Freitag, 16. November 2012

Wie alles begann...

Keine Sorge, ich überfalle euch nun nicht mit einer blutrünstigen Schilderung der ach so schwierigen Geburt, nur so viel: Johanna brauchte 18 extrem lange, schmerzhafte, schwierige Stunden, bis sie letztendlich eher unfreiwillig mit der Saugglocke auf die Welt befördert wurde. 
Schon die Schwangerschaft war zeitweise kein Spaziergang. 
Meine überaus kompetente Frauenärztin verschrieb mir gegen den in der Schwangerschaft spontan aufgetretenen Bluthochdruck ein Medikament, welches man laut Beipackzettel während Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden sollte. Meine mehrfach geäußerten Bedenken diesbezüglich wischte sie jedes Mal mit überzeugenden Erklärungen beiseite. Einige Wochen später war das Desaster da: Kaum noch Fruchtwasser. Johanna lag quasi beinahe auf dem Trockenen. 
Die Spezialistin, zu der ich daraufhin zur Feindiagnostik überwiesen wurde, schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als ich ihr den Namen meines Medikamentes nannte, ich wurde umgestellt auf ein anderes Mittel und bekam für die folgenden Wochen strenge Bettruhe verordnet, bis sich das Fruchtwasser regeneriert hatte. Somit verbrachte ich etwa acht Wochen, nämlich den 6ten und den 7ten Monat der Schwangerschaft hauptsächlich liegend, wahlweise im Bett oder auf der Couch. Das Fruchtwasser regenerierte sich tatsächlich komplett, und bei der erneuten Feindiagnostik zur Kontrolle waren keinerlei Auffälligkeiten mehr erkennbar, weder bei Johanna noch beim Drumherum. 
Es sah alles danach aus, als hätten wir den Vorfall unbeschadet überstanden. 

Haben wir natürlich nicht. (Sonst müsste ich mir ja nicht die Mühe machen, hier derart im Detail diesen doch eher langweilig zu lesenden Abschnitt der Schwangerschaft zu schildern.) Aber daran verschwendeten wir keinen Gedanken. Wir waren einfach glücklich und erleichtert, dass wir die restliche Zeit bis zur Geburt noch genießen konnten. 

Johanna kam drei Monate später sehr zögerlich zwar, aber dennoch kerngesund zur Welt. Wir waren überglücklich mit und über unseren kleinen Sonnenschein, und gleichzeitig begann damit zunächst völlig unbemerkt die größte Herausforderung, die mir das Leben hätte stellen können.  

Jedenfalls kommt es mir manchmal so vor...

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