Sonntag, 2. Dezember 2012

Pingpong geht in die zweite, dritte, ... achtzehnte Runde

Der erste Weihnachtsmarkt der Saison verlief so ganz anders als geplant.
Aber wie ich irgendwo bereits erwähnte: Bei uns kommt es oft anders als geplant.
Wie das eben mit einem chaotischen Ehemann (der heute nicht der Grund für die Planänderungen war) und einem wahrnehmungsgestörten (oder einfach kränkelnden) Kind so ist.

Ursprünglich wollten wir am frühen Nachmittag zusammen mit meiner Mutter eine Runde "durchs Dorf" drehen, da machte uns aber eine spontan und unbemerkt eingeschlafene Johanna einen fetten Strich durch die Rechnung. 
Nachdem sie zwei Stunden später munter und gutgelaunt ihrem Bett entkrabbelt war, gingen wir auf nen Kaffee und ein Stückchen Kuchen rüber zu meiner Mama, anschließend - so gegen 16 Uhr - machten wir uns dann auf die Socken in den Ort. 
Für Johanna hatte ich wohlweislich den Buggy mitgenommen, auch wenn ich der Meinung bin, dass ein dreijähriges Kind durchaus seine Beine benutzen kann. 
Ein dreijähriges, offenbar nicht ganz fittes Kind hingegen ist immer für eine Überraschung gut, und so wollte sie sich bereits nach wenigen Metern setzen, wo sie sonst keine zehn Pferde mehr in den Buggy bekommen.
Spätestens an diesem Punkt fuhren die Gedanken Karussell: Erst Mittagsschlaf (den hat sie zuletzt mit 18 Monaten gemacht) und nun auch noch Buggy? 
Wird sie wieder krank? 
Oder sind es die Menschenmassen, Geräusche und Lichter? 
Viele, viele Reize auf einmal, die einem Kind mit ner Wahrnehmungsstörung ganz schön zusetzen können. Johanna ist eh kein großer Freund von Menschenaufläufen. Wird wohl damit zusammenhängen.

Nach der Hälfte der Zeit war es ganz vorbei: Johanna weinte, dass sie nach Hause wolle. Und weinte und weinte und weinte. Nach Hause. Nur nach Hause.
Mein Mann stopfte sich schnell die gerade gekauften, obligatorischen Reibekuchen (die gehören hier auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu wie das Tannengrün an den Laternenpfählen) hinter die Kiemen und ging dann mit der Madame nach Hause.
Meine Mama und ich hingegen beendeten noch die Weihnachtsmarktrunde, bevor ich ein Stündchen später ebenfalls zu Hause eintrudelte.

Johanna war sofort volle Montur inklusive Schuhe ins Bett gestiefelt, die hat ihr mein Mann dann aber doch noch ausgezogen, und nun schläft sie. Nichts mehr gegessen, nicht umgezogen, sie ist sofort eingeschlafen.

Irgendwas ist da wieder im Busch.
Aber damit habe ich gerechnet.
Schließlich bin ich nun endlich einigermaßen gesund und höre sogar wieder wenigstens ein bißchen. Noch nicht gut, aber immerhin etwas.

Nun ist natürlich die Madame wieder an der Reihe. Es wäre ja auch zu langweilig, wenn einfach mal alle gesund wären...

1 Kommentar:

  1. ...och Mensch, die arme Maus.
    Gute Besserung und liebe Grüße aus dem schön verschneiten Chemnitz.
    Suse & Co

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