Sonntag, 9. Dezember 2012

Weihnachtliche Überlegungen

So ein ekliges Wetter draußen.
Zum Glück haben wir den gestrigen Tag für ausgiebig Spaziergang und Spaß in der Wintersonne genutzt!

Nun haben wir bereits den zweiten Advent, Weihnachten rast ungebremst auf uns zu, und wir haben noch nicht ein Weihnachtsgeschenk für die kleine Madame. Gott sei Dank haben wir im Großfeld Familie - also in jedem der gefühlt dreiundzwanzig Familienzweige, die wir dank meinem Mann so haben - beschlossen, nur die Kinder zu beschenken. Das nimmt einem ganz, ganz viel Geschenkedruck.

Auch ohne die Geschenke ist Weihnachten hier immer mit ein wenig Stress verbunden. Seit ich verheiratet bin habe ich Familie in ganz Deutschland. 
Der väterliche Teil meines Mannes samt "neuer" Familie lebt drüben im Osten, in Chemnitz. Und in Jena. Und in Frankenberg. 
Alles rund 600km von uns entfernt. 
Der mütterliche Teil meines Mannes samt "neuer" Familie lebt an der schönen Mosel bei Koblenz. 
Rund 170km von uns entfernt.
Mein Teil der Familie lebt hier. Rund 100m von uns entfernt. Oder 6km. Je nachdem, ob wir von meiner Mama oder meinem Bruder mit Partnerin sprechen.

Eigentlich müssten wir uns also dreiteilen.
Bei nur zwei Feiertagen - Heiligabend wird ja viel zu oft noch gearbeitet - schon ein Ding der Unmöglichkeit, rechnet man dann noch die etlichen Stunden Fahrzeit hinzu, fehlen uns mindestens zwei Tage, um allem gerecht werden zu können. Man fährt ja auch keine sechs bis acht Stunden (je nach Wetterlage) durch Deutschland, um mal eben "Tach!" zu sagen und wieder zu verschwinden. Nicht mal zwei Stunden.
Sehr nervig manchmal! 
Man möchte niemanden vergessen, alle gleichermaßen bedenken kann man aber auch nicht. 
Ganz abgesehen davon, dass solche Reisen durch Deutschland immer auch mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aspekt versehen sind.
Einige Diskussionen wurden diesbezüglich bereits geführt, und ich fürchte, wir sind noch lange nicht fertig.

Da das Wetter heute überhaupt gar nicht zum Frischluftspielen einlädt, habe ich die Madame kurzerhand wieder mal mit ihren Deckfarben, Pinseln und einem sehr unansehnlichen Blumenübertopf, den ich hier schon seit einer Ewigkeit auf der Fensterbank stehen habe und der mir ein ums andere Mal sauer aufgestoßen ist, konfrontiert.
Leider hatte sie bereits nach der Hälfte keine Lust mehr, so dass ich das Werk tupfenderweise vollendet habe. 
Nicht schön, aber selten, und allemal schöner als vorher.




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