Freitag, 16. November 2012

Frühlingserwachen und Herbstzauber

Seit April ungefähr haben wir gewartet, uns an den regennassen Fenstern die Nasen plattgedrückt und auf ein erstes Zeichen von ihm gewartet. 
Nun ist er endlich da: Der Sommer!

Die Sonne brennt mit nahezu wüstenähnlichen Temperaturen von um die 23 Grad Celsius auf den Pelz, was liegt also näher, als den Tag im Garten von Frau Mutter zu verbringen?
Richtig. Nichts.

Gestresste und leicht depressiv angehauchte Mama-Seele lechzt sowieso nach jedem einzelnen Sonnenstrahl zur Erheiterung des Gemüts.
Hat zumindest für den Moment funktioniert.

Den Weg dorthin geebnet hat bereits gestern Abend stattgefundenes Gewitter zwischen meinem Mann und mir. Ab und zu muss es mal ordentlich knallen (natürlich nur verbal und auch da nie vulgär!), damit es anschließend für einige Wochen wieder richtig rund laufen kann. Das ist selbstverständlich kein Dauerzustand, und auch der zunehmende Frust zwischen den Erwachsenen ist deutliches Anzeichen, das Problem mit dem Kind konkret und intensiv zu bearbeiten.
München, wir kommen. Yiha!

Es sei denn, Johannas Blatt wendet sich vorher doch noch um 180 Grad.
Man darf gespannt sein.

Der heutige Tag war jedenfalls Balsam für die Seele. Sonne, frische Luft, lachendes Kind, entspannte Mama, beste Oma von Welt, was will man mehr?

Johanna hat übrigens schon ein tolles Kunstverständnis.
Hier ihr "Stillleben von Gänseblümchen an Metalltisch":


Und weil eben nicht mehr Sommer, sondern doch schon knallbunter Herbst ist, hat uns Frau Mutters Walnussbaum seine Früchte in Massen, nicht in Maßen, zu seinen und unseren Füßen gelegt. 
Da diese Nüsse nun nicht aus der Tüte kommen, sondern schon Tage im feuchten Boden gelegen haben, sind sie nicht ganz sauber, weshalb Madame Johanna sich darauf beschränkt, Mama Rebecca aus gebührendem Abstand zu dirigieren, während eben jene auf allen Vieren durch den Garten kriecht und den Anweisungen der Madame Folge leistet. Eigentlich sollte das doch andersherum laufen.
"Mama, da ist noch eine! Und da ist noch eine! Und guck mal, noch ne Nuss! Und noch eine! Und die da auch noch! Mama, alle in den Korb!"
Jawoll, Chefin.


Nun muss unsere Ausbeute nur noch gewaschen und getrocknet werden, und dann gibt es demnächst abends bei Kerzenschein vor dem Fernseher selbst gesammelte Walnüsse aus garantiert biologischem Anbau. Zumindest für Mama und Papa. Johanna will ja nicht.
Wenn die wüsste, was ihr entgeht...


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