Freitag, 16. November 2012

Zuckersüß

Johanna ist ja recht speziell durch ihre Esserei (bzw. Nicht-Esserei) und die generelle Wahrnehmungsproblematik, und die ganze Sache bringt mich gerne mal an meine Grenzen, dennoch (oder gerade deshalb?) ist sie einfach das tollste Kind von Welt, und es erstaunt mich immer wieder, wie empathisch sie mit ihren knapp 3 Jahren schon ist. 

Den Nachmittag habe ich leidend, vor mich hinsiechend, von meinem Mann belächelt, eingepackt in eine Decke auf der Couch verbracht. Johanna rannte die ganze Zeit furchtbar wuselig um mich herum, gab mir Tabletten (nimm2 Lachgummi), steckte mir ihren über alles geliebten Plüschkater Tom (ehrlich, ohne den geht rein gar nichts!) unter die Decke in meinen Arm, verarztete mich mit imaginären Instrumenten und streichelte mir immer wieder über den Kopf mit den Worten: "Na, meine Mama, ist bald wieder gut."

Gegen halb fünf nachmittags strich ich endgültig die Segel und zog um in mein Bett. Mittlerweile hatte ich echt angenehmes Fieber entwickelt (wird einem wenigstens nicht kalt bei dem Uselwetter). Johanna begleitete mich natürlich (mitsamt Tom), setzte sich neben mich auf Papas Kopfkissen, streichelte mich wieder und sagte: "Ich pass auf dich auf, Mama."

Gott, da kann einem doch glatt das Pipi in die Augen steigen vor Rührung.
Sie und die ganze Situation treiben mich ab und zu wirklich an den Rand des Wahnsinns, aber ich liebe mein Kind abgöttisch und möchte sie um nichts in der Welt eintauschen.

Und Tom auch nicht. 
(Das Bild hat die Madame übrigens mit meinem Handy selber geschossen.)

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