Freitag, 16. November 2012

Kinderzentrum München

Hat man als Mutter (endlich) eine Diagnose erhalten, streckt man seine Fühler in so ziemlich alle Richtungen aus, die man sich denken kann.
Welche Therapieformen gibt es?
Wer führt diese Therapien durch?
Welche Einrichtungen?
Andere Betroffene?
Erfahrungsberichte?

Internet sei Dank kommt man heute ja sehr leicht und sehr zügig an Informationen.
Schnell wurde ich immer wieder aufs Kinderzentrum München verwiesen, wenn es um das Thema "stationäre Essverhaltenstherapie" ging.
Gut, München ist nun nicht gerade um die Ecke für uns, aber irgendwann sind einem auch 650km Entfernung egal.
Hauptsache, es hilft!

Nachdem wir in Absprache mit der Uniklinik Köln und unserer Logopädin hier seit dem Sommer nun erst mal Therapiepause machen, um zu schauen, ob der Kindergarten eventuell irgendwelche positiven Auswirkungen auf Johannas Verhalten hat, sich an eben diesem aber rein gar nichts verbessert hat, habe ich mich in zwei neue Richtungen orientiert.
Zum Einen habe ich mich um eine spezielle Form der Ergotherapie (SI-Therapie) für Johanna bemüht, die uns nun nach einigen Telefonaten mit unseren Ansprechpartnern in Köln endlich zugesichert wurde. Dafür fahren wir Anfang November noch mal ins SPZ der Uniklinik Köln, dort bekommen wir dann letztendlich hoffentlich die Empfehlung/Verordnung für die Ergotherapie bei einer hier niedergelassenen Therapeutin.
Zum Anderen habe ich vor ner Woche etwa im Sekretariat des Kinderzentrums München angeklingelt, die nette Dame dort hat alle Infos aufgenommen, unsere Befunde habe ich per Mail hinterhergeschickt, und heute nun hat mich endlich die Oberärztin zurückgerufen.

Extrem nett, extrem informativ, extrem detailliert.
Fazit des bald einstündigen Gesprächs: Ein stationärer Aufenthalt ist auf jeden Fall angeraten für Johanna und mich, da ihre Ernährung schon sehr, sehr einseitig ist und eine umfassende Problematik für die ganze Familie darstellt (zusammen mit ihrem restlichen, "komischen" Verhalten, die Körperwahrnehmung betreffend). Dauer der Therapie: plus-minus vier Wochen. "Minus" eher selten, "plus" schon öfter.
So erschreckend lang ist die Warteliste auch gar nicht, vielmehr passt die Wartezeit sogar ziemlich gut zu unserem restlichen Plan: KiGa abwarten, SI-Therapie beginnen und schauen, ob und wie sie anschlägt und und und.

Gibt es also nun keine grundlegenden Veränderungen in Johannas Verhalten, speziell bei ihrer Esserei, werden wir das neue Jahr wohl mit einem rund vierwöchigen Aufenthalt in München beginnen.

Jo mei, wenns hilft...

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