konsumgöttinnen dürfen wir den Würzbouillon von Maggi testen.


Besonderen Gefallen finden bei diesem Paket auch die ganzen Rezeptekarten. Sehr nette Idee mit sehr ansprechenden Rezeptideen.

Ihr seht, es wird wieder munter drauf los getestet bei uns.
Ich freu mich. 

Die Tricks und Taktiken einer Dreijährigen

Johanna hat ihren grippalen Infekt ganz gut überstanden und isst mittlerweile wieder nazezu normal.
Grießbrei und Vanillejoghurt. Ab und zu mal etwas stückchenlose Suppe. Das Übliche eben.

Dafür haben wir in einem anderen Bereich einen ganz ordentlichen Rückschritt gemacht, scheint mir.
Sie hatte schon immer das Bedürfnis, mich an sich zu binden. Dafür zu sorgen, dass ich mich um sie kümmern, sie betüddeln muss. Über das normale Maß hinaus, in dem sich eine Mutter um ihr Kleinkind kümmern muss.
Das führte hauptsächlich dazu, dass sie erst sehr, sehr spät gelernt hat, selbständig zu essen.
Sie bestand vehement darauf, von mir gefüttert zu werden, bis sie etwa zweieinhalb Jahre alt war.
Dass sie den Löffel selber in die Hand genommen hat, kam nicht auf einmal von alleine, sondern erforderte monatelanges "Training", viel Protest, Weinen, Essensverweigerung, Geschrei, körperliche Ausfälle (nenne ich es mal), Sturheit an allen Fronten und immer wieder die stoische Wiederholung, dass ich ihr doch helfen müsse.
Dieses "Training" habe ich nur mit Hilfe unserer Therapeuten in Köln durchgehalten, es hat mir schon ziemlich viel abverlangt. Im Hintergrund immer die Angst, dass die Madame wieder aufhört zu essen und das Krankenhaus sich über unsere Anwesenheit freuen darf.

Aber wir haben es geschafft, und es kam der Tag, an dem die Madame ganz alleine gegessen hat. Sehr stolz darauf war, und seitdem isst sie perfekt alleine mit Besteck.

Seit einigen Tagen nun ist Johanna der Meinung, sich nicht mehr die Zähne putzen zu können.
"Aber du musst mir doch helfen. Du musst das machen!"
Ich habe ein Déjà vu.
Das kenne ich doch.

Wir haben lange gebraucht, bis wir überhaupt Zähne putzen konnten aufgrund ihrer Überempfindlichkeit im orofacialen Bereich. Ein Jahr etwa haben wir seit den ersten Zähnchen täglich darum gekämpft, dass die Beißerchen gepflegt werden können. Mit viel Geduld, aber auch viel Weinen, Protest, Geschrei, auch hier Sturheit an allen Fronten habe ich es letztendlich geschafft, Johanna die Zahnbürste schmackhaft zu machen.
Und nicht bald danach fing sie an, selbständig zu putzen.
Inzwischen macht sie es nahezu perfekt. Ich muss kaum nachputzen, und auch darauf ist die Madame sehr stolz.
Bis vor ein paar Tagen.
Auf einmal hat sie es verlernt. Oder gibt vor, es nicht mehr zu können.

Nun stehen wir zweimal am Tag im Bad und kämpfen den Kampf der Sturheit.
Ich weiß, dass sie die Zähne putzen kann, deshalb werde ich diesen Schritt zurück nicht mit ihr gehen.
Das sitzen wir aus. Auf Biegen und Brechen.

Genauso beim Treppe Laufen ("Aber mein Bein tut doch weh. Du musst mich tragen."), beim Schuhe Ausziehen ("Ich kann das nicht, du musst mir helfen.") und bei so ziemlich allem, was eine Dreijährige eigentlich schon nahezu perfekt kann, auf einmal aber wieder verlernt hat.

Ich wünsche mir starke Nerven.
Zum Glück hat sie die Sturheit von mir geerbt, und ich habe den größten Teil trotz Weitergabe an mein Töchterlein für mich behalten.
Werden mal sehen, wer das ausdauerndere Sitzfleisch hat.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Die Bienen sind los!

Ein Bienenschwarm macht neuerdings Johannas Zimmer unsicher.

Die Blumen duften aber auch zu verführerisch.




Wir hatten noch einige von diesen gelben Plastikdingern aus den Überraschungseiern übrig.
Mein Mann wollte sie schon wegwerfen, aber ich sprang rechtzeitig dazwischen.
Irgendwas würde mir schon einfallen, was man damit anstellen könne.

Und nun sind mit Hilfe eines schwarzen Filzstiftes und etwas schwarzen Pfeifenputzers (diese mit Chenille umwickelten Drähte) sieben summende Bienchen entstanden.

Dank Nylonfadens fliegen sie jetzt durch Johannas Zimmer.




Ein paar Filzblümchen als bunter Hintergrund, und die beinahe schon obligatorischen Marienkäfer dürfen bei Johanna natürlich auch nicht fehlen.




Im Moment handelt es sich bei dem Ganzen noch um ein Provisorium, deshalb habe ich mich auch nicht bemüht, Madames Kinderschmierereien an der Wand zu entfernen.
Der Zimmertausch Kinderzimmer - Schlafzimmer steht kurz bevor, im neuen Kinderzimmer wird der Bienenschwarm dann ganz anders in Szene gesetzt.

Dienstag, 12. Februar 2013

Heimische Impressionen

Bei uns geht es ganz schön bunt zu.
Farben müssen einfach sein!

Wenn gebastelt wird, dann mit allen möglichen und unmöglichen Farben.


Auch am Pinsel regieren knallige, leuchtende Farben.


Und nicht zuletzt sorgt auch unsere Deko für den ein oder anderen Farbklecks.


Ein Leben ohne Farben wäre einfach viel zu trist.

Kater Eddy beobachtet das bunte Treiben meistens aus sicherer Entfernung von einem seiner erhöhten Lieblingsplätze, in diesem Falle die Treppe.


Sehr oft hat er aber auch ganz schön viel zu erzählen.


Und ab und zu chillt Mister Vampirzähnchen einfach nur.


Auf der Fensterbank sorgen andere "Lieblinge" für Farbe: Meine Orchideen.


Das Tolle an diesen Blumen: Sie blühen das ganze Jahr immer mal wieder.


Selbst jetzt im Winter.
In Anbetracht meiner blumigen Sympathie kam mir natürlich sehr gelegen, die Vitalnahrung für Orchideen von Seramis testen zu dürfen.
Vorher-Fotos gibt es schon. In einiger Zeit werde ich dann berichten, was ich von dem Zeug und dessen Wirkung halte.


Ein Einblick in unser Heim.

Und nebenbei eine weitere Aufgabe für den Bloggerwettstreit der Blogbar.

Serienjunkie

Ja, ich bin ein Junkie.

Ich brauche meine Droge wie die Luft zum Atmen. 
Gerate in atemlose Verzückung, verliere mich gefesselt in Spannung oder gelangweilt in Enttäuschung. Alles ist möglich. 
Bekomme ich meine regelmäßige Dosis nicht werde ich unausstehlich. Gereizt, zitternd, schweißausbrechend dürstet es mich nach meiner Droge.

Ja, ich bin ein Serienjunkie.

Man möge mich aber verschonen mit Schmonzetten und zu viel Geschwafel. 
Diese "typischen" Hausfrauenserien sind ebenfalls nicht mein Ding. Ich bin keine desperate Housewife, und auch Grey's Anatomy, Private Practice und Konsorten ringen mir nur ein müdes Lächeln ab.

Dexter hingegen, der ringt mir aktuell ein extrem verzücktes Lächeln ab.
Dessen Staffeln verspeisen wir derzeit abends als lecker Dessert häppchenweise.
Da das Fernsehprogramm sowieso zu vergessen ist, verpassen wir nicht einmal etwas. Im Gegenteil. Wir bereichern unseren Fernsehabend.

Es darf gerne blutig sein, abgedreht, strange, durchgeknallt, aber bitte mit Humor, Sarkasmus, Zynismus oder ähnlichem. Und ein bißchen Intelligenz schadet auch nicht. 
Es darf anders sein, gerne auch weniger bekannt. Muss kein Mainstream sein.

Schon lange habe ich sämtliche (bis dato veröffentlichten) Staffeln von Supernatural verspeist, mittlerweile müsste ich mich wieder auf den neuesten Stand bringen. Warehouse 13 steht ebenso auf der Speisekarte wie American Horror Story, Haven oder The Walking Dead
Aber auch Person of Interest und natürlich der unvergessene House wussten und wissen immer noch zu begeistern.

Ich könnte noch ewig weitermachen. Es gibt so viele, tolle Serien, die tage- ach was wochenlanges Fernsehvergnügen versprechen.
Ganz im Gegensatz zu dem, was sonst so in der Glotze läuft.
Tagsüber kaum einschaltbar, es sei denn, man möchte sein Gehirn gezielt ausschalten. 
Dann empfiehlt sich durchaus ein Blick in irgendeine der unzähligen Hartz-IV-TV-Sendungen. Manchmal tatsächlich belustigend, aber meistens schlicht nicht ertragbar.
Und abends... abends war alles auch schon einmal besser.

Da loben wir uns unsere Serienstaffeln. So hat man immer was zu schauen.
Zum Glück ist mein Mann da genauso gestrickt wie ich.
Wir müssen abends nicht überlegen, was wir gucken können, sondern bei welcher Folge wir stehen geblieben waren.

Selbst Johanna tritt bereits in unsere Fußstapfen. 
Manchmal. Und sehr wohl dosiert. 
Lange interessiert sie sich zum Glück aber eh noch nicht für die Flimmerkiste, da muss ich gar nicht groß intervenieren.




Und wenn sie doch mal etwas sehen möchte, dann kommt der bärige, gelbe Freund immer sehr gelegen. Wunderbar kindlich aufbereitete 15 Minuten Zeichentrick-Unterhaltung für die Kleinen. 
Und Mama guckt es manchmal auch noch ganz gerne.

Montag, 11. Februar 2013

Verfilzter Frühling

Auch, wenn draußen noch eisige Temperaturen herrschen, im Kinderzimmer darf ruhig weiter der Frühling einziehen.

Nachdem wir schon unsere Blumengirlande aus den Filzblumen gefertigt haben, stellten wir heute spontan ein 
Frühlingsbild aus Filz 
zusammen.

Man braucht nur ein weißes Platt Papier, bunte Filzschnüre, bunte Filzblüten, Kleber und eine Schere. 




Aus grünen Schnüren haben wir eine Wiese geklebt. 
Ich habe entsprechend zugeschnitten, und die Madame hat sich mit dem Kleber vergnügt.

Anschließend zwei Blümchen auf Stengeln dazu.




Sonne und ein strahlend blauer Himmel dürfen natürlich auch nicht fehlen.




Und den krönenden Abschluss lieferten dann ein paar Marienkäferchen.




Sehr einfach, aber sehr effektiv.

Johanna hatte jede Menge Spaß und war eine ganze Weile lang beschäftigt, und schön bunt ist das Ergebnis auch noch.
Wenn alles getrocknet ist wird es eingerahmt und dann findet das Kunstwerk sicherlich ein Plätzchen neben der bunten Blumengirlande in Johannas Zimmer.

Was wäre wenn...

Wenn du einen Wunsch offen hättest, welcher wäre es?
Blütenreine Glückseligkeit allüberall. 
Wahrscheinlich würde einem zuviel Glückseligkeit aber auch bald irgendwo raushängen, daher würde ich mir einfach vollkommene Gesundheit für mich und meine Lieben wünschen. 
Und finanzielle Sicherheit. 
Und ein abbezahltes Häuschen für uns. 
Mit urigem Garten. 
Freistehend. 
Kleines Nebengebäude vielleicht als Werkstatt für meinen Mann? 
Und mobil wollen wir natürlich auch sein... herrje, ich wünsche mir Wünsche!

Welche "übersinnliche" Fähigkeit hättest du am liebsten?
Hex-hex! Ich fand Bibi Blocksberg schon immer toll. Ich möchte hexen können!

Welches Zauber-Tool aus dem Märchen würdest du gerne mal ausprobieren?
Ist zwar kein klassisches Märchen, aber ganz beim Thema bleibend wollte ich schon immer mal auf einem Besen namens Kartoffelbrei fliegen.

Mit welchem Märchenhelden kannst du dich identifizieren?
Mit dem hässlichen Entlein. Inzwischen bin ich groß und erwachsen, aber der schöne Schwan ist bisher verborgen geblieben. Oder zumindest nicht zu voller Pracht entfaltet.

Könntest du in die Vergangenheit reisen, welche Epoche würdest du dir aussuchen?
Das dunkle Mittelalter finde ich sehr spannend! Allerdings wäre ich adelig, ein bisschen Komfort müsste schon sein.

In welchem Schloss, welcher Burg oder anderen Behausung würdest du gerne wohnen?
Siehe oben! Freistehendes, bauernhofangehauchtes Häuschen mit Hof und urigem Garten, Nebengebäude für Arbeit und Hobby, das ein oder andere Tier springt übers Grün, Obst von den eigenen Obstbäumen wird gegessen...

Würdest du gerne in die Zukunft sehen können? Was würdest du gerne wissen?
Ich möchte die Zukunft nicht sehen können. Das nimmt einem doch die ganze Spannung!

Was würdest du machen, wenn du im Lotto gewinnen würdest?
Unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintreten wird. Das kann ich auch sagen, ohne in die Zukunft schauen zu können, da wir kein Lotto spielen. Wohl aber haben wir ein Los der "Aktion Mensch" (da tut man wenigstens noch etwas Gutes), und wenn wir da irgendwann einmal gewinnen sollten... 

Mit welcher berühmten Person (tot oder lebendig) würdest du dich gerne einmal unterhalten?
Mein Redebedarf ist täglich durch meine kleine Schnäbbelschnüss Johanna hier zu Hause vollkommen gedeckt.

Was müsste dringend erfunden werden?
Etwas Wirksames gegen den Hunger in der Welt.


Gefunden bei blogstock.wordpress.com, und wems gefällt, der darf es sich gerne mitnehmen.