Sonntag, 27. Januar 2013

Kinderspaß extrem!

Natürlich hatten wir - wie erwartet und der schlechten Stimmung vom Vortag trotzend - einen wunderbaren Vormittag auf dem Kindergeburtstag meiner Nichte, ausgerichtet im Okidoki-Land, seines Zeichens ein riesiger Indoor-Spielplatz.

Johanna war zwar die erste halbe Stunde wieder extrem schüchtern - viele Menschen, vor allem viele fremde Menschen, eine Lautstärke, gegen die ein Geschwader Düsenjets im allertiefsten Tieflug ein Fliegenfurz ist, Geschrei, Lachen, Kreischen, hunderte durcheinander redende Menschen, viele Farben, Geräusche, Spielmöglichkeiten, durch die Gegend (vornehmlich auf unseren Geburtstagstisch) fliegende Bälle, laufende, hüpfende, fahrende, krabbelnde, rennende Kinder... kurz: extrem viel, extrem laut, alles extrem.

Vor allem für Johanna.
Umso erstaunter war ich, dass sie sich nach anfänglicher Schüchternheit relativ zügig gefangen hat und auf Entdeckungstour ging.


Zunächst natürlich nicht ohne Tom, aber selbst der wurde irgendwann gut in Mamas Tasche verstaut, und dann ging es ungebremst los.


Madame ließ sich hängen.



Madame hüpfte und flog durch die Gegend - mit wehenden Haaren.



Madame erklomm ungeahnte Höhen - jedenfalls versuchte sie es.



Madame entdeckte diverse Gefährte für sich und war sichtlich amüsiert.



Madame tat so, als würde sie essen - wie immer.


Das war dann - wie immer - der Moment, in dem ersichtlich wurde, dass Johanna ein wenig anders ist.
Geduldig beantwortete ich Fragen (es waren einige der Eltern mit dort geblieben, nicht nur ich), erzählte von unseren bisherigen Erlebnissen, Krankenhausaufenthalten, Therapien, von unserem Alltag und dem, was vor uns liegt und erntete nicht nur einen ungläubigen, fassungslosen Blick.

Immer wieder stelle ich fest, dass diese Problematik, dass Essstörungen bei Kleinkindern, Körperwahrnehmungsstörungen mit diesen Auswirkungen, viel zu unbekannt sind. Die meisten Menschen, mit denen ich mich darüber unterhalten habe (die Spezialisten natürlich einmal ausgenommen), haben noch nie so etwas gehört.

Sollte man vielleicht mal ändern. Öffentlichkeitsarbeit oder so. 
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen - Eltern - mit ähnlichen Geschichten es gibt, denen immer noch die Diagnose fehlt, wodurch völlig falsch "therapiert" wird - wenn überhaupt.

Aber ich schweife schon wieder ab.

Wir hatten jedenfalls einen tolle Vormittag, Johanna hatte jede Menge Spaß, hat sich sehr viel getraut - eigentlich fast alles bis auf Rutschen, wie immer. Die Mini-Rutschen im Kleinkinderbereich zähle ich mal nicht, wenngleich es natürlich auch ein großer Fortschritt ist, dass sie immerhin dort nun herunterrutscht.


Kein Wunder, dass sie abends nicht nur eine Stunde früher als sonst ins Bett gegangen ist, sondern auch noch tatsächlich augenblicklich eingeschlafen ist. Ich konnte gar nicht so schnell das Zimmer verlassen, wie Madame anfing, leise vor sich hin zu schnarchen.

Rundum erfolgreicher Tag.

Kommentare:

  1. sieht nach nem tollen tag aus :) das hops-bild ist super :-)

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  2. Diese Indoor-Spielplätze stelle ich mir sehr anstrengend vor - insbesondere wegen des Lärms...um so schöner, dass deine Maus es dann doch genießen konnte!
    einen schwungvollen Start in die neue Woche wünscht
    Kathrin

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  3. :) Ich verstehe die Schüchternheit. Wenn ich einen dieser riesigen Indoorspielplätze betrete, überfällt mich eher Panik. Es ist schön, dass Ihr dann doch viel Spaß hattet. Das sieht man ja auf den Bildern. Und vor allem gut, dass Johanna nachher so gut im Bett entspannen konnte.
    Herzliche Grüße aus Wien
    Dita

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  4. Das Hops-Bild gefällt mir auch sehr, aber das letzte hat auch was schönes.
    Zufrieden, aber auch fertig nach nem tollen Kinder-Tag. :o)
    Bei dem Pommes-Lutsch-Bild musst ich irgendwie an mich denken, z.bsp. bei Chips lecke oder lutsche ich auch gern das Salz etc. runter, bevor ichs esse... hihi

    lg
    zelakram.blogspot.com

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