Freitag, 16. November 2012

Abschied

Heute morgen beim Frühstück auf der sonnigen Terrasse habe ich mit meiner Schwägerin noch darüber gesprochen, dass meine an Alzheimer erkrankte Oma dieses Weihnachten wahrscheinlich nicht mehr erleben wird.

Die Krankheit hat sie in den letzten Monaten rasant dahingerafft, der chronische Krankenhauskeim, den sie sich bei einem der letzten Aufenthalte im Krankenhaus zugezogen hatte, hat die Situation wahrscheinlich auch nicht gerade verbessert.
Inzwischen hatte sie das Schlucken "verlernt", essen wollte sie schon seit längerem nicht mehr und ist deutlich sichtbar abgemagert. Ansprechbar war sie nicht mehr wirklich, hat am Leben nicht mehr teilgenommen, war bettlägerig. Alles in allem kein schöner Lebensabend.
Heute kam nun der Anruf aus dem Altenzentrum: Oma ist verstorben.

Aufgrund dieser absolut schrecklichen Krankheit und der damit verbundenen Allgemeinsituation der letzten Monate, dazu die Isolation durch den Keim, sicherlich Erlösung für sie.
Dennoch ist natürlich Trauer da, denn ein Mensch, der mich mein Leben lang begleitet hat, hat sich nun aus dem Hier und Jetzt verabschiedet.
Auch, wenn die Beziehung nie wahnsinnig innig war, auch wenn wir sie in den letzten Monaten nicht mehr ganz so häufig im Altenzentrum besuchten wie die Jahre zuvor, sie hinterlässt eine Lücke.

Aber ihren Frieden wird sie nun gefunden haben...

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