Freitag, 16. November 2012

Nuss im Schaumbad

Was liegt näher als eine langweilige Hirn-Aus-Tätigkeit, um mal abzuschalten und die Gedanken einfach fliegen zu lassen?
Genau, eine noch langweiligere Hirn-Aus-Tätigkeit.
(Notiz: Johanna fragen, ob sie deshalb so stupide und konsequent Papier zerreißt. Anmerkung: Keine aussagekräftige Antwort zu erwarten.)

Ich hatte mich ja bereits darüber ausgelassen, was für fette Beute ich in Frau Mutters Garten gemacht habe.
Heute habe ich mich nun mit eben jener Beute näher beschäftigt.
Säubern und Trocknen stand auf dem Plan.
Schnell war das Spülbecken als Ort des Geschehens ausgelotet, musste nur noch das passende Werkzeug her.
Was die Hände meines Mannes mehr oder weniger sauber bekommt wird für Nüsse wohl gerade recht sein: Die Nagelbürste. Perfekt.

Das erste, warme Bad war eingelassen, und so stand ich dann schrubbenderweise in der Küche und bearbeitete die Nüsse. Bereits nach der fünften Nuss (plus-minus) zerrupfte es die Nagelbürste und ich hatte mehr Borsten an den Händen (und an den Nüssen), als Dreck in der Bürste.


Bei der zweiten Etappe dachte ich dann an die Umwelt und entschied mich für kaltes Badewasser.
Ganz schlechte Idee. 
Erstens frieren einem die Finger ab, und zweitens ist es auch bei Nüssen genauso wie bei Menschenhaut und Fett auf Geschirr: Warmes Wasser reinigt einfach besser.
Somit litten nicht nur meine Finger unter dem kalten Wasser, sondern auch die eh schon arg gebeutelte Nagelbürste, musste sie nun noch härter ran.


Gefühlte 1000 Nüsse später - tatsächlich genau 241 (ja, ich habe sie gezählt), allerdings ohne diejenigen, die mehrmals in den Genuss einer Massage kamen, da mir diese nassen und somit glitschigen Scheisserchen andauernd durch die Finger zurück in den Pool flutschten und dort augenblicklich in der Menge verschwanden - hatte ich meine heutige Aufgabe dann endlich erledigt.

Die Finger steif und übersät mit durchsichtigen Plastikborsten, die Nagelbürste hinüber und die Spüle weiträumig geschwärzt würde ich behaupten: Voller Erfolg.



Zum Glück hatte ich mich vorher bei Google bzw. weitergeleitet auf chefkoch.de darüber schlaugelesen, dass man Nüsse keinesfalls im Backofen trocknen solle, da das zu schnell ginge und sie dann ölig und ranzig würden (spätestens jetzt wird der aufmerksame Leser feststellen, dass ich so ziemlich das erste Mal mit selbst angebautem und gesammeltem Nahrungsgut hantierte), somit stehen nun fünf anschauliche Schuhkartons in der Küche auf den Schränken verteilt, in denen die Nüsschen bis zur Adventszeit vor sich hin trocknen können (so lange dauert es laut chefkoch.de tatsächlich, bis sie vollständig durchgetrocknet sein sollen).

Abschließende Notiz für mich selber: Neue Nagelbürste kaufen!

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