Donnerstag, 22. November 2012

Entschuldigung, haben Sie meine Genesung gesehen?

Nun ist es amtlich: Ich bin krank.

Nicht, dass ich das auch schon vorher gewusst hätte, aber nun ist es offiziell. Ich habe es rot auf gelb sozusagen. Zur Vorlage bei Krankenkasse und Arbeitgeber.

Nachdem ich gestern wieder von einem Fieberschub beglückt wurde entschloss ich mich ganz spontan, meinem Chef Bescheid zu geben, dass ich erst mal zum Arzt müsse.
Ehrlich, es dauert ewig, bis ich zum Doc gehe, aber wie lange hampel ich mit der ollen Erkältung nun rum? Eine Woche? Eineinhalb? Zwei? Das ist ja kein Zustand mehr.
Ich bin die halben Nächte wach, weil mich der Husten nicht zur Ruhe kommen lässt. Döse ich dann doch mal ein, holt mich meine verstopfte Nase zurück. 
Abgesehen davon soll es durchaus nicht ungefährlich sein, falls man sowas verschleppt. Das Risiko muss man ja nicht eingehen.

Also brachte ich die Madame heute morgen in den Kindergarten und habe noch im Auto bei meiner Hausärztin angerufen. Konnte sofort kommen, kam nach ner dreiviertel Stunde im Wartezimmer auch schon dran. 
Nachdem ich meiner Ärztin beim Abhören einige Luft aus dem Bauch um die Ohren geweht habe (nein, ich habe nicht gerülpst, es kam einfach aus mir raus!), empfahl sie mir, Abstand von Aspirin zu nehmen, das würde ich offenbar nicht vertragen.
Stimmt, pflichtete ich ihr bei und erzählte von meinem vorgestrigen Aspirin-Complex-Trip.
Fand sie amüsant. Ich dann auch.


Schwere Bronchitis mit Beteiligung des Halses und des Rachens, so die Diagnose. Antibiotikum gabs obendrauf.
Nach der Untersuchung noch schnell ein Schwätzchen mit den Arzthelferinnen gehalten. Die kennen uns schon viele Jahre, kennen auch Johanna und ihre Thematik. Sie konnten es kaum glauben, dass Madame immer noch nicht isst, einer der beiden fiel dann eine "Irgendwas" in "Irgendwo" ein, die Blockaden bei Kindern lösen könne. Aber keine Osteopathin, sondern "irgendwas anderes". Angstblockaden und sowas mache die. Auch bei Essgeschichten, bei psychosomatischen Geschichten und und und. Oder so ähnlich. Name fiel ihr grad keiner ein. Und was genau sie macht auch nicht. Aber dass man es selber bezahlen muss, das wußte sie noch. 
Nun ja... sie meldet sich, wenn sie die Infos ausgegraben hat.

Anschauen kann ich es mir ja mal. Ob ich dann auch Johanna damit behellige steht auf nem anderen Blatt. Ich will es nicht übertreiben mit Therapiemaßnahmen. Wird ja irgendwann zu viel alles.

Apropos Johanna: Ich haue mich jetzt noch ne dreiviertel Stunde auf die Couch und hole die Madame dann erst mal aus dem Kindergarten ab. Mal gucken, was der Tag dann noch so bringt.

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