Montag, 19. November 2012

Wenn der Postmann zweimal klingelt...

Samstagnachmittag kommt mein Mann von der Arbeit nach Hause und wedelt beim Reinkommen mit einem ordentlichen Stapel Briefe, den er mit hochgebracht hat.
"Du hast etwas Post bekommen", so sein lapidarer Kommentar.

Auf jedem der dicken Umschläge prangt derselbe Stempel: Uniklinik Köln.
Ich stutze ein wenig.


Doch aus einem anfänglichen "Ach herrje, wat kütt nu?" wird schnell ein "Oh, wie schön.".
(Wenn es "schön" überhaupt gibt bei Krankenhaus-Briefen.)

Jede Menge Befunde und Empfehlungen hinsichtlich neuer Therapieansätze. 
Zum Einen SI-Therapie bei einer Ergotherapeutin, zum Anderen die Empfehlung für die stationäre Therapie in München.

Es geht also deutliche Schritte vorwärts, und ich werde in all meinen Bemühungen vollends unterstützt.
(Auch, wenn man manchmal recht hartnäckig und ausdauernd um etwas bitten muss, aber sonst wäre es ja auch langweilig.)

Ich weiß grad gar nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: SI oder Stationäre?
Beides sind Chancen, und auf beides setze ich große Hoffnungen.
Rein egoistisch gesprochen schlägt mein Herz für die stationäre Therapie in München, denn als begleitende und mitgelitten habende Mama werde ich da ebenfalls ein wenig betüddelt. Kann ich ganz gut gebrauchen, denke ich. Irgendwo bleiben die Nerven über die Jahre doch irgendwie, irgendwann auf der Strecke. 
Ich glaube aber auch, dass bereits die SI-Therapie große Fortschritte bewirken könnte.

Lassen wir uns einfach überraschen.
Auf jeden Fall wird der Tag kommen, da ich durch diesen Blog schmettern werde: JA, mein Kind isst endlich!

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