Montag, 26. November 2012

Vertrauen oder zweifeln?

Heute durfte ich unsere zukünftige Ergotherapeutin kennenlernen.
Elterngespräch stand an, bevor morgen Johanna in den Genuss des ersten Kennenlernens kommt.

Ich hatte berichtet, dass ich aus Köln endlich das "Go!" für die SI-Therapie bekommen habe, und erfreulicherweise haben wir eine Ergotherapeutin mit dieser Zusatzqualifikation im Nachbarort. Also nicht viel Fahrerei.

Die Therapeutin ist wirklich sehr nett, bei jedem zweiten meiner Sätze kam so etwas wie:
  • Ja, das kenne ich auch alles.
  • Ja, das war bei meiner Tochter ganz genau so.
  • Ja, das haben wir auch alles durch.
So oder so ähnlich.

Bezeichnenderweise hat sie eine heute zehnjährige Tochter, die ebenfalls eine ziemlich ähnlich gelagerte Wahrnehmungsstörung hat(te) und bei der es sich auch sehr extrem aufs Essen ausgewirkt hat. 
Bis heute. 
Sie isst zwar (mittlerweile) feste Nahrung (Gott sei Dank, sie ist zehn, wie gesagt!), aber nur sehr, sehr, seeeeeehr ausgewählt.

Die Chemie stimmt, das ist sicher.
Wobei ich mir aber so gar nicht sicher bin: Soll ich mich darüber freuen, dass ich an eine Therapeutin geraten bin, die 100%ig nachvollziehen kann, wovon ich rede und wie es uns als Familie damit geht, weil sie es selber erlebt hat? Oder sollte ich eher skeptisch werden, weil die Tochter der Therapeutin, die bei Johanna etwas in die richtige Richtung bewegen soll, selber diese Wahrnehmungsstörung gekoppelt mit der Essstörung hat(te) und bis heute nicht richtig austherapiert worden ist?

Ich weiß es noch nicht so genau.
Aber man darf gespannt sein, wie es weitergeht...

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