Dienstag, 22. Januar 2013

45 Minuten!

Ich glaube, ich muss unserer Ergotherapeutin danken.
Sie hat es in kürzester Zeit geschafft, Johannas Vertrauen derart zu gewinnen, dass ich bei der wöchentlichen Therapie"sitzung" - eine Sitzung im eigentlich Sinne ist es gar nicht, vielmehr reinster Spielspaß - schon seit einigen Wochen gar nicht mehr anwesend sein muss.

Da es sich aber nicht lohnt, für diese dreiviertel Stunde irgendwohin, geschweige denn nach Hause zu fahren, fielen mir quasi 45 Minuten absolut freie Zeit in den Schoss.
Ich bin zwar örtlich gebunden, aber das macht ja nichts.
Denn was gibt es Schöneres mit 45 freien Minuten in einem Aufenthaltsraum anzufangen, als ein gutes Buch zu lesen?
Jo, nichts!

Und so habe ich nun jeden Dienstagnachmittag um viertel nach drei eine Verabredung mit einem guten Buch. 


Im Moment stecke ich mittendrin in dieser mitreißenden Geschichte.

Sterbenskalt von Tana French.

Dieses Buch liegt schon eine Ewigkeit auf meinem Stapel noch zu lesender Bücher. Mit Kleinkind, Beruf, Familie und Haushalt bleibt irgendwie nicht viel Zeit übrig.

Umso besser, dass ich nun zumindest 45 Minuten in der Woche fürs Lesen geschenkt bekommen habe!
45 Minuten. Eigentlich ein Witz. Früher habe ich Bücher am laufenden Band verschlungen. Ich bin eine Leseratte, ein Bücherwurm, schon immer gewesen. Ich glaube, ich konnte lesen, bevor ich laufen konnte, und damit war ich schon ziemlich früh dran.
Und jetzt? 45 Minuten in der Woche. Und regelmäßig 5 Minuten-Leseintermezzi auf dem Klo. Man nimmt, was man kriegen kann.

Zurück zum Thema: Tolles Buch!
Ich bin zwar erst auf Seite 229 von 593, aber so viel kann ich auf jeden Fall schon sagen: Fesselnde Story, tolle Schreibe, allerdings habe ich von Tana French auch nicht viel anderes erwartet, kenne ich doch schon andere ihrer Werke.

Frank Mackey, Undercover-Ermittler in Dublin, hat seine Familie seit 22 Jahren nicht gesehen. Doch als in einem Abbruchhaus ein grausiger Fund gemacht wird, muss er zurück - an mehr als nur einen dunklen Ort...

Frank Mackey, Undercover-Ermittler, hat seine Familie seit 22 Jahren nicht gesehen. Die vier Geschwister, den trinkenden, gewalttätigen Vater, die ruppige Mutter. Er wollte der Armut und Perspektivlosigkeit senes Viertels für immer entfliehen - zusammen mit seiner ersten großen Liebe Rosie. Doch die hatte ihn versetzt und war allein nach England aufgebrochen, so hat Frank es jedenfalls immer gedacht. Bis Rosies Koffer und ihre Fährtickets in dem alten Abbruchhaus in der Straße seiner Kindheit gefunden werden. Frank muss zurück nach Faithful Place - um festzustellen, dass er diesen dunklen Ort immer in sich getragen hat.

So zu finden hinten auf dem Taschenbuch und im Klappentext.

Über unerwartete Wendungen, eventuelle Logikfehler, langweilige oder fesselnde Passagen im weiteren Verlauf des Buches, ein enttäuschendes oder begeisterndes Ende kann ich natürlich noch nichts sagen, ich wage allerdings bereits jetzt nach etwa der Hälfte zu behaupten, dass es sich lohnt, dieses Buch käuflich zu erwerben.

Hat es schon jemand gelesen? Meinungen? Ich bin gespannt! 

Kommentare:

  1. Das Buch habe ich verschlungen... :)

    Lese gerade Schattenstill! Super Autorin! Nur zu empfehlen!

    LG Michéle

    AntwortenLöschen
  2. Gleich mal notiert, danke für den Tipp.

    LG
    Elke

    AntwortenLöschen