Mittwoch, 5. Dezember 2012

Geschenke, Geschenke!

Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam erwartete mich im Briefkasten ein kleines, gelbes Kärtchen, das mich freundlich, aber bestimmt aufforderte, so schnell wie möglich - am besten gestern - drei (in Zahlen: 3!) Pakete in der örtlichen Postfiliale abzuholen.
Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam machte ich also einen kurzen Abstecher dort vorbei.

Die Postangestellte (sind das eigentlich noch Beamte oder mittlerweile auch 400-Euro-Jobber, die vom Schreibwaren- oder Geschenkartikel-Laden, in dem der gelbe Standort untergebracht ist, ausgeliehen werden?) begab sich nach Aushändigung der Karte ins Hinterstübchen, schaute noch mal kurz um die Ecke und warf mir ein "Sie wissen aber, dass das drei sind?" zu.
Jau, ich kann schon lesen, danke.
"Eins ist etwas größer, aber schwer ists nicht."
Dann ist ja gut.

Das maximal 1,50m große Postpersönchen kam bis zur Stirn beladen schnaufend mit meinen drei Paketen um die Ecke. 
"Wie gesagt, schwer ist es nicht, nur etwas unhandlich. Meinen sie, das geht?"
Muss wohl. Ich kann die Pakete natürlich auch direkt in der Filiale öffnen, aussortieren, was ich brauchen kann, und den Rest samt Verpackung an Ort und Stelle liegen lassen. Ob ich mir damit aber Freunde machen würde sei mal dahingestellt.
Und eigentlich meinte sie es eh nur nett. Ich bin ja froh, noch Freundlichkeit in Person zu begegnen.
Man verzeihe mir also meinen etwas sarkastischen Unterton.

Das kleine Frauchen belädt mich mit meinen Paketen, und unweigerlich schrumpfe ich ein paar Zentimeter. Nicht schwer? Hat die Anabolika gefrühstückt?
Ich bin groß, sehe nicht schwach aus und bin es sicherlich auch nicht, aber diese Pakete waren definitiv schwer. 
Ein weiterer Moment, in dem ich bedauerte, dass unsere Post in der Fußgängerzone liegt.
Ich schleppte meine Fracht nun meinerseits schnaufend die gut und gerne mindestens fünfzig Meter (ein Gewaltmarsch!) zum Auto und fuhr von dannen.

Heute Abend nun habe ich endlich die Zeit gefunden, alles zu öffnen und zu entpacken, und natürlich möchte ich euch an der reichen Beute teilhaben lassen.

Zunächst einmal der Verursacher allen Übels: Ein großes Paket vom Lisa Freundeskreis. Ich darf nämlich Actimel testen. Zuckerfrei und so. Find ich super, drei verschiedene Geschmacksrichtungen, und ich bin gespannt, wie es schmeckt. Aufgrund der Menge habe ich ein Drittel des Paketes direkt bei meiner Mama gelassen. Die trinkt das Zeug nämlich ganz gerne, und zum Weitergeben ist es ja auch gedacht.
Trotz meiner Großzügigkeit belagert nun eine Actimel-Horde die oberste Etage unseres Kühlschrankes:



Wesentlich angenehmer zu transportieren waren die anderen beiden Päckchen.
Zum einen die aktuelle Pink Box für mich, zum anderen das männliche Pendant, die Black Box Men.

Als ich letzten Monat meine allererste Pink Box erhielt, quietschte mein Mann sofort: "Sowas will ich auch haben! Gibts das auch für Männer?"
Da sag noch mal einer, wir Frauen würden auf Gleichberechtigung bestehen.
Wie es der Zufall so wollte flatterte just in diesem Moment ein Flyer für die Black Box Men auf den Boden. Also haben wir sie natürlich bestellt.
Und wurden nicht enttäuscht.
Sehr nützliche, hochwertige Produkte, aber seht selbst:


Die Gala Men (ich wußte gar nicht, dass es eine männliche Ausgabe der Gala gibt) fürs auf-dem-Klo-Lesen war auch dabei, wirklich eine tolle Box!

Die Pink Box kann sich aber auch wieder sehen lassen, diesen Monat gibt es echt viel Klolesestoff! Neben den üblichen Beautyprodukten.


Für diejenigen, die sich immer noch über den Zusammenhang von "Klo" und "Lesen" wundern (es soll ja Leute geben, für die das überhaupt gar nicht zusammen geht): Ja, wir sind bekennende auf-dem-Klo-Leser. So ziemlich die einzige Gelegenheit (Ort und Zeit), zu der man mal fünf Minuten für sich ist. Das muss man bestmöglich ausnutzen.
Ich habe tatsächlich schon drüber nachgedacht, mir einen Kindle- und Bücherhalter direkt neben den Klorollenhalter zu installieren.

Wie dem auch sei: Die Schlepperei hat sich jedenfalls gelohnt, kann man sagen.

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