Sonntag, 23. Dezember 2012

Damals und Heute

Vor 25 bis 30 Jahren um diese Zeit war ich wahnsinnig aufgeregt, mit vor lauter Vorfreude geröteten Wangen konnte ich den kommenden Morgen kaum erwarten. 
(25 Jahre. Ein Vierteljahrhundert! Um Gottes Willen, bin ich alt!)
Der Weihnachtsmorgen.

Bescherung war bei uns zu Hause damals zwar immer am Abend des Heiligabend, aber über dem ganzen Tag, angefangen beim Frühstück, lag dieser weihnachtliche Zauber. 
Spannung. Erwartung. Kindliche Vorfreude. 
Alles auf einmal.

Ganz legitim durfte man stundenlang fernsehen. 
Damals gab es noch diese schöne Sendung "Wir warten aufs Christkind". Außerdem ganz klassisch (bis heute) "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".
Im ganzen Haus duftete es nach Weihnachtsgebäck, gegen Abend kamen dann die leckeren Gerüche des Weihnachtsessens aus der Küche, alles wuselte in emsiger Betriebsamkeit um einen herum, während man selber mittendrin saß und sich weiter vorfreute auf das, was da noch kommen würde.
Ganz früher das Christkind, später dann - als man den "Schwindel" durchschaut hatte - die Bescherung.

Nun sitze ich hier auf der Couch, und meine kleine Zwergendame wuselt um mich herum.
Die Wohnung ist auf Hochglanz poliert, der Weihnachtsbaum erstrahlt in seinem schönsten Licht, auf dem Esstisch brennt nun auch die vierte Kerze, und so ganz langsam senkt sich dieser weihnachtliche Zauber über uns. 


Nun freut sich unsere Tochter auf das Christkind, ist schon ganz aufgeregt (dieses Jahr realisiert sie es zum ersten Mal nahezu richtig), und morgen werden wir die Bescherung bereiten. Uns an ihren strahlenden Kinderaugen erfreuen, wenn sie die Geschenke entdeckt und aufreißt.
(Ich bin gespannt, ob es wirklich so idyllisch laufen wird. Madame war ja schon immer für die ein oder andere Überraschung gut.)

Von einer Generation an die nächste.
So geht alles seinen Weg.

In 30 Jahren sitzt meine Tochter an dieser Stelle und verfasst solch einen Beitrag. 
Mit Freude und mit Wehmut.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Kommentare:

  1. Ach ja, als ich noch Kind war . . . !

    Die Aufregung, Gerüche, Neugier und dann hörte man bei uns ein Glöckchen klingeln und wir durften ins Wohnzimmer. Ach was war das schön.

    Ich wünsche dir und deiner Familie eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

    Gruß Lukana

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    1. Das Glöckchen gab es bei uns auch!
      War schon toll immer...

      Ich wünsche dir ebenfalls ganz schöne Weihnachten!

      Gruß,
      Rebecca

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